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Ultrahartstoffe: Keramik und Hartmetall
Die Textilmaschinenindustrie stellt seit Jahrzehnten einen wichtigen Absatzmarkt für Bräm dar. Es ist ein hoch kompetitiver Markt, da die wichtigsten Endkunden in Asien und im Mittleren Osten sitzen. Schon früh wurden Verschleisskomponenten in China kopiert. Will man sich in diesem Markt behaupten, so ist Innovation der einzige Weg, um zu bestehen.
Keramik im Textilmaschinenbereich ist keine Neuheit. Schon lange werden unterschiedlichste Keramiksorten (meist Oxidkeramik) gegen abrasive Prozesse eingesetzt. Neu ist aber die Nichtoxid-Keramik, die Gebr. Bräm AG einsetzt: Eine leitende Keramik auf Basis von SiliziumNitrid. Ein Widerspruch in sich? Eine Keramik ist in den meisten Fällen ein Isolator, doch wird durch die Zugabe von einer leitenden Phase der Isolator zum elektrisch leitenden Werkstoff. Die mechanischen Eigenschaften sprengen alles bisher Gesehene. Erst wenn wir die Bearbeitbarkeit dieses Materials anschauen, treten die Vorteile der elektrischen Leitfähigkeit zu Tage. Diese leitende Keramik kann auch mittels Draht-, Senk- und Mikroerosion bearbeitet werden. Hierzu hat die Gebr. Bräm AG eigene Technologien für das Drahterodieren geschrieben, um optimale Resultate zu erhalten. Solch harte Werkstoffe konnten bislang meist nur mit Diamantwerkzeugen geschliffen werden. Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Gebr. Bräm AG und dem Keramikhersteller, um das Material auch für andere Anwendungen in Werkzeug- und Formenbau, Uhrenindustrie, MedTech und chemischer Industrie anzupassen. Das Material soll dahingehend angepasst werden, dass eine Feinstkornstruktur eine problemlose Bearbeitung zulässt. «Wir haben auch erste Versuche gemacht, dieses zähe Material frästechnisch zu bearbeiten – es funktioniert. Zwar sind die Fräswerkzeuge einem brutalen Verschleiss unterworfen, aber auch hier arbeiten wir eng mit dem Hersteller der Fräswerkzeuge zusammen, um bessere Standzeiten zu erreichen», führt Raphael Bausch aus, technischer Leiter und Mitinhaber der Gebr. Bräm AG.
Basis für diese Arbeit sind die bahnbrechenden Resultate im HSC-Fräsen von Hartmetall (siehe SMM 12/2013 und SMM 13/2013).
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