Logistik 4.0 Optimierte Lagerlogistik dank Datenanalyse

Autor / Redakteur: Dr. Rodolphe Dewarrat, Jeannine Hefti, IMSD GmbH / Sergio Caré

Ersatzteillogistik gilt seit jeher als Königsdisziplin der Logistik und ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb. Die Bühler AG aus Uzwil in der Schweiz hat einen Weg gefunden, durch Datenanalyse unter anderem die Verfügbarkeit im Lager bis zu 50 Prozent zu erhöhen.

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Um stets den Überblick über die Daten zu behalten beauftragt der Mschinenhersteller Bühler AG Experten zur Datenanalyse. Die Datenwissenschaftler der Firma IMSD GmbH unterstützen den Mschinenhersteler seit 2012 bei der Optimierung der Ersatzteillagerbestände.
Um stets den Überblick über die Daten zu behalten beauftragt der Mschinenhersteller Bühler AG Experten zur Datenanalyse. Die Datenwissenschaftler der Firma IMSD GmbH unterstützen den Mschinenhersteler seit 2012 bei der Optimierung der Ersatzteillagerbestände.
(Bild: IMSD / Bühler)

Bei international tätigen Konzernen wie der Bühler AG erreicht die Zahl der Artikel und Auslieferungspartner schnell schwindelerregende Dimensionen. Ihre Maschinen sind weltweit im Einsatz, manche schon seit Jahren. Jedes Quartal versendet das Uzwiler Unternehmen mehr als 200 000 Ersatzteile weltweit, entweder aus der Schweiz oder von einem der globalen Hubs.

Unternehmen, die mehr als ein oder zwei Auslieferungslager betreiben, wissen nur zu gut, dass die optimale Lagerbewirtschaftung keine einfache Angelegenheit ist. In einer ausgeklügelten Ersatzteillogistik steckt grosses Potenzial zur Steigerung der Kundenzufriedenheit. Eine hohe Verfügbarkeit gehört zu den Grundvoraussetzungen, um die Auslastungsziele der Produktion zu erreichen. Somit ist die reibungslose und rasche Versorgung der Kunden mit kritischen Ersatzteilen ein wichtiges Geschäft – auch für Bühler. Dafür ist ein kompetentes, differenziertes Logistik- und Auslieferungsmanagement unerlässlich.

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Von welchem Ersatzteil wie viele Stücke in einer Filiale in Südamerika gelagert werden sollen, hängt massgeblich von zwei Aspekten ab. Einerseits von der installierten Basis, andererseits aber von einer präzise durchgeführten Analyse der versendeten Teile pro Filiale in den letzten drei bis vier Jahren. Dafür sind Daten nötig – viele Daten. Die tägliche Erfassung von unzähligen Bestellungen produziert ein Datenvolumen, welches von Hand nicht mehr bewältigt werden kann. Die Herausforderung, den Überblick zu behalten, führt schnell zu einem Big-Data-Projekt. Die heterogenen Daten können nicht direkt aus der Produktionsdatenbank per Knopfdruck zu einer Übersicht verarbeitet werden. Darum erstellt Bühler regelmässig Datenextrakte ihrer Bestellungen, aber auch der Offerten, der Produktpreise und der Währungsvariationen, um sie in einem späteren Schritt bündeln und vergleichen zu können.

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