EMO 2019

Neuheiten und Trends in der Metallbearbeitung

| Redakteur: Anne Richter

Mehrere Werkzeugmaschinenhersteller werden sich auf der EMO beim Umati-Showcase einbringen, dem seit der EMO 2017 definierten Schnittstellenstandard für Werkzeugmaschinen.
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Mehrere Werkzeugmaschinenhersteller werden sich auf der EMO beim Umati-Showcase einbringen, dem seit der EMO 2017 definierten Schnittstellenstandard für Werkzeugmaschinen. (Bild: VDW/Chiron)

Die EMO 2019, Weltleitmesse der Metallbearbeitung, wird vom 16. bis 21. September Fachwelt und Investoren aus der ganzen Welt anziehen. Themen rund um das Thema Industrie 4.0 und deren Einfluss auf die Industrieproduktion stehen im Fokus.

Vom 16. bis 21. September 2019 wird die 22. EMO wieder Fachbesucher aus aller Welt nach Hannover locken. Einmal mehr findet die Weltleitmesse der Metallbearbeitung in Deutschland, dem drittgrössten Werkzeugmaschinenmarkt weltweit, statt. «Alle wichtigen Hersteller von Produktionstechnik präsentieren sich in Hannover auf der grössten und umfangreichsten Leistungsschau für die Industrieproduktion. Da will keiner fehlen», sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim EMO-Organisator VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. Bis Anfang Mai hatten sich 2030 Aussteller aus 47 Ländern angemeldet. Mit dabei sind Marktführer in allen Technologiebereichen. Aus der Schweiz sind es knapp über 100 Unternehmen. Mit dabei sind unter anderen Agathon AG, Fritz Studer AG, GF Machining Solutions International SA und Starrag AG.

Die Zukunft der Produktion mit Technik aus der Schweiz

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27.09.17 - Die EMO ist der Taktgeber für die Zukunft der Produktion. Viele Schweizer Aussteller haben in Hannover ihre Antworten, Lösungen und Neuheiten für die spanende Fertigung vorgestellt. SMM hat einige von ihnen besucht. lesen

Die EMO Hannover ist tatsächlich die einzige wirklich internationale Plattform für die Metallbearbeitung, denn neben den Herstellern kommen zur EMO Hannover auch die Fachbesucher aus aller Welt. 2017 waren es fast die Hälfte der rund 130 000 Messegäste, die von ausserhalb Deutschlands nach Hannover reisten, aus rund 160 Ländern. Bei den Ausstellern waren es damals 64 Prozent. «Unbestritten ist die EMO Hannover die Innovationsplattform für Maschinen, Lösungen und Dienstleistungen in der Metallbearbeitung», unterstreicht Schäfer. 2017 brachten nach eigenen Angaben 72 Prozent der Aussteller Neuerungen mit nach Hannover, die sie eigens für die EMO entwickelt hatten. Das gebe es auf keiner anderen Messe, so Schäfer.

Mehr Geschäft, mehr Internationalität & mehr Innovationen

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23.10.17 - Garant für gute Geschäfte, Schaufenster für den internationalen Markt, Taktgeber für die Zukunft der Produktion – so beschreiben die Aussteller die EMO Hannover 2017. Nach sechs turbulenten Messetagen verabschiedet sich die Messe von Hannover. lesen

EMO Hannover zeigt smarte Technologien für die intelligente Fabrik

Unter dem Motto «Smart technologies driving tomorrow’s production!» adressiert die EMO Hannover eine der grössten Herausforderungen für die Industrie. «Entscheidend für die intelligente Fabrik ist die übergreifende Vernetzung von Menschen, Anlagen und Geschäftsprozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette», beschreibt sie Schäfer vom VDW. Die Vernetzung in der Industrie komme deutlich schneller in Fahrt, weil höhere Prozessorleistung verfügbar sei und die Verarbeitung grosser Datenmengen erst möglich mache. Bis 2020 sollen nach Schätzungen des internationalen Marktforschungsinstituts International Data Corporation weltweit 30 Milliarden Endpunkte in der Wirtschaft und im privaten Bereich vernetzt werden können.

Optimismus für die EMO

Optimismus für die EMO

24.11.09 - Die EMO Milano 2009 gibt sich von der Krise unbeeindruckt: 1250 Unternehmen haben sich angemeldet auf 100000 m². Vom 5. bis 10. Oktober findet die Weltleitmesse für Werkzeugmaschinen in Mailand statt, erstmals auf dem neuen Messegelände vor den Toren der lombardischen Hauptstadt. lesen

Smarte Technologien sind der Schlüssel für höhere Produktivität, bessere Qualität und mehr Flexibilität. Das sind die klassischen Ziele, um die sich Neu- und Weiterentwicklungen in der Produktionstechnik drehen. Digitalisierung und intelligente Vernetzung der Fabrik ermöglichen zusätzlich neue Funktionen wie Process Monitoring oder Predictive Maintenance, die mit lernenden Maschinen auf der Basis von Smart Data und Datenanalyse einen Schritt weitergehen. Sie schaffen die Grundlage für neue Geschäftsmodelle, z.B. der Plattformökonomie, damit Kunden und Anbieter die nächste Stufe der Effizienz erreichen können. Fast jeder EMO-Aussteller beschäftigt sich prinzipiell mit kreativen neuen Lösungen. Neue Konzepte zu Industrie 4.0 entstehen in allen Bereichen, bei Maschinen, Komponenten, Steuerungen, Messsystemen und beim Materialfluss. «Wir sind überzeugt davon, dass die EMO Hannover 2019 ein Hotspot für neue Angebote und Lösungen rund um die smarte Fabrik sein wird», sagt Schäfer.

IoT in der Produktion – ein Schwerpunkt der EMO Hannover 2019

Um alle Facetten von Industrie 4.0 gebündelt herauszustellen, wird IoT auf der EMO Hannover in verschiedenen Themenkonstellationen gebündelt:

  • Eigener Ausstellungsbereich IoT in der Produktion: Er ist für Einzelaussteller im Umfeld der Steuerungstechnik, Software und Automatisierungstechnik reserviert. Bereits 2017 haben klassische Steuerungsanbieter wie Beckhoff, Bosch, Fanuc, Heidenhain oder Siemens, aber auch Maschinenbaukonsortien wie Adamos oder Axoom, ihre IT-Plattformen auf der EMO Hannover präsentiert. «Wir wissen, dass dieser Ausstellungsbereich auch für IT-Anbieter wie IBM, HP, GE, SAP, Microsoft Oracle, die Telekom u.a. ein hoch interessantes Umfeld bietet, wenn sie ihr Geschäft mit den Herstellern von Produktionstechnik ankurbeln wollen», sagt Schäfer. Das gelinge auf einer EMO Hannover umso besser, weil dort alle Entscheider aus der Produktionstechnik über die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung über Produktion und Qualitätsmanagement bis hin zur Logistik vertreten sind. «Produktionsplaner investieren heute nicht nur in Maschinen, sondern wollen ganzheitliche Lösungen sehen, und das bietet keine andere Messe so konzentriert wie die EMO Hannover», resümiert Schäfer.
  • Sonderschau industrie 4.0 area – smart solutions for your business: Im Rahmen der industrie 4.0 area präsentieren innovative Unternehmen und renommierte Forschungseinrichtungen intelligente Lösungen für erfolgreiche Geschäfte ihrer Kunden. Das können intelligente Komponenten für die Prozessüberwachung oder Bedienerunterstützung sein, Lösungen, die den reibungslosen Datenfluss bei maximaler Datensicherheit gewährleisten, u.v.m. Ergänzt wird die Sonderschau mit Vertretern aus der Forschung, um auch den Stand der aktuellen wissenschaftlichen Entwicklung widerzugeben. Zusätzlich bietet ein Fachforum die Möglichkeit, realisierte Angebote, aber auch Zukunftsvisionen, mit einem breiten Fachpublikum zu diskutieren. Die Sonderschau entwickelt der VDW gemeinsam mit der Konradin Mediengruppe.
  • Ländergemeinschaftsstände: Zusätzlich wird es in diesem Umfeld auch Ländergemeinschaftsstände geben. Bisher haben sich China, Taiwan und die Schweiz angemeldet. Mit Frankreich und Japan ist der VDW noch im Gespräch. Sie alle haben eigene nationale Initiativen zu Industrie 4.0 oder IoT und sind sehr herzlich eingeladen, diese auf der EMO Hannover 2019 vorzustellen.
  • Trendforum zu Industrie 4.0 Darüber hinaus kooperiert der VDW mit dem Fachverband Software im VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau), der Spitzenorganisation des Maschinen- und Anlagenbaus, zweitgrösste Abnehmerbranche von Werkzeugmaschinen. Er wird über die gesamte EMO-Laufzeit ein hochkarätig besetztes Forum zu den Trends bei Industrie 4.0 und Machine Learning mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen organisieren. Geplant ist ausserdem, einen Fokus auf die Zukunft der Arbeit zu legen.
  • Umati – eine gemeinsame Sprache für Industrie 4.0: Zur EMO Hannover 2019 schliesslich wird der Schnittstellenstandard für Werkzeugmaschinen auf der Basis von OPC UA mit allen Funktionalitäten vorgestellt. Er gewährleistet eine neutrale, offene Anbindung von Maschinen an übergeordnete IT-Systeme. Dies ist Voraussetzung für den Erfolg von Industrie 4.0. Erst dann können Daten aus den Maschinen verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Steuerungen in ERP- und MES-Systeme oder in die Cloud transferiert werden. Dort werden sie weiterbearbeitet bzw. ausgewertet und bilden damit die Grundlage für neue Services und Funktionen. Diese Konnektivität ist der Schlüssel zu allen Mehrwerten und Geschäftsmodellen, die sich die Wirtschaft durch Industrie 4.0 erhofft. Besonders kleinere Mittelständler brauchen die Möglichkeit, ihre Maschinen einfach anbinden zu können, um an den neuen Entwicklungen im IoT-Umfeld teilzuhaben und sich dennoch auf ihr jeweiliges Kern-Know-how konzentrieren zu können. Deshalb hat der VDW gemeinsam mit acht namhaften deutschen Werkzeugmaschinenherstellern und allen wichtigen Steuerungsanbietern vor mehr als einem Jahr die Schnittstelle Umati auf den Weg gebracht. Sie steht für universal machine tool interace. Bis heute wurden über 20 Anwendungsfälle definiert, beispielsweise der Schnellüberblick über die Produktion, Programmfortschritt und Maschinenstatus im Überblick, Handling eines Fertigungsauftrags, Erstellung von Fehlerstatistiken oder Betriebszustand in einer Zeitstrahldarstellung. Sie werden von über 100 relevanten Parametern beschrieben, z.B. Maschinen läuft ja/nein. Ende 2018 wurde eine Joint working group bei OPC UA eingerichtet. Seither kann sich die internationale Werkzeugmaschinengemeinde an der Revision und Verbreitung des Standards beteiligen. Ziel ist es, auf der EMO Hannover 2019 eine vollständige Implementierung der Spezifikation – in dem Umfang, in dem sie bis dahin verfügbar ist – mit einer grossen Zahl an Partnern vorzustellen. «Der VDW geht davon aus, dass auch erste Produkte angeboten werden, in dem vorkonfigurierte OPC-UA-Server gemäss der Spezifikation direkt in die jeweiligen Steuerungen integriert sind», erläutert Schäfer.

EMO Hannover bündelt Themen rund um die Zukunft der Industrieproduktion

Die EMO Hannover 2019 spannt den Bogen über alle Herausforderungen für die Produktion von der Maschinentechnik über IT-Lösungen bis hin zur veränderten Arbeitswelt. Sie zeigt, um wieviel produktiver, effizienter und flexibler die nächsten Maschinengenerationen ausfallen. Mit vielen Rahmenveranstaltungen präsentiert sie, wie sich die Vernetzung in der Produktion zunehmend in alle Bereiche verbreitet. Auftragsbearbeitung, Produktionsvorbereitung und -planung, Fertigung und Logistik werden sich verändern. Es entstehen neue Funktionen und Dienstleistungen. Schliesslich müssen die Menschen in der Industrie für diese Aufgaben qualifiziert werden. «Zu allen Themen hat die EMO Hannover 2019 etwas zu bieten. Mit vielen Rahmenveranstaltungen und Sonderschauen ergänzen die EMO-Macher das Angebot der Aussteller. Die EMO wird damit einmal mehr zum Mekka für die internationale Produktionstechnik und weist die Richtung für die Entwicklung in den kommenden Jahren», sagt Schäfer vom VDW abschliessend. -ari- SMM

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