Im Einsatz bei den Pilatus Flugzeugwerken

Präzises und müheloses Handling von Werkstücken

| Redakteur: Silvano Böni

Das neue Kransystem von GIS vereinfacht und erleichtert die interne Logistik bei Pilatus enorm.
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Das neue Kransystem von GIS vereinfacht und erleichtert die interne Logistik bei Pilatus enorm. (Bild: GIS)

Ein neues Kransystem vereinfacht die interne Logistik bei Pilatus. Das System, bestehend aus einem Elektrokettenzug und einem kompakten Vakuumheber von GIS, ermöglicht ein effizientes und müheloses Handling der Werkstücke vom Lager in die Beladestationen.

Zurzeit hört man von der Pilatus Flugzeugwerke AG in den Medien vor allem im Zusammenhang mit der sehr erfolgreichen Einführung der PC-24, des ersten Businessjets, der auch auf kurzen Naturpisten operieren kann. Neben diesem Jet stellt der einzige Flugzeugbauer der Schweiz weitere Flugzeugmodelle her, wie zum Beispiel die PC-12, das meistverkaufte einmotorige Turbopropflugzeug seiner Klasse, oder die PC-21, das Ausbildungsflugzeug für Militärpiloten. Ins­gesamt arbeiten am Hauptsitz in Stans über 2000 Mitarbei­tende. In der Abteilung Fertigung-­Kleinteile stellt man Komponenten für sämtliche Typen der aktuellen Flugzeugpalette her. Um die interne Logistik weiter zu verbessern, wurde in diesem Frühjahr ein neues Kransystem installiert. Es dient dazu, die durch die Lagersysteme bereitgestellten Rohlinge und Vorrichtungen auf die gegenüberliegenden Beladestationen zu transportieren. Die Maschinenpaletten werden anschliessend ins flexible Fertigungssystem eingeschleust und auf den 5-Achs-Fräszentren bearbeitet.

Kompakt und leicht

Der besagte Aluminiumkran von GIS, dem Kran­spezialisten aus dem luzernischen Schötz, deckt den Bereich zwischen den beiden vollautomatisierten Lagersystemen perfekt ab. Dank den optimalen Laufeigenschaften der Aluminiumprofile lassen sich zwei eigenständige Kranbrücken trotz einer Spannweite von beachtlichen 7,4 m mühelos und präzise von Hand verschieben. Beide Brücken sind jeweils mit einem Vakuumhandling-System GHE für 100 kg Traglast ausgerüstet, kombiniert mit einem Elektro­kettenzug GP500. Die Besonderheit liegt darin, dass das betriebsinterne Druckluftsystem genutzt wird, um mittels Ejektorprinzip ein Vakuum für einen sicheren Kraftschluss zwischen Hebezeug und dem zu transportierenden Objekt zu bilden. Dadurch ist das Gerät wesentlich kompakter und leichter als ein traditioneller Vakuumheber, bei welchem die Unterdruckerzeugung durch eine Vakuumpumpe erfolgt. Die eingesetzten Elektrokettenzüge mit eingebautem Frequenzumformer ermöglichen zwei stufenlos wählbare Hubgeschwindigkeiten für das genaue Positionieren der Last. Die Steuereinheit befindet sich direkt über dem Transportgut. Somit erfolgen die Kontrolle der Hubbewegung sowie die Lastführung bequem mit nur einer Hand. Beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch konnte man sich schnell auf diese Ausführung einigen, ist sie doch die ideale Lösung für das schnelle, repetitive Handling der von den Lagersystemen kommenden Rohteilmaterialien und Halbfabrikate nach dem ersten Bearbeitungsschritt. Eine Vorgabe an die GIS-Konstrukteure war, die Kranbahnaufhängung in den bestehenden Aufbau der Lager zu integrieren. Dank der gewählten Free-Standing-Ausführung geht
keine nutzbare Produktionsfläche verloren und schwere Güter, wie zum Beispiel Spannfutter, lassen sich weiterhin mit dem grossen Hallenkran in den gesamten Arbeitsbereich zuführen.

Fazit

Mittlerweile wird seit rund zwei Monaten mit dem Kran gearbeitet. Die Eigenschaften des neuen Hebe­systems, welche sich aus der Kombination des leichtgängigen Aluminiumprofils mit dem kompakten Vakuumheber ergeben, werden von den Mitarbeitern der Pilatus Flugzeugwerke sehr geschätzt, da sie dafür sorgen, dass die Beförderung der Werkstücke sicher, ergonomisch und effizient durch eine einzelne Person erfolgen kann. SMM

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