>> Über 300 Aussteller, die eine hohe Anzahl an Lieferwerken repräsentieren, buhlen am Messecombi Swisstech und Prodex um die Gunst der Besucher. Deren Entscheid über verweilen oder stehen fällt in wenigen Sekunden, visuell, emotional weil Qualität so sichtbar wird. Unser Autor Fernand Hofer ist Architekt und Designer und befasst sich seit Jahren im Industriebereich mit diesem Phänomen.
Die Cut 2000 erinnert nicht mehr ganz an längst vergangene Agie SA Losone Design-Spitzenleistungen (www.gfac.com). (Bilder: F. Hofer)
Natürlich besucht ein Architekt und Designer Werkzeugmaschinen Messen in anderer Form als ein Mechaniker oder Ingenieur. Seine Aufgabe ist auch eine andere. Er vergleicht aus optisch funktionaler Sicht, prüft die Ergonomie, setzt sich mit Formen, Farben, Fugenbildern und Beschriftungen auseinander. Zudem beobachtet er Besucher und Aussteller und deren Auftritt.
Oberste Priorität
In der klassischen Ingenieurs-Wissenschaft hat die Erfüllung einer geforderten Funktionalität oberste, leider oft einzige Priorität. Wer nur an Mechanik und Elektronik denkt, geht mit entscheidenden Punkten lieblos um. Mehr als 90% aller menschlichen Wahrnehmung geht über das Auge. So fällt der erste Entscheid gegen den die Ratio dann anzukämpfen hat.
Umdenken lohnt sich sicher
Nochmals Ratio – für den Einsatz eines professionellen Designers muss ein Bruchteil der Entwicklungskosten investiert werden, oft ergeben sich gar Einsparungen. <<