Leichtkransystem mit Vakuumhebern

Müheloser Transport von sperrigen Gütern

| Autor / Redakteur: Arthur Kemény / Sergio Caré

Eine Grossformatplatte wird vom Stapler angehoben, um 90° gekippt und für den Zuschnitt zur Vertikalsäge gefahren. Alle Vorgänge lassen sich einfach und sicher an der ergonomischen Zweihandbedienung steuern.
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Eine Grossformatplatte wird vom Stapler angehoben, um 90° gekippt und für den Zuschnitt zur Vertikalsäge gefahren. Alle Vorgänge lassen sich einfach und sicher an der ergonomischen Zweihandbedienung steuern. (Bild: GIS)

Bei Türenmeier in Biberist werden Holzplatten massgenau zugeschnitten und zu individuellen Türen weiterverarbeitet. Eine Person erledigt das Materialhandling sicher und mühelos alleine. Möglich macht dies die Krananlage von GIS, die zwei Vakuumhandlingsysteme optimal vereint.

Das regional stark verankerte Familienunternehmen Meier Schreinerei und Innenausbau GmbH wird heute in vierter Generation geführt. 1926 gegründet, erbringt die Firma sämtliche Arten von Schreinerarbeiten. Seit einigen Jahren erfolgt eine Fokussierung auf den Türenbau unter dem Namen Türenmeier. In den bisherigen Räumlichkeiten erschwerten jedoch Platzprobleme die Betriebsabläufe zunehmend, sodass man im Herbst 2016 erstmals eine neue Halle in Biberist besichtigte, um dort Mitte Januar 2017, mit lediglich zwei Wochen Unterbruch, die Türenfertigung wieder aufzunehmen.

Plattenzuschnitt leicht gemacht

Ein Hubstapler holt Spanplatten aus dem Plattenlager oder vom Lastwagen und liefert sie zum Zuschneiden an. Direkt ab Stapler wird eine Grossformatplatte vom GIS-Vakuum-Handlingsystem GNK angehoben, elektrisch um 90 Grad gekippt und einer vertikalen Säge zugeführt. Es steht eine maximale Traglast von 250 kg zur Verfügung. Zwei grosse Saugflächen sorgen für sicheren Kraftschluss. Sie lassen sich einfach an der Haupttraverse in Längsrichtung verschieben und ebenfalls um 90 Grad drehen, sodass eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Plattengrössen gewährleistet ist. Diese Arbeiten erledigt eine Person spielend leicht.

Die Hubarbeit erledigt ein neuer Elektrokettenzug GP500, hier in der Ausführung mit Frequenzumrichter. Er hebt einsträngig Lasten bis 400 kg sanft und ruckfrei an und bietet zwei stufenlos wählbare Hubgeschwindigkeiten bis maximal 13,9 m/min. Einige seiner herausragenden Eigenschaften sind: eine Profilstahlkette mit mindestens achtfacher Sicherheit, sämtliche Wellen-Naben-Verbindungen in Polygonausführung, welche die Servicekosten reduzieren, sowie die Schutzart IP 65 als Standard für Staubdichtheit und Strahlwasserschutz.

Das Vakuum-Handlingsystem mit Kettenzug ist an einem von total zwei Kranträgern angebracht. Dank Kunststoff-Leichtlaufrollen erfolgt die manuelle Fahrt spielend leicht. Die Bedienperson steht immer gefahrlos ausserhalb des Lastbereichs und bedient sämtliche Vorgänge an der übersichtlichen und ergonomischen Steuereinheit des Vakuumhebers. Ein an Kabelwagen aufgehängtes Flachkabel sowie ein Spiralkabel stellen die Stromversorgung sicher.

Seitlich angebracht und frei schwebend

Ebenfalls manuell fahrbar am zweiten Kranträger befestigt ist ein Schlauchheber. Sicheres Anfassen und eine stufenlos regelbare Hubgeschwindigkeit bis 30 m/min, ausschliesslich mit der Kraft des Vakuums. Mit ihm kann eine Person mühelos, schnell und schonend flächige Lasten bis 110 kg, wie Türen, ab Stapel zur CNC-Fräse bringen oder nach der Bearbeitung abholen.

Die gesamte Leichtkrananlage stammt aus dem Baukasten des Schötzer Kranspezialisten. Ihre Kran­träger sind seitlich mittels Kragarmen an Stahlstützen der Halle aufgehängt. So wird die Hallendecke nicht belastet und der Raum oberhalb der Krananlage bleibt frei für andere Installationen wie Lüftungsrohre und Beleuchtung.

Partnerschaftlich neue Handlinglösung realisiert

Am GIS-Stand der Messe Holz in Basel entstanden gemeinsame erste Ideen zur künftigen Krananlage. Türenmeier entschied sich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kranspezialisten aus Schötz. Auf eine Fremdevaluation wurde verzichtet. Ende Oktober 2016 bestellte man die neue Handlinglösung und Anfang Januar erfolgten bereits Montage sowie Inbetriebnahme. Das gegenseitige Vertrauen hat sich gelohnt, denn die neue Anlage bedient die beiden Bereiche Plattenzuschnitt und CNC-Fräsung mit massgeschneiderten, wirtschaftlichen Lösungen. Beide Vakuumheber lassen sich bereichsübergreifend einsetzen, was die Flexibilität der Krananlage weiter erhöht. SMM

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