gesponsertTransparenz für den nächsten Wachstumsschritt MTA steigert Produktion mit dem MES-System «Cosera» von Grob

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Mit dem Wachstum der Raumfahrt steigen auch die Anforderungen an die Produktion. MT Aerospace richtet seine Fertigung auf höhere Stückzahlen aus und entwickelt sie schrittweise von einer Kleinserienfertigung zur industriellen Produktion weiter.

Benedikt Gundling und Tobias Hannen vor einer Tankkomponente der Ariane 6.(Bild:  GROB-WERKE GmbH & Co. KG)
Benedikt Gundling und Tobias Hannen vor einer Tankkomponente der Ariane 6.
(Bild: GROB-WERKE GmbH & Co. KG)

Für Tobias Hannen, Ingenieur für Digitalisierung Industrieller Prozesse / Projekt Manager Space International bei MTA, ist klar, dass sich dieses Wachstum nicht allein mit neuen Maschinen bewältigen lässt. «Früher haben wir eher kleine Serien gefertigt. Heute sprechen wir über mehrere tausend Bauteile pro Jahr. Damit verändern sich die Anforderungen komplett. Prozesse müssen transparenter werden und unsere Mitarbeiter müssen jederzeit wissen, welche Aufgaben anstehen und wie sie sich darauf vorbereiten können.» Um diese Transparenz zu schaffen, entschied sich MT Aerospace für das MES-System «Cosera» von Grob – und das, obwohl im Unternehmen keine einzige Maschine des Mindelheimer Maschinenbauers im Einsatz ist.

Ein System, das zur Produktion passt

Als MTA nach einem Nachfolgesystem für sein bestehendes MES suchte, standen mehrere Anbieter zur Auswahl. Das vorhandene System erfüllte die Anforderungen der wachsenden Produktion nicht mehr. Gesucht wurde deshalb eine Lösung, die sich nahtlos in die bestehende Systemlandschaft einfügt und gleichzeitig genügend Flexibilität für zukünftige Anforderungen bietet. «Wir haben uns mehrere Anbieter angeschaut», erinnert sich Tobias Hannen. «Am Ende war für uns entscheidend, dass Grob unsere Prozesse sehr schnell verstanden hat. In den Gesprächen mussten wir nicht lange erklären, welche Herausforderungen wir haben. Man hat sofort gemerkt, dass dort Fertigungs-Know-how vorhanden ist.»

Ein weiterer Pluspunkt war die enge Integration in SAP. Änderungen an Arbeitsplänen oder zusätzliche Arbeitsschritte werden direkt übernommen, ohne dass Informationen mehrfach gepflegt werden müssen. «Genau das wollten wir erreichen. Wenn sich etwas im SAP ändert, soll diese Information unmittelbar beim Werker ankommen. Das spart Zeit und verhindert Missverständnisse», so Hannen. Dass Grob die Software in der eigenen Produktion einsetzt und zusätzlich Referenzkunden besucht werden konnten, gab MTA weiteres Vertrauen.

Rückverfolgbarkeit ist keine Option, sondern Pflicht

In der Luft- und Raumfahrt gelten höchste Anforderungen an Qualität und Dokumentation. Nahezu jedes gefertigte Bauteil bei MTA besitzt eine eindeutige Seriennummer. Jeder Bearbeitungsschritt muss vollständig nachvollziehbar sein. Genau diese Transparenz konnte Grob liefern. Mit Cosera stehen die gesamten Informationen zentral für MTA zur Verfügung. «Wir sehen in Echtzeit, wo sich unsere Produkte befinden, welchen Status sie haben und ob irgendwo Abweichungen auftreten. Dadurch können wir viel schneller reagieren», freut sich Alexander Müller, Produktionsleiter Grosstank Fertigung bei MTA.

Von der Digitalisierung profitieren nicht nur die Produktionsleiter, sondern vor allem die Mitarbeiter an den Anlagen. Früher mussten sie häufig zwischen verschiedenen Programmen wechseln, um Zeichnungen, Stücklisten oder Messdaten aufzurufen. Heute bündelt Cosera sämtliche Informationen direkt am Auftrag. Marco Diener, Maschinenbediener FSW-Schweissanlage bei MTA beschreibt es so: «Wenn ich morgens an die Anlage komme, sehe ich sofort, welche Arbeiten anstehen und welche Bauteile als Nächstes bearbeitet werden. Zeichnungen und Arbeitsanweisungen sind direkt hinterlegt. Früher musste man dafür mehrere Systeme öffnen.» 

Neben der Produktionssteuerung nutzt MTA auch die Maschinendatenerfassung von Grob. Dadurch stehen Zustände und Leistungsdaten der Anlagen jederzeit zur Verfügung. Programme können analysiert, Vorschubreduzierungen erkannt und Stillstände automatisch gemeldet werden. Gerade bei mannlos betriebenen Anlagen bringt das deutliche Vorteile. «Wenn nachts eine Maschine stehen bleibt, bekommt der zuständige Mitarbeiter automatisch eine Nachricht auf sein Handy. Dadurch reagieren wir sofort und nicht erst Stunden später», so Patrick Thurner, Sales & Operations Planer bei MTA.

Gemeinsam entwickelt statt von der Stange

Für die Einführung des neuen Systems hatte MT Aerospace ursprünglich rund zweieinhalb Jahre eingeplant. Bereits drei Wochen nach Projektstart lief Cosera auf den Servern des Unternehmens. Nach einem Pilotprojekt in der additiven Fertigung folgte Schritt für Schritt der Rollout in den weiteren Produktionsbereichen. Während der gesamten Einführung arbeiteten die Projektteams von MTA und Grob eng zusammen. «Wir hatten regelmässige Workshops und konnten unsere Anforderungen direkt besprechen. Viele Themen betrafen nicht nur das MES, sondern auch SAP oder unser Qualitätsmanagement. Genau diese Offenheit in der Zusammenarbeit hat uns sehr geholfen», erinnert sich Hannen.

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Software, die unabhängig vom Maschinenpark funktioniert

Das Projekt zeigt, dass die digitalen Fertigungslösungen von Grob nicht an einen bestimmten Maschinenhersteller gebunden sind. MTA betreibt eine heterogene Maschinenlandschaft unterschiedlichster Hersteller. Cosera verbindet diese Anlagen und schafft eine gemeinsame Datenbasis. Für Grob ist das inzwischen kein Einzelfall mehr. Immer mehr Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Fertigung von Einzel- oder Kleinserien auf höhere Stückzahlen auszurichten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Maschinen bereits vorhanden sind.

Für Tobias Hannen war das Projekt nicht nur eine Einführung einer neuen Software. Es ging darum, die Produktion langfristig auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. «Wer heute ein MES-System auswählt, sollte nicht nur auf die aktuellen Probleme schauen. Viel wichtiger ist die Frage, wo das Unternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen möchte. Genau danach sollte man die Lösung auswählen», betont Hannen.

Mit Cosera hat MTA dafür die Grundlage geschaffen. Die Fertigung ist transparenter geworden, Entscheidungen basieren auf Echtzeitdaten und Mitarbeiter greifen schneller auf alle relevanten Informationen zu. Voraussetzungen, die notwendig sind, um den geplanten Ausbau der Produktion erfolgreich umzusetzen.

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