Konzernlagebericht 2025 Neues Kapitel bei Oerlikon

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Nach der erfolgreichen Veräusserung ihrer Tochtergesellschaft Barmag am 2. Februar 2026 hat sich Oerlikon in den vergangenen zehn Jahren von einem Industriekonglomerat zu einem führenden Anbieter von Oberflächentechnologien entwickelt.

Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon: «Mit dem Verkaufsabschluss von Barmag haben wir die Transformation von Oerlikon zu einem Pureplay-Unternehmen und global führenden Anbieter von Oberflächentechnologien und Advanced Materials abgeschlossen.»(Bild:  Oerlikon)
Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon: «Mit dem Verkaufsabschluss von Barmag haben wir die Transformation von Oerlikon zu einem Pureplay-Unternehmen und global führenden Anbieter von Oberflächentechnologien und Advanced Materials abgeschlossen.»
(Bild: Oerlikon)

Das Unternehmen verfügt über ein umfassendes Technologieportfolio in der Branche sowie über ein vollständig integriertes Geschäftsmodell mit Materialien und Beschichtungen, Anlagen und Servicezentren in 38 Ländern. Diese einzigartige Aufstellung nutzt Oerlikon, um ihre Lösungen in neue Industrien auszuweiten und geografisch weiter zu expandieren, insbesondere in Asien und den Americas.

Die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf werden zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten, für allgemeine Unternehmenszwecke sowie zur Ausschüttung an die Aktionäre verwendet. Dadurch wird die Bilanz gestärkt und die finanzielle Verschuldung reduziert.

Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, kommentierte dies wie folgt: «Mit dem Verkaufsabschluss von Barmag haben wir die Transformation von Oerlikon zu einem Pureplay-Unternehmen und global führenden Anbieter von Oberflächentechnologien und Advanced Materials abgeschlossen. Im Jahr 2025 haben wir auch in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld diszipliniert agiert und unseren Fokus auf Innovation, Preisgestaltung und die weitere Optimierung unserer strukturellen Kostenbasis gelegt. Die positive Entwicklung des Bestellungseingang unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres diversifizierten Portfolios. Damit schafft Oerlikon die Voraussetzungen, um mit der Erholung unserer Endmärkte weiter an Stärke zu gewinnen.»

Starker Bestellungseingang

Oerlikon steigerte den Bestellungseingang 2025 bei konstanten Wechselkursen um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellte damit trotz des anspruchsvollen Marktumfelds seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis. Der organische Umsatz blieb bei konstanten Wechselkursen mit -0,3 Prozent praktisch unverändert, wobei die Bereiche Luftfahrt und Energiewirtschaft die Schwäche in den Bereichen Automobilbau, Werkzeugindustrie, allgemeine Industrie und Luxusgüter ausglichen. Die Strategie zur Diversifizierung der Oberflächenbehandlungstechnologien, Endmärkte und Regionen stärke weiterhin die Widerstandsfähigkeit der Gruppe in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld, insbesondere in Europa, sowie angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und Handelsspannungen.

Dank ihrer einzigartigen geografischen Präsenz und ihres lokal ausgerichteten Geschäftsmodells («local-for-local») könne Oerlikon ihre Kunden trotz veränderter Handelsbedingungen und geopolitischer Spannungen optimal bedienen. Dies war in diesem Jahr insbesondere für die Luftfahrt und Industriegasturbinen von Bedeutung.

Das operative EBITDA betrug CHF 271 Mio. (2024: CHF 304 Mio.) bzw. 17,3 Prozent des Umsatzes (2024: 18,5 Prozent). Die Marge wurde durch negative Mixeffekte belastet, vor allem durch einen tieferen Serviceanteil und nachteilige Wechselkurseffekte infolge des starken Schweizer Frankens.

Oerlikon erzielte ein Nettoergebnis von CHF -14 Mio. (aus fortgeführten Tätigkeiten: CHF -51 Mio.), was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang entspricht, bedingt durch einmalige Aufwendungen, die vor allem die Bereiche Automobilbau (verbrennungsmotorbezogene Aktivitäten) und Luxusgüter betrafen.

Das im Jahr 2025 ausgewiesene Nettoergebnis enthält keinen finanziellen Effekt aus der Veräusserung von Barmag, die am 2. Februar 2026 abgeschlossen wurde. Sie führte zu einem Nettobuchgewinn von CHF 287 Mio., der 2026 unter dem Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erfasst wird.

Im Jahr 2025 verbesserte Oerlikon ihre strukturelle Kostenbasis und trieb ihre Effizienzpläne weiter voran, um die Funktionen der Konzernzentrale und der ehemaligen Division Surface Solutions im Einklang mit der Pureplay-Ausrichtung zusammenzuführen. Zusammen mit strukturellen Kostensenkungsmassnahmen sollen diese Restrukturierungen die Kostenstruktur weiter verbessern und eine nachhaltigere Margenausweitung ermöglichen, sobald sich die Märkte erholen.

Ausblick für 2026

Für 2026 erwartet Oerlikon, dass geopolitische Unsicherheiten und ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld die globale Wirtschaft weiterhin belasten werden, wobei das Unternehmen von der Widerstandsfähigkeit ihres diversifizierten Geschäftsmodells profitiert. Das Unternehmen rechnet bei konstanten Wechselkursen mit einem organischen Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Innovation, Preisgestaltung und Effizienz dürften die Marge unterstützen. Infolgedessen erwartet Oerlikon eine operative EBITDA-Marge von rund 17,5 Prozent.

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