Einkaufsmanagerindex Deutschland Produktionsanstieg verliert im Juli an Dynamik

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) lag im Juli mit 49,1 Punkten marginal über dem Vormonatswert (49,0) und auf dem höchsten Stand seit fast drei Jahren. Positive Impulse kamen von den Teilindizes Beschäftigung, Vormateriallager und Lieferzeiten. Sie glichen die schwächeren Anstiege sowohl bei der Fertigung als auch bei den Auftragseingängen aus.

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) ist der führende Verband und Netzwerkpartner für über 10 000 Einkaufs-, Supply-Chain- und Logistikverantwortliche in Deutschland und Europa.(Bild:  BME)
Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) ist der führende Verband und Netzwerkpartner für über 10 000 Einkaufs-, Supply-Chain- und Logistikverantwortliche in Deutschland und Europa.
(Bild: BME)

Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juli den fünften Monat in Folge angestiegen. Allerdings fiel der Zuwachs weniger stark aus als zuletzt, da die Unternehmen sowohl bei Auftragseingängen als auch bei Exporten geringere Zuwächse verbuchten. Erfreulicher ist, dass sich der Job-Abbau deutlich verlangsamt hat und die Beschäftigung so geringfügig zurückging wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Unterm Strich blieben die Hersteller optimistisch hinsichtlich ihrer Wachstumschancen binnen Jahresfrist, auch wenn die Zuversicht gegenüber dem Hoch von Juni etwas nachliess.

Beschäftigung und Auftragsbestände erneut zurückgegangen

Obwohl die Beschäftigung erneut zurückging – und damit seit etwas mehr als zwei Jahren – verlangsamte sich das Tempo des Stellenabbaus gegenüber dem Vormonat merklich. Demnach wurde das kleinste Minus seit September 2023 verzeichnet. Die Auftragsbestände nahmen im Juli deutlich weniger stark ab als zuletzt.

Geschäftsaussichten wieder etwas verhaltener

Der Geschäftsausblick in der deutschen Industrie trübte sich im Berichtszeitraum nach dem 40-Monatshoch von Juni etwas ein und sackte auf den tiefsten Stand seit April ab, lag aber immer noch über dem Langzeit-Durchschnitt. Unternehmen, die optimistisch in die Zukunft blicken, knüpfen ihre Zuversicht in erster Linie an die anziehende Konjunktur, die Einführung neuer Produkte sowie höhere Investitionen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Konsumgüterbereich:

  • Produktion geht trotz erneutem Auftragsplus erstