Advertorial- Im Interview: LASER World of PHOTONICS Projektleiterin Katja Stolle

„Ob Elektrofahrzeuge, nanostrukturierte Wafer oder Additive Manufacturing: Photonik ist der Schlüssel!“

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Von 24. bis 27. Juni 2019 ist München wieder weltweiter Branchentreffpunkt für Laser und Photonik.
Von 24. bis 27. Juni 2019 ist München wieder weltweiter Branchentreffpunkt für Laser und Photonik. (Bild: Messe München GmbH / Plettenberg)

Nach dem Aussteller- und Besucherrekord von 2017 stellt Katja Stolle, Projektleiterin der LASER World of PHOTONICS, auch für 2019 spannende Themen in Aussicht. Über 1.300 Aussteller aus rund 45 Ländern haben sich angekündigt. Parallel erwartet die Besucher vom 23. bis 27. Juni ein zukunftsweisender Kongress mit sieben Teilkonferenzen und über 5.000 Experten aus aller Welt. Ein Event der Superlative, das tiefe Einblicke in die Zukunft der Photonik geben wird.

Frau Stolle, die Vorbereitungen für die Messe und den Kongress laufen bestimmt auf Hochtouren. Was ist der aktuelle Stand?

Katja Stolle: Wir erwarten über 1.300 Aussteller aus rund 45 Ländern. Davon stellen gut 350 Unternehmen im Schwerpunktbereich Laser und Lasersysteme für die Fertigung aus. Eng damit verbunden ist der stark wachsende Ausstellungsbereich Imaging und Sensorik. Hier merkt man: Industrie-4.0-Prozesse sind keine Vision mehr. Die Umsetzung läuft in vielen Branchen auf Hochtouren.

Autonomes Fahren und E-Mobilität wären ohne moderne Lasertechnologie undenkbar.
Autonomes Fahren und E-Mobilität wären ohne moderne Lasertechnologie undenkbar. (Bild: Messe München GmbH)

Als Weltleitmesse der Photonik spiegelt die LASER World of PHOTONICS das aktuelle Branchengeschehen. Welche Themen stehen im Fokus?

Stolle: Starke Impulse kommen aus der Automobilindustrie. Sowohl die Elektromobilität als auch das Autonome Fahren sind nur mit Photonik machbar. Das gilt für die Kamera-, LIDAR- und Radarsysteme ebenso wie für zahlreiche fahrzeuginterne Sensoren oder die Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme. Teils basiert ihre Funktion direkt auf optischen Technologien, oder die Photonik ist für ihre Fertigung unverzichtbar. Das gilt auch für Hochvoltbatterien, Elektromotoren, Leistungselektroniken oder den Leichtbau. All diese Bereiche haben Überschneidungen zum Wachstumsfeld Imaging und Sensorik.

Bildgebung im Fokus: Imaging und Sensorik wächst als Ausstellungsbereich und der World of Photonics Congress bietet die neue OSA Konferenz „Imaging and Applied Optics“.
Bildgebung im Fokus: Imaging und Sensorik wächst als Ausstellungsbereich und der World of Photonics Congress bietet die neue OSA Konferenz „Imaging and Applied Optics“. (Bild: Messe München GmbH)

Greift der World of Photonics Congress diese industrierelevanten Themen auf?

Stolle: Vier der sieben Einzelkonferenzen des World of Photonics Congress 2019 greifen Industrieanwendungen auf. So schlägt die WLT-Konferenz „Lasers in Manufacturing“ den Bogen vom Additive Manufacturing zu laserbasierten Füge-, Schneide- und Oberflächenverfahren sowie zur Vernetzung und Simulation. Immer mehr Relevanz bekommen auch Mixed-Reality-Anwendungen, mit denen sich die SPIE auf der Konferenz „Digital Optical Technologies“ befasst. Unternehmen setzen in der Entwicklung, Fertigung, Ausbildung und im Service Augmented sowie Virtual Reality ein. Photonik ist auch hierfür eine Schlüsseltechnologie. Dasselbe gilt für die Inspektion und Messtechnik, die auf der neuen OSA Konferenz „Imaging and Applied Optics“ und der SPIE Konferenz „Optical Metrology“ im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich richten wir auf der Messe anwendungsnahe Application Panels aus.

Worum geht es da?

