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Messevorschau Prodex ausgebucht – Swisstech stark

| Redakteur: Matthias Böhm

>> Die Prodex ist ausgebucht, die Swisstech liegt bereits jetzt über dem Stand von 2010. Im SMM-Exklusivinterview sagt Managing Director und Messeleiterin Iris Sorgalla, welche Erwartungen sie an die beiden Messen hat und was die Besucher der Swisstech/Prodex erwarten können. Neben Seminaren und Prodex-Award 2012 wird erstmalig – in enger Kooperation mit SMM/MSM – die Messezeitung «Swisstech/Prodex-Messedaily» an drei Messetagen lanciert.

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«Der Prodex-Award hat sich zu einer der renommiertesten Schweizer Auszeichnungen für die Industrie entwickelt.» Iris Sorgalla, Messeleiterin Prodex und Swisstech
«Der Prodex-Award hat sich zu einer der renommiertesten Schweizer Auszeichnungen für die Industrie entwickelt.» Iris Sorgalla, Messeleiterin Prodex und Swisstech
(Bild: Böhm)

SMM: Frau Sorgalla, wo liegen aus Ihrer Sicht die Alleinstellungsmerkmale der Swisstech und Prodex?

Iris Sorgalla: Wir decken mit der Prodex/Swisstech die gesamte Prozesskette ab. Von Fertigungssoftware-Systemen über Werkzeuge sowie Werkzeugmaschinen bis hin zu den Anwendern und Zulieferern. Das bietet keine andere Messe in diesem Umfeld an. Noch dazu sind wir im Bereich Fertigung die einzige Messe in der Schweiz, die den Weltmarkt der Fertigungstechnik mit über 900 internationalen Lieferwerken im Kompaktformat abbildet.

Es fehlen einige grosse Werkzeughersteller. Generell ist das eher ein Nachteil –gibt es auch Profiteure?

I. Sorgalla: Es ist natürlich bedauerlich, dass einige wenige Unternehmen aus einer Unternehmensgruppe dem Schweizer Markt keine Wichtigkeit beimessen. Das freut sicherlich einen Teil der Anbieter von Konkurrenzprodukten, aber ist natürlich für den Besucher kein gutes Signal. Aber glücklicherweise sind diese Produkte natürlich zum grossen Teil auch durch die wichtigen Handelsunternehmen repräsentiert.

2 ½ Monate vor der Swisstech/Prodex fand die Sindex in Bern statt, die sich als Technologiemesse versteht. Wo sehen Sie die Abgrenzung?

I. Sorgalla: Die Sindex ist die «go automation»-Nachfolgemesse und somit primär eine Messe für die Automation und Antriebstechnik. Die Bezeichnung «Technologiemesse» hat zu einigen Verwirrungen geführt im Vorfeld, weil einige Marktteilnehmer nicht wussten, wie die Ausrichtung resp. Eingrenzung definiert ist.

Die Sindex hatte im September über 10 000 Besucher. Welches Potential wird die Swisstech/Prodex haben?

I. Sorgalla: Wir haben in der Vergangenheit mit der Swisstech/Prodex inklusive der Logistikmesse Pack and Move über 60 000 Besucher erreicht – eine einmalige Grössenordnung für Schweizer Verhältnisse. Sowohl die Prodex wie auch die Swisstech konnten sogar steigende Besucherzahlen ausweisen – nicht alltäglich bei Industriemessen in der heutigen Zeit. Wir sind überzeugt, dass auch im Jahr 2012 gute Zahlen erreicht werden. Grundsätzlich kommt es ja aber nicht nur auf die Quantität, sondern vor allem auf die Qualität der Besucher an.

Zurück zur Swisstech/Prodex. Sind es überwiegend Entscheider, die auf diese Messen kommen?

I. Sorgalla: Zwischen 50 und 65 % unserer Besucher der Swisstech/Prodex sind Entscheidungsträger und somit in Investitionsentscheide involviert. Die hohe Entscheidungskompetenz wurde uns auch von Ausstellern in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt. Ich gehe davon aus, dass wir bei den bevorstehenden Messen keinen Qualitätsabfall haben werden.

Wie viele ausländische Besucher erwarten Sie?

I. Sorgalla: Bei den beiden letzten Veranstaltungen hatten wir einen Anteil ausländischer Besucher von ca. 18 Prozent. Grundsätzlich sind die Messen auf den Schweizer Markt und die angrenzenden Nachbarregionen ausgerichtet.

Die AMB hat sich ausgezeichnet entwickelt und findet nur wenige Monate vor der Prodex statt. Inwieweit grenzt sich die Prodex von der AMB ab?

I. Sorgalla: Die Fertigungsmärkte Deutschland und Schweiz unterscheiden sich nicht unerheblich. Deutschland ist sehr stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Für die Schweizer Zulieferer und OEM spielt die Automobilindustrie aber nur bedingt eine Rolle. Die Schweizer Zulieferer produzieren meist kleinere Serien für unterschiedlichste Anwendungen. Genau hier liegt die Stärke der Prodex, sie ist auf den lokalen Markt ausgerichtet, wie beispielsweise die Décolletage-Hersteller oder bis zu dreischichtige, mannarme, automatisierte Teilefertigung komplexer Werkstücke in kleinen und mittleren Serien. Die Prodex-Aussteller sind genau bei solchen Besuchern exzellent auf den Schweizer Markt ausgerichtet. Die Prodex-Aussteller kennen zudem ihre Schweizer Kunden und deren Bedürfnisse, das darf man nicht unterschätzen. So finden sich die Lösungen – auch dank der Nähe zu Schweizer Partnern – in der Regel erheblich schneller.

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