Hochbetrieb in den Semesterferien Neues Zuhause für 60 Werkzeugmaschinen

Redakteur: Silvano Böni

Vieles ist neu in Rapperswil, zumindest was den Bereich um die bekannte Hochschule am Zürichsee angeht. Über 60 Werkzeugmaschinen mussten im alten Laborgebäude abgeholt und im Neubau für die Forscherinnen und Forscher platziert werden – mit Hilfe des Umzugsspezialisten Bauberger.

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Über 60 Werkzeugmaschinen mussten im alten Laborgebäude abgeholt und im Neubau für die Forscherinnen und Forscher platziert werden – mit Hilfe des Umzugsspezialisten Bauberger.
Über 60 Werkzeugmaschinen mussten im alten Laborgebäude abgeholt und im Neubau für die Forscherinnen und Forscher platziert werden – mit Hilfe des Umzugsspezialisten Bauberger.
(Bild: Lukas Pitsch)

Die Hochschule für Technik in Rapperswil, damals noch «Interkantonales Technikum», existierte bereits seit zwei Jahren, als Rudolf Bauberger senior sein Unternehmen 1974 zusammen mit seiner Frau Barbara gründete. Heute leitet der Bauberger-CEO Marcel Bach das ursprüngliche Familienunternehmen unter dem Mantel der Knecht Holding AG. 40 Angestellte nehmen sich der Herausforderungen im In- und Ausland an. Dabei stehen ihnen über 30 Gabelstapler, acht LKWs mit zehn verschiedenen Anhängern, sieben Service-Vans und über 4000 weitere Betriebsmittel zur Verfügung. Das Tagesgeschäft stellen Umzüge, Auslieferungen oder firmeninterne Verschiebungen von einzelnen Maschinen, Anlagenteilen oder Fabrikhallen dar, mehrheitlich aus der Maschinen-, Lebensmittel- und Pharma­industrie. Dabei gehören je nach Auftrag die Demon­tage der Objekte am alten Standort, die Verschiebung und der Transport an den neuen Standort sowie der Wiederaufbau an der Destination zum Leistungsumfang.

Massgeschneiderter Service

Als Generalunternehmen für Industrieumzüge und Maschinenmontagen werden neben den Routineservices wie Transport, Verschiebung, Montage und Instandhaltung zusätzlich auch massgeschneiderte Services wie Verzollung, Security-Checks, Entsorgungen, Instandhaltung, Lagerung et cetera angeboten. Der Auftrag im Sommer an der Hochschule Rapperswil, der Umzug von über 60 Werkzeugmaschinen vom ersten Obergeschoss des Laborgebäudes in einen Neubau, gehörte dabei schon fast zur täglichen Routine für das Team der Bauberger AG, auch wenn es einige Schlüsselstellen zu bewältigen gab und der Zeitplan in den Semesterferien keine Verzögerungen erlaubte.

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Das neue Semester ist mittlerweile wieder gestartet, und die Hochschule heisst seit September nicht mehr Hochschule Rapperswil (HSR), sondern gehört nun zusammen mit der FHS St. Gallen und NTB Buchs offiziell zur neuen Ostschweizer Fachhochschule «OST». Vor dieser Umbenennung war dank Bauberger ein grosser Bereich der technischen Forschungsinstitute im Sommer in den Neubau an der Eichwiesstrasse 18 umgezogen. Während dreier Wochen wurden zig verschiedene Werkzeugmaschinen, Spritzgussmaschinen, Pressen und Anlagen sowie 250 Paletten mit Zubehör an den neuen Standort verschoben. Dank minutiöser Planung im Vorfeld mit allen beteiligten Instituten und Mitarbeitern, der sehr guten Vorbereitungsarbeiten und engen Zusammenarbeit während des Umzugs konnte der ambitiöse Terminplan eingehalten werden.

Mobile Arbeitsplattform auf vier Hubsäulen

Die Ausbringung der Maschinen im Campus erfolgte mehrheitlich aus dem ersten Obergeschoss des Laborgebäudes. Dazu wurde eine mittelgrosse mobile Arbeitsplattform (Barelle) auf vier Hubsäulen aufgebaut, die Lasten von maximal 20 Tonnen aufnehmen kann. Die bis zu zehn Tonnen schweren Maschinen wurden durch das Bauberger-Team aus dem ersten Obergeschoss durch eine Öffnung in der Fassade auf die Plattform herausgeschoben und dort mit dem mobilen Kranfahrzeug für den Transport an die neue Adresse verladen. Dabei kam der neue, erst im Frühjahr in Betrieb genommene Scania-Kran zum Einsatz. Dank seines kompakten, aber leistungsstarken Heckkrans und der Möglichkeit, bis zu einem Gesamtgewicht von 44 Tonnen betrieben zu werden, war dieser Einsatz für ihn ein Kinderspiel. Vollluftfederung und ein tiefes Fahrgestell sorgten für genügend Platz, um die bis zu knapp drei Meter hohen Maschinen zu transportieren. Zusätzlich schützt der geschlossene Fahrzeugbau auch besonders empfindliches Transportgut.

Nicht nur direkt vor der Öffnung in der Fassade, auch der sonstige Platz vor dem Gebäude auf dem Campus war für den Verlad äusserst knapp. Ein zwischenzeitlich temporär errichtetes Zelt im Freien diente als Pufferplatz und Materiallager für Paletten, Werkzeuge und Zubehör. Ein solches mobiles Logistiklager hilft den Teams vor Ort, auch für Unvorhergesehenes schnell die richtigen Werkzeuge und Lösungen am Einsatzort bereit zu haben und die Transporte möglichst effizient zu beladen.

Positioniert, vorausgerichtet und bereit für die Inbetriebnahme

Nach dem Transport an den Bestimmungsort wurden die Maschinen und Paletten mit Zubehör wieder in den Neubau eingebracht. Dies erfolgte wieder mit der mobilen Krananlage, unter anderem via Bodenöffnung ins Untergeschoss. Auch hier kamen wieder unterschiedliche Hilfsmittel zum Einsatz, zum Beispiel die drei Gabelstapler zwischen 1,5 und 5 Tonnen. Die Maschinen wurden gemäss Layout direkt positioniert, auf Maschinenunterlagen abgesenkt und vorausgerichtet. Nicht nur bei der Einbringung ist die enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Auftraggeber vor Ort enorm wichtig. Denn so können zum Beispiel die Maschinen nach der Platzierung umgehend wieder angeschlossen und in Betrieb genommen werden, um die Unterbrechungszeit zu minimieren. Die Übergabe erfolgt Hand in Hand mit den Teams vor Ort.

Chris Wiederkehr; Stv. Leiter Gebäudemanagement und Umzugsverantwortlicher innerhalb der HSR/OST, gibt sich nach dem erfolgten Umzug zufrieden: «Die Planung und Organisation mit Bauberger hat tadellos funktioniert. Spezialitäten wurden im Vorfeld begutachtet, sodass unangenehme Überraschungen während des Umzugs ausblieben. Dieser konnte so plangemäss gestartet sowie erfolgreich und wie terminiert beendet werden. Speziell möchten wir an dieser Stelle die hohe Flexibilität des Umzugsteams erwähnen. Jederzeit freundlich, hilfsbereit und aufgestellt. Die Professionalität widerspiegelte sich über die gesamte Umzugsphase. Koordination und Ausführung verliefen sauber, einwandfrei und zu unserer vollsten Zufriedenheit.» SMM

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