Katja Stolle, Projektleiterin der LASER World of PHOTONICS, stellt auch für 2019 spannende Themen in Aussicht.
Katja Stolle, Projektleiterin der LASER World of PHOTONICS, stellt auch für 2019 spannende Themen in Aussicht. (Bild: Messe München GmbH)

Stolle: Um wichtige Zukunftsmärkte unserer Branche. Das Application Panel „Keine Elektromobilität ohne Laser-Technologie“ (25. Juni 2019, 15:00 - 17:20 Uhr) beschäftigt sich mit der Rolle von Lasern in der Fertigung von Hochvoltbatterien, Elektromotoren und Leistungselektroniken. Ein weiteres Panel (26. Juni, 10:00 - 12:20 Uhr) hat die „Smarte Produktion von metallischen Bauteilen durch Additive Manufacturing“ zum Thema. Wir freuen uns auch auf die Expertenrunde zur Photonik 4.0, die der Verband SPECTARIS initiiert (27. Juni 2019, 10:00 - 12:20 Uhr im Photonics Forum/Halle A3). Das wird interessant, weil 4.0-Prozessketten das geballte technologische Potenzial der Photonik abrufen – und damit vielfältige Chancen für unsere Branche eröffnen.

Welche Highlights können wir von den Ausstellern erwarten?

Stolle: Vielversprechend sind die jüngste Entwicklungen in der Halbleiterfertigung: Chiphersteller bringen jetzt 100 Millionen Transistoren auf einem Quadratmillimeter Chipfläche unter. Das ist nur dank Extreme-Ultraviolett (EUV)-Laser möglich. Highlights wird auch die kürzlich mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnete Ultrakurzpuls-(UKP)-Laser-Technologie setzen. Übrigens wird es auch hier ein Application Panel geben: „Chancen und Perspektiven der industriellen Anwendung für Ultrakurzpulslaser“ (24. Juni 2019, 15:00 - 17:20 Uhr).

Start-Ups, Studenten und Jungingenieure bietet die LASER World of PHOTONICS eine Plattform, auf der sie ihre Expertise im Bereich Photonik beweisen können.
Start-Ups, Studenten und Jungingenieure bietet die LASER World of PHOTONICS eine Plattform, auf der sie ihre Expertise im Bereich Photonik beweisen können. (Bild: Messe München GmbH)

Gibt es auch spezifische Angebote für Start-Ups und andere Innovatoren?

Stolle: Mit ihrer Wachstumsdynamik bietet die Photonik ein hervorragendes Umfeld für Gründer. Der Markt hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt und soll laut Prognosen um sechs bis neun Prozent jährlich weiterwachsen. Viele Unternehmen sind kaum 20 Jahre im Markt, erzielen aber bereits zwei- oder dreistellige Millionenumsätze. Hier sind wir als Weltleitmesse die ideale Plattform, um Industriekontakte zu knüpfen. Auch Jungingenieuren sowie Studierenden bieten wir eine Plattform: den Makeathon. Und obendrein werden im Juni gleich zwei Awards vergeben. Erstmals findet der Innovation Award für die besten Produktpremieren der Aussteller statt. Und unser Start-Up Award geht in die dritte Runde. Beide Awards sind mit je 5.000 Euro dotiert und werden in Kooperation mit dem britischen Verlagshaus Europa Science vergeben.

Letzte Frage. Experten prophezeien der Quantentechnologie eine goldene Zukunft. Werden Messe und Kongress dieses Thema aufgreifen?

Stolle: Die Quantentechnologie ist auch dieses Mal wieder stark vertreten. Die „Vision Quantenoptik“ nimmt erstaunlich schnell konkrete Formen an. Unter anderem gewährt Prof. Anton Zeilinger in einer Keynote Einblicke in die Arbeit seiner Gruppe am Wiener Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Daneben gibt es auf der European Quantum Electronics Conference weitere Vorträge zum Thema. Und auch in den Messehallen wird Quantentechnologie eine wichtige Rolle spielen. Viele Aussteller befassen sich konkret damit. Im Rahmen unserer Application Panels wird ein Doppel-Panel die optische Quantentechnologie auf Anwendungen in Sensorik und Simulation sowie im Bereich Imaging und Kommunikation herunterbrechen. Der thematische Bogen reicht also von der Grundlagenforschung bis zur anwendungsnahen Applikation. Ich bin sicher: Die Photonik wird uns auch in diesem Fall den Weg in die Zukunft bahnen. Wer sich ein genaueres Bild dieser Zukunft machen möchte, sollte vom 24. bis 27. Juni 2019 einen Messebesuch in München einplanen.

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