Erleichtertes Handling Moderne Hubhilfen in der Badewannenfertigung

Redakteur: Silvano Böni

>> Eine Führungsphilosophie, die sämtliche Mitarbeitenden zum ständigen Fortschritt verpflichtet sowie ein Fertigungsprozess, der sich am einzelnen Kundenwunsch orientiert, bilden die Basis für Schweizer Qualitätsbadewannen aus Stahl-Email. In diesem Umfeld sorgen GIS-Kransysteme für sicheres, sanftes und rationelles Handling der gesamten Vielfalt an Badprodukten.

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Im Anschluss an das Einbrennen der Grundemaillierung wird eine Wanne mit dem GIS-Teleskophandy vom Transportband abgeholt und zur manuellen Kontrolle gebracht.
Im Anschluss an das Einbrennen der Grundemaillierung wird eine Wanne mit dem GIS-Teleskophandy vom Transportband abgeholt und zur manuellen Kontrolle gebracht.
(Bild: GIS)

Die 1947 gegründete Wilhelm Schmidlin AG ist ein Familienunternehmen und stellt Badewannen, Duschwannen, Duschflächen sowie Waschtische aus emailliertem Stahl her. Das Traditionsunternehmen beschäftigt heute rund 60 Angestellte und liefert etwa die Hälfte der in der Schweiz installierten Bade- und Duschwannen aus Stahl-Email. Im Weiteren umfasst das Sortiment auch Whirlwannen und Fassadenpaneele. Modernste Fertigungsanlagen in Oberarth SZ belegen die laufenden Investitionen sowie das langfristige Bekenntnis zum Produktionsstandort Schweiz. 2009 wurde ein neues Emaillierwerk mit effizienten Roboterlinien, Förderanlagen und einem Brennofen mit Wärmerückgewinnung erstellt.

Schon etwas länger glänzt das eigene Presswerk mit einer hoch flexiblen Rohfertigung. Seit 2010 bindet das Schmidlin-Kaizen-Verfahren sämtliche Mitarbeiter in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess mit ein. Ziel ist es, jeden einzelnen Kundenwunsch, innerhalb einer kürzest möglichen Durchlaufzeit, optimal realisieren zu können.

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Vom Stahlblech zur veredelten Form

In der Rohfabrikation werden titanlegierte Stahltafeln mit über 600 Tonnen Druck in einem Zug bis 45 cm tief gezogen. Nun erfolgen der Zuschnitt sowie das Hochstellen und Bördeln der Ränder. Abschliessend sind noch die Ab- und Überlauflöcher zu stanzen und zu prägen. Ein Kontrollvorgang mit Nachschleifen und eine gründliche Entfettung in der Vorbehandlungsanlage, mit Hochdruck in einem mehrstufigen Prozess, bereiten die Teile auf das Emaillieren vor.

Email ist Glas und verbindet sich beim Einbrennen mit der Stahloberfläche zu einer dauerhaft schönen, kratz- und säurebeständigen Oberfläche. Mit Wasser und Ton vermischt, wird die sogenannte Email-Fritte zum spritzfähigen Emailschlicker gemahlen. Bei Standardwannen sorgen vollautomatisierte Spritzroboter für regelmässige Schichtdicken. Spezialanfertigungen werden von Mensch und Maschine gemeinsam bearbeitet. Bei 250 °C erfolgt die Trocknung des Emaillschlickers, bevor im Durchlaufofen bei 850 °C das Grundemail eingebrannt wird und sich dauerhaft mit dem Stahl zu einem Verbundwerkstoff verbindet.

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