Planung und Investition Neue Software für Prozesskettenoptimierung

Redakteur: Luca Meister

In Zusammenarbeit mit dem Software-Spezialisten Engidesk GmbH hat die AZL Aachen GmbH eine neu entwickelte Optimierungssoftware auf den Markt gebracht. «Oplysis» bietet sowohl technische als auch wirtschaftliche Bewertung und Optimierung von Fertigungsprozessketten. Die Software wird unter der Lizenz der neu gegründeten Firma Conbility GmbH vertrieben.

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Dr. Kai Fischer, Geschäftsführer der AZL Aachen GmbH: «Es besteht eine starke Nachfrage nach einem neuen Tool, das sowohl technische als auch wirtschaftliche Bewertungen und Entscheidungen ermöglicht.»
Dr. Kai Fischer, Geschäftsführer der AZL Aachen GmbH: «Es besteht eine starke Nachfrage nach einem neuen Tool, das sowohl technische als auch wirtschaftliche Bewertungen und Entscheidungen ermöglicht.»
(Bild: RWTH Aachen)

mei. «Oplysis» ist eine flexible Prozessoptimierungs- und Kostenmodellierungssoftware, mit Hilfe derer genau ermittelt werden kann, an welchen Stellen einer bestehenden Prozesskette die Effizienz und damit die Profitabilität gesteigert werden können. Hierbei werden alle Parameter von Material über Maschinen bis hin zu Personal- und Energiekosten berücksichtigt.

Durch eine integrierte und automatische Sensitivitätsanalyse können Kostentreiber und limitierende Faktoren auf die Ausbringung identifiziert werden. Oplysis ermöglicht einen schnellen, umfassenden wirtschaftlichen Vergleich zwischen unterschiedlichen Fertigungsalternativen. Auch komplexe Prozessketten werden übersichtlich visualisiert und können daher effizient modelliert werden, vom Materialeinsatz bis hin zu den Kosten des Endprodukts. Die integrierte Scale-Up-Analyse kann für den Ausbau von Produktionskapazitäten sowie für die Bewertung von Zykluszeiten und Kostentreibern neuer Fertigungsprozessketten genutzt werden.

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Lokal installiert

Dr. Kai Fischer, Geschäftsführer der AZL Aachen GmbH, über die Entstehung dieser Entwicklung: «Die Zusammenarbeit mit mehr als 30 Industriepartnern des AZL im Rahmen einer internationalen Markt- und Technologiestudie hat die starke Nachfrage nach einem neuen Software-Tool deutlich werden lassen, das sowohl technische als auch wirtschaftliche Bewertungen und Entscheidungen ermöglicht. Bei herkömmlichen Kalkulationsprogrammen ist es oft schwierig, direkte Abhängigkeiten zwischen Eingabeparametern, Elementen der Produktionskette und Ausgangsparametern zu identifizieren. Daher freuen wir uns jetzt besonders, Oplysis auf den Markt zu bringen.»

Der Schutz sensibler Daten wird dadurch gewährleistet, dass die Software auf der lokalen Arbeitsstation installiert wird. Der Benutzer kann eigene Datenbanken anlegen und diese bei Bedarf für die interne Zusammenarbeit mit Kollegen und auch für den Austausch mit Kunden und Lieferanten über individuelle Zugriffsrechte freigeben.

White Box – Black Box

Das Tool hat eine ansprechende und leicht verständliche Benutzeroberfläche, durch seine Implementierung in die «Engidesk»-Plattform erfolgt die Bedienung komfortabel durch Drag & Drop. Die Software kann branchenunabhängig eingesetzt werden und ist intuitiv an individuelle Bedürfnisse anpassbar. Sie bietet eine einfache Verknüpfbarkeit («Input- und Outputfunktion») mit beliebigen Berechnungen, wie etwa mechanische Analysen und bereits vorhandene Routinen etwa in Form von Excel-Tabellen, Matlab, oder .net. Ebenso wird auch eine «White Box – Black Box»-Option geboten, mit der der Benutzer ausgewählte Informationen auch ausserhalb des direkten Arbeitsumfeldes mit den Kunden teilen kann, während vertrauliche Daten und Berechnungsabläufe verschlüsselt werden.

Nicht nur für Composites

Dr. Michael Emonts, Geschäftsführer der AZL Aachen GmbH, informiert: «Die Modellierung erfolgt durch die Vernetzung grundlegender Elemente von Prozessketten. Daher ist Oplysis für alle manuell geprägten sowie automatisierten Composite- Prozessketten wie Handlaminieren, RTM, LFT- und SMC-Pressen, Wickelverfahren oder Umformverfahren für Organobleche einsetzbar. Da eine schnelle und flexible Kostenmodellierung komplexer Produktionsprozesse nicht nur in der Composite-Industrie von höchstem Interesse ist, ist die Software natürlich auch für andere Branchen geeignet; überall dort, wo Prozesse in Bezug auf Zeit und Kosten optimiert werden müssen.»

Durch die Kooperation von Conbility mit dem Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau (AZL) profitieren Nutzer von ganzheitlichen Beratungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Bereich der Leichtbauproduktionstechnik, so etwa bei der anwendungsspezifischen Evaluierung von alternativen, wirtschaftlicheren Produktionsabläufen oder -verfahren.

Auch für KMU attraktiv

Dr. Emonts erklärt den Unterschied zu herkömmlichen Prozesskostenberechnungstools so: «Oplysis ist einfacher und intuitiver bedienbar, während es selbst komplexe Prozessketten und Produktionsprozesse abbilden kann. Die Software richtet sich an Unternehmen jeglicher Grösse, aufgrund der geringen Lizenzkosten für eine Floatinglizenz von 4900 Euro pro Jahr ist die Software neben Tier 1s und OEMs auch für KMU attraktiv.»

Oplysis ist weltweit erhältlich und kann auf der Webseite www.conbility.com auf Englisch und Deutsch bestellt werden. Weitere Sprachversionen sind auf Anfrage erhältlich. <<

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