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Swissmem Young People Program Monozukuri: Japanische Exzellenz

Japan und die Schweiz feiern dieses Jahr 150 Jahre diplomatische Beziehungen. Trotz grosser kultureller Unterschiede stehen sich die beiden Länder in vielem nahe. Eine Gruppe aus Lernenden und Studenten machte sich Ende Oktober im Rahmen eines Nachwuchsprogramms auf, die Eigenheiten japanischer Bildung und industrieller Produktion zu ergründen.

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Schweiz und Japan: . Trotz grosser kultureller Unterschiede stehen sich die beiden Länder in vielem nahe.
Schweiz und Japan: . Trotz grosser kultureller Unterschiede stehen sich die beiden Länder in vielem nahe.
(Bild: Swissmem)

Sie sind beide exportorientiert und ihr Wohlstand beruht zu grossen Teilen auf Technologie und Innovation: Japan und die Schweiz teilen in vieler Hinsicht ähnliche Stärken und Standpunkte. Dennoch mag es erstaunen, dass innerhalb der Uno nicht etwa ein Nachbarland der Schweiz das ähnlichste Abstimmungsverhalten aufweist, sondern das Land in Fernost. Fast schon logisch scheint sich daraus abzuleiten, dass die Schweiz der einzige europäische Staat ist, mit welchem Japan bisher ein Freihandelsabkommen abgeschlossen hat.

Für die insgesamt 22 Lernenden und Studenten von Fachhochschulen sowie der beiden ETH, welche diesen Herbst während 11 Tagen durch Japan reisten um Industrie und Kultur kennen zu lernen, stachen bei der Ankunft jedoch erst mal die Unterschiede ins Auge. Die Metropolitanregion Tokio-Yokohama, mit über 35 Millionen Einwohnern die grösste der Welt, ist so gar nicht mit einer Schweizer Kleinstadt zu vergleichen, Schrift und Sprache sind völlig unverständlich, das Essen ein Experimentierfeld.

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«Mit unserem ‚Young People Program‘ möchten wir Nachwuchstalenten helfen, Brücken zu neuen Kulturen zu schlagen», erklärt Christoph Blätter, Leiter der Fachgruppe Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, welche das Programm in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt hat. «Gleichzeitig zeigen wir ihnen aber auch auf, wo Entwicklungstrends liegen und welch spannende Berufsperspektiven international tätige Unternehmen bieten.»

Hohe Präsenz von Schweizer Firmen

Aus der Schweizer MEM-Industrie weisen derzeit 278 Firmen eine Präsenz in Japan auf, davon zeigten 93 Unternehmen ihre Produkte an der Fachmesse Jimtof 2014 in Tokio. Die asiatische Leitmesse für Werkzeugmaschinenhersteller bildete den Startpunkt des ‚Young People Programs‘ und bot eine ideales Umfeld, um sich mit neusten Technologien vertraut zu machen und erste Kontakte zu knüpfen. Am Swiss Luncheon wurde auf die langjährige Länderbeziehung angestossen. Zur guten Stimmung beigetragen hatten dabei auch steigende Exporte von Schweizer Werkzeugmaschinen nach Japan: In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres konnten Werkzeugmaschinen im Wert von CHF 68,7 Mio. exportiert werden, was einem Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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