Rego-Fix: Besser gespannt Mit Spannmitteln die globalen Märkte erobern

Redakteur: Konrad Mücke

Der Spannmittelhersteller Rego-Fix AG in Tenniken beabsichtigt, seine Marktposition deutlich zu verstärken. Dazu kam zu Beginn des Jahres Pascal Forrer als Global Sales and Marketing Director in die Geschäftsleitung. Er berichtet über die aktuelle Situation und die aktuellen Pläne.

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«Die Geschwindigkeit, in der wir Verfahren und Technologien entwickeln, wird sich in den kommenden Jahren mit Hilfe der Digitalisierung weiter verkürzen», Pascal Forrer, Global Sales and Marketing Director, Rego-Fix AG.
«Die Geschwindigkeit, in der wir Verfahren und Technologien entwickeln, wird sich in den kommenden Jahren mit Hilfe der Digitalisierung weiter verkürzen», Pascal Forrer, Global Sales and Marketing Director, Rego-Fix AG.
(Bild: Rego-Fix AG)

Herr Forrer, wie beurteilen Sie die aktuelle Situation der Schweiz im weltweiten Aufschwung? Kann Rego-Fix als Schweizer Unternehmen und Hersteller davon profitieren?

Die Schweizer Industrie wurde in den vergangenen Jahren stark gefordert: Sei es die andauernd unbefriedigende Devisensituation oder die zwangsläufige Konsequenz ausländischer Anbieter, den Kostendruck in der Schweiz weiter zu erhöhen. Und dennoch, gerade diese Herausforderung hat die Schweiz ausgezeichnet und für den weltweiten Aufschwung vorbereitet, technologisch wie ökonomisch. Viele können nun dank erarbeiteten Wettbewerbsvorteilen Marktanteile gewinnen. Es bleibt spannend und die Frage der Nachhaltigkeit ist bei jedem Aufschwung ebenfalls ein wichtiges Thema.

Wie begegnen Sie dem aktuellen Mangel an Fachkräften? Welche Folgen sehen Sie für Rego-Fix durch den Mangel?

Unsere Belegschaft ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, von der Fertigung bis hin zum Vertrieb. Dank dem dualen Bildungssystem hat auch hier die Schweiz einen nennenswerten Vorteil, bietet sie doch Zugriff auf einen grossen Pool an qualifizierten Fachkräften. Wir müssen langfristig planen, damit Ressourcenengpässe vermieden werden können. Auch der Wandel der Technologie erfordert neue Mitarbeiterprofile, Stichworte Industrie 4.0 und Digitalisierung. Gerade hier ist das Angebot selbstredend bisher beschränkt.

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Werden Sie künftig den Standort Schweiz weiter ausbauen oder sich wegen des internationalen Wettbewerbs und der Kosten­situation anders orientieren?

Rego-Fix steht weltweit für zuverlässige Schweizer Präzision. Dies sind nicht nur plumpe Marketingaussagen, sondern wichtiges Leistungsversprechen für unsere Produkte und Dienstleistungen gegenüber unseren Produktanwendern. Rego-Fix ist Schweiz, trotz eines sehr hohen Exportanteils planen wir keine Fertigung ausserhalb der Schweiz. Auf den hohen Kostendruck müssen wir mit einem hohen Grad an Automatisierungen, optimierten Prozessen und einer konsequenten Produktstrategie antworten.

Welche Entwicklungen sehen Sie hinsichtlich der Werkzeug­spanntechnik? Wird es wegweisende Innovationen geben?

Konventionelle Spannsysteme mit ER-Zangen wurden in den letzten Jahren immer weiter verbessert. So bieten wir heute mit micRun eine hochgenaue Spannzangenlösung bei einer Rundlaufgenauigkeit im System von 5 µ – undenkbar noch vor wenigen Jahren. Unser poweRgrip erfreut sich grosser Beliebtheit und stellt die prozesssichere Spannung des Werkzeugs im Halter bei 3 µm Rundlaufgenauigkeit sicher, und das selbst nach über 20 000 Einpressungen. Hier sprechen wir eine breite Kundschaft an und genau solche Lösungen sind in der Zukunft gefragt: einfach in der Bedienung, hochgenau und dennoch kostenattraktiv.

Welche Auswirkungen haben neue Technologien, zum Beispiel das Additive Manufacturing oder die Digitalisierung, auf den klassischen Maschinenbau, speziell Rego-Fix? Werden Schweizer Unternehmen profitieren oder eher einen Nachteil haben?

Ich denke, die Geschwindigkeit, in der wir Verfahren und Technologien entwickeln, wird sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Selbstverständlich sehen wir das als eine grosse Chance, sind wir doch selber Hersteller und dürfen dank Digitalisierung manipulative Arbeiten automatisieren. Nur so wird der Schweizer Werkplatz weiter wachsen können und seine Wettbewerbsfähigkeit halten.

Wie nutzen Sie selbst Additive Manufacturing?

Neue Fertigungsverfahren bieten neue Chancen. Generative Fertigung hat den Höhepunkt des Hypes erreicht, Additive Manufacturing wird sich in der einen oder anderen Form durchsetzen. Es bieten sich viele Chancen. Stellen Sie sich vor, ein Kunde wünscht eine spezielle Werkzeugaufnahme, und das einsatzfähige Muster könnte innert 48 Stunden für Versuche geliefert werden. Just-in-time bekäme eine ganz neue Dimension.

Herr Forrer, vielen Dank für Ihre Informationen und Meinungen. In Ihrer neuen Aufgabe als Global Sales and Marketing Director bei Rego-Fix wünschen wir Ihnen viel Erfolg und stets gutes
Gelingen. SMM

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