Mechatronischer Ansatz für die Automatisierung

Pilz Industrieelektronik: Am Anfang steht die Funktion

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Modularität ist Basis für mechatronisches Arbeiten

Im Automatisierungssystem PSS 4000 steht für die Software-Editoren die Pilz Automation Suite PAS4000 zur Verfügung. Bei diesem Werkzeug ist Modularisierung zentraler Aspekt: Aus Basisfunktionen entstehen Elemente, aus Elementen entstehen Module und aus Modulen entstehen Maschinen und Anlagen – ganz einfach durch hierarchische Schachtelung der Bausteine. Basisfunktionen, Elemente und Module bilden das Rückgrat der Softwareerstellung und lassen sich als sogenannte Softwarekomponenten dank Kapselung und Objektorientierung optimal wieder verwenden.

Pilz unterstützt diese Vorgehensweise zusätzlich durch die Bereitstellung von Softwarebibliotheken, die die gängigsten Basisfunktionen, Elemente und Module enthalten. Die Auswahl fertiger Komponenten aus Bibliotheken ist an sich nichts Neues. Das Besondere bei PAS4000 ist, dass diese Komponenten mit Eigenschaften (Properties) versehen worden sind. Mit diesen lassen sich auf einfache Weise die gewünschten Funktionen parametrieren. Das bringt insbesondere Vorteile für eine Standardisierung von Funktionen mit sich: Bisher stand der Anwender vor der Frage, wie viele Funktionen er in einen Baustein packen kann, ohne die Übersichtlichkeit zu gefährden. In der Praxis führte dies entweder zu einer Unmenge an Bausteinen oder zu wenigen Bausteinen mit einer Vielzahl an Parametern. Anders bei PAS4000. Hier erstellt der Anwender seine bevorzugte Komponente und schafft für deren Anwendung eine Benutzerebene, über die er die verschiedenen Funktionen auswählt. Dabei wird dann nur die Funktion als Parameter sichtbar, die Komponente selbst verbirgt jegliche Komplexität und bleibt für den Anwender einfach in der Handhabung.

Paralleles Engineering

Die Verwendung von Komponenten hat noch einen weiteren Vorteil: Programmierung und Hardware-Konstruktion lassen sich entkoppeln und können parallel, und nicht wie bisher sequentiell, ablaufen. Gängige Praxis ist, dass mit der Software-Entwicklung erst begonnen wird, wenn feststeht, wie eine Maschine aussehen soll und erste elektrische Schaltpläne vorhanden sind. Wird mechatronisch gedacht und konzipiert, lassen sich die Prozesse entkoppeln und parallelisieren. Denn sobald die Funktionen einer Maschine durch die Bildung von Komponenten in Bibliotheken standardisiert sind, genügen erste Informationen über die zu erstellende Maschine, um letztlich die Gesamtstruktur aufbauen zu können. Die detaillierte Funktion einer Komponente kann später über die individuellen Eigenschaften – die Properties – festgelegt werden. Auf Basis der initialen Projektachhinein über die Properties festgelegt werden.

(ID:43672317)