Rapid.Tech 2016 Neueste Erkenntnisse für zukünftige Innovationen

Redakteur: Luca Meister

In der additiven Fertigung steckt Optimierungspotenzial, von der Entwicklung/Konstruktion über Prozesse und Materialien bis zur Nachbehandlung der Bauteile. Die Rapid.Tech befasst sich u. a. mit den neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Wissenschaft, der Basis von Weiterentwicklungen.

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(Bild: Messe Erfurt)

Additive Manufacturing (AM) zählt branchenübergreifend zu den Schlüsseltechnologien für eine effizientere und flexiblere Produktion. «Um das Potenzial dieser Technologien voll auszuschöpfen, ist die Weiterentwicklung bestehender Lösungen entlang der gesamten Prozesskette erforderlich», beschreibt Professor Gerd Witt, Institutsleitung des Lehrstuhls Fertigungstechnik an der Universität Duisburg-Essen, den Handlungsbedarf. Das Fachbeiratsmitglied der Rapid.Tech, Fachmesse und Konferenz für die additive Fertigung, ist Programmverantwortlicher des Fachforums «Wissenschaft» der Rapid.Tech. Dieser Kongressbereich ist die Plattform für Wissenschaftler, um neueste Forschungs- und Projektergebnisse vorzustellen. Auf dem Programm des zweitägigen Forums stehen insgesamt 14 Referate, die «peer-reviewed» sind und wie alle Vorträge des Kongresses simultan (Deutsch-Englisch) übersetzt werden.

Dabei geht es unter anderem um die Steigerung der Aufbauraten beim Einsatz des Werkstoffes Ti6Al4V durch High-Power Selective Laser Melting sowie um Strategien zur Erreichung eines konstanten Volumenaufbaus bei der additiven Fertigung mittels Laser-Pulver-Auftragsschweissen. Ein Referat über die Reduktion der Oberflächenrauigkeit additiv gefertigter, metallischer Bauteile mit Hilfe des erweiterten elektrolytischen Glättens steht ebenso auf der Agenda wie über die chemische Oberflächennachbehandlung von aus Ultem 9085 hergestellten Bauteilen. Die maschinenspezifischen Kostentreiber bei der additiven Fertigung mittels Laserstrahlschmelzen werden ebenfalls thematisiert. Mit der Anlagenabhängigkeit von optimalen Prozessparametereinstellungen beim Lasersintern unterschiedlicher Thermoplaste beschäftigt sich ein anderer Vortrag. Ein weiterer beleuchtet die Einflüsse und Massnahmen zur Optimierung der geometrischen Genauigkeit von Lasersinter-Bauteilen.

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Ein Überblick über verschiedene Methoden zur Gasphasenfunktionalisierung partikulärer Ausgangsmaterialien, deren Einsatz bei Polymeren und Metallen sowie die Auswirkungen auf den Fertigungsprozess steht auf dem Programm. Mit dem thermischen und optischen Verhalten von Pulvern, die mit einem Additiv für eine spätere Laserdirektstrukturierung (LDS) funktionalisiert und mittels selektiven Lasersinterns verarbeitet werden, beschäftigt sich der Abschlussvortrag des Forums.

Einen fachlichen Austausch zu speziellen AM-Themen ermöglichen bei der 13. Rapid.Tech neben den etablierten Fachforen «Konstruktion», «Luftfahrt», «Werkzeuge», «Medizintechnik» und «Zahntechnik» sowie der Anwendertagung auch die neuen Kongressbereiche «3D Metal Printing», «additive Lohnfertigung», «Elektronik» und «Automobilindustrie». Die Messeleitung hat das Kongressprogramm erweitert und die Dauer der Veranstaltung auf drei Tage verlängert. Parallel wird zum vierten Mal die 3D-Druck-Messe für semiprofessionelle Anwender und Prosumer «FabCon 3.D» veranstaltet. -mei- SMM

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