Prodex: auf Schweizer Bedürfnisse ausgerichtet

Redakteur: Matthias Böhm

>> Die Prodex, Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, die vom 16. bis 20. November in Basel über die Bühne ging, war einmal mehr ein voller Erfolg. Mehr als 300 Aussteller, die über 1000 Lieferwerke repräsentierten, stellten ihre neuesten Technologien aus. Wie die Aussteller die Messe empfanden, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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Theresia Saner (li., Messeleiterin der Pack & Move), Claudia Käslin (M., Messeleiterin Swisstech) und Iris Sorgalla (Messeleiterin Prodex) können sich über den Verlauf des Messetrios Swisstech - Prodex - und Pack & Move freuen. (Bild: Böhm)
Theresia Saner (li., Messeleiterin der Pack & Move), Claudia Käslin (M., Messeleiterin Swisstech) und Iris Sorgalla (Messeleiterin Prodex) können sich über den Verlauf des Messetrios Swisstech - Prodex - und Pack & Move freuen. (Bild: Böhm)

Schweizer Fertigungsunternehmen, die sich am globalen Markt behaupten müssen, haben nur mit modernsten Bearbeitungstechnologien und Top-Berufsleuten eine Chance zu bestehen. Dieser Maxime fühlt sich nicht nur der Veranstalter der Prozessketten-Fachmesse Prodex, die Exhibit & More AG, verpflichtet, sondern auch die Anbieter von Produktionstechnologien.

Auf Schweizer Bedarf ausgerichtet

Entsprechend waren die Exponate international, aber dennoch auf die speziell hohen Bedürfnisse der Schweizer Anwender ausgerichtet. Die Prodex trägt so auf verschiedenen Ebenen massgeblich dazu bei, den Werkplatz Schweiz zu festigen.

Nachwuchsförderung beispielsweise wird an der Prodex gross geschrieben. Lehrlinge und Studenten erhalten am ersten Messetag freien Eintritt sowie einen Mittagsimbiss. Der Messebesuch ermöglicht ihnen einen Einblick in innovative Bearbeitungstechnologien und die jeweiligen Berufe. Die Prodex ist unter dem Patronat von Swissmem aus-serdem Plattform für junge Technikprofis, die in den Berufen Automatiker/in und Elektroniker/in sowie Konstrukteur/in anlässlich der Schweizer Berufsmeisterschaften einen Podestplatz errungen haben.

Diese zukünftigen Top-Berufsleute und potenziellen Kader massen sich am ersten Messetag in einem beruflich hochanspruchsvollen Wettkampf. Die Sieger und ihre Projekte wurden am Ausstellerabend der Prodex vorgestellt und werden an den Berufsweltmeisterschaften, die nächstes Jahr in London stattfinden, teilnehmen.

Prodex-Award nominiert Innovation

Ebenfalls ein Abbild des hohen Standes des Werkplatzes Schweiz war der zum zweiten Mal ausgeschriebene Prodex-Award, der gemeinsam mit dem SMM organisiert wurde. Die zehn nominierten Projekte widerspiegeln den Innovations-Charakter der Branche, auch bezüglich der Breite der Innovationspalette. Sieger wurde das Unternehmen Agie Charmilles Sales mit dem ITM, einem intelligenten System zur Werkzeugvermessung, das Verschmutzungen digital «wegrechnet». Auf dem zweiten Platz findet sich die Picomax 56 Top von Fehlmann AG, die sowohl im CNC-Betrieb laufen als auch mit elektromechanischem Handrad und Bohrhebel bedient werden kann. Sie wird vorwiegend für anspruchsvolle Einzelteilfertigungen sowie für den Prototypenbau, aber auch in Ausbildungsabteilungen und in Lehrwerkstätten eingesetzt.

Auf dem dritten Rang finden wir die Hauser-Koordinatenschleifmaschinen der Baureihen 45 und 55, mit denen nicht nur die Produktivität, sondern auch die Bearbeitungsgenauigkeit signifikant gesteigert werden können.

Industriepower im Messetrio

Zeitgleich mit der Prodex fanden auch dieses Jahr wieder die Industriemessen Swisstech und die Pack&Move statt. Erstere ist Europas zentrale Messe der Zulieferindustrie und die Pack&Move sieht sich als Schweizer Fachmesse für integrierte Logistiklösungen und Verpackungstechnik. Auch dieses Jahr hat sich gezeigt, dass sowohl die Aussteller als auch die Besucher von den Parallelveranstaltungen profitieren.

Was die Aussteller auf den Messen präsentierten und wie sie die aktuelle konjunkturelle Lage einschätzten, steht auf den nachfolgenden Seiten. <<

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