HSC-Fräsen Neue Technologien für präzise Komponenten

Redakteur: Matthias Vogel

>> Pionierleistungen finden nicht nur in Grosskonzernen statt. Innovative KMU setzen mit Erfolg auf eine Technologiestrategie, um dem globalen Wettbewerb zu begegnen. Dazu braucht es aber Mut und Durchhaltewille, um die neuen Felder dauerhaft zu besetzen. Dies ist der dritte und letzte Teil der dreiteiligen Reihe mit dem Fokus auf schwer zerspanbare Materialien. Die Thematik im vorliegenden Text ist HSC-Fräsen von Keramik.

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Zwischen Gebr. Bräm AG und dem Keramikhersteller besteht eine enge Zusammenarbeit, um das Material auch für andere Anwendungen in Werkzeug- und Formenbau, Uhrenindustrie, MedTech und chemischer Industrie anzupassen.
Zwischen Gebr. Bräm AG und dem Keramikhersteller besteht eine enge Zusammenarbeit, um das Material auch für andere Anwendungen in Werkzeug- und Formenbau, Uhrenindustrie, MedTech und chemischer Industrie anzupassen.
(Bild: Bräm)

mvo. Die Gebr. Bräm AG ist ein typischer KMU. Der Präzisionswerkzeugbau wurde 1965 gegründet, hat heute rund 30 MA, wird in zweiter Generation inhabergeführt, bildet Lehrlinge aus, besitzt eine eigene Betriebsliegenschaft, beliefert Kunden europaweit und ist durch einen ausgewogenen Branchenmix im Zulieferbereich breit aufgestellt. Wirklich ein typisches KMU?

Bei einer genaueren Betrachtung stellt man fest, dass da ein paar Punkte anders sind als anderswo. Die Firma hat schon früh auf Schlüsseltechnologien des Werkzeugbaus gesetzt. So kaufte man 1969 die erste Funkenerosionsmaschine. Schnell stellten die Firmengründer fest, welch ein Wettbewerbsvorteil durch diese neue Technologie erreicht werden kann. Dieses erste «Aha-Erlebnis» war der Beginn einer Entwicklung, die sich wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte durchzieht: frühest möglicher Einsatz von neuen Technologien.

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«Eine wichtige Aufgabe der Geschäftsleitung liegt im Technologie-Screening. Hierzu lesen wir Patentschriften, Fachartikel, besuchen Symposien von Instituten und Universitäten und schauen uns sehr genau auf Fachmessen um», führt Geschäftsführer Martin Bräm aus. «Wir betreiben keine Grundlagenforschung, setzen aber neuste Errungenschaften sehr schnell um, also Innovation im engen Sinne.»

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