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Additive Fertigung mit 18-karätigem Gold Neue Laser-Sinter-Systeme für Kunststoff und Gold

Redakteur: Luca Meister

EOS bringt ein neues Kunststoff-Laser-Sinter-System auf den Markt und kündigt gleichzeitig eine andere E-Manufacturing-Lösung an: Ein Metall Laser-Sinter-System soll die Uhren- und Schmuckfertigung nachhaltig verändern.

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Das Kunststoff-Laser-Sinter-System «Formiga P110».
Das Kunststoff-Laser-Sinter-System «Formiga P110».
(Bild: EOS)

mei. EOS hat im November auf der Euromold mit der «Formiga P 110» das Nachfolgemodell des Kunststoff Laser-Sinter-Systems «Formiga P 100» vorgestellt. Die Formiga P 110 bietet in der Kompaktklasse den flexiblen, kostengünstigen und produktiven Einstieg in die Welt des Laser-Sinterns. Verschiedene EOS-Parametersätze erlauben dabei sowohl die Ausrichtung auf Wirtschaftlichkeit als auch auf Bauteileigenschaften wie z.B. Oberflächengüte. Kurze Durchlaufzeiten und vergleichsweise niedrige Investitionskosten sorgen dafür, dass das System auch ideal in eine Produktionsumgebung integriert werden kann, die höchste Flexibilität fordert.

Individualisierte Produkte mit komplexer Geometrie

Das System eignet sich insbesondere für die wirtschaftliche Produktion von Kleinserien und individualisierten Produkten mit komplexer Geometrie. Kleine, filigrane Komponenten, die etwa in der Medizinbranche oder auch z.B. bei hochwertigen Konsumgütern zum Einsatz kommen, lassen sich ebenfalls sehr gut herstellen. Mit einem Bauraum von 200 x 250 x 330 Millimeter produziert die Formiga P110 innerhalb weniger Stunden Kunststoffprodukte aus Polyamid und Polystyrol direkt aus CAD-Daten.

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Hannes Kuhn, Geschäftsführer der Kuhnstoff GmbH und Pilotkunde der Formiga P 110: «Die neu hinzugekommenen Parametersätze ‹Balance 1.0› (120 μm Schichtstärke) und ‹Top Quality 1.0› (60 μm Schichtstärke) ermöglichen eine noch detailgenauere und flexiblere Produktion. Die erhöhte Baurate komplettiert die Vorteile gegenüber der Formiga P 100».

Hoher Automatisierungsgrad, niedriger Energieverbrauch

Die Formiga P 110 bietet eine Vielzahl von technischen Innovationen, die zu einer nochmals verbesserten Prozessstabilität und Reproduzierbarkeit führen, so etwa eine neu konzipierte Vier-Kanal-Heizung und der Einsatz eines Punkt-Pyrometers. Die kostenoptimale Integration in Betrieben mit zentraler Stickstoffversorgung wird durch einen externen Stickstoffanschluss gewährleistet. Ausserdem wurde das bewährte Dosier- und Beschichtungssystem beibehalten.

Das System ist äusserst bediener- und wartungsfreundlich und benötigt nur ein Minimum an Zubehör. Auch auf einen niedrigen Energieverbrauch und Gesamtbetriebskosten wurde bei der Konstruktion Wert gelegt. Als türgängiges Laser-Sinter-System stellt es geringe Anforderungen an die Aufstellbedingungen. Die Installation und Kalibrierung können in weniger als zwei Tagen durchgeführt werden. Da die Datenaufbereitung bequem am Arbeitsplatz stattfindet, eignet sich das System auch für dezentrale Fertigungsbereiche.

Der hohe Automatisierungsgrad und die ergonomische Peripherie der Formiga P 110 ermöglichen zudem ein komfortables Handling und die optimale Ausnutzung von Maschinenkapazität und Werkstoffen.

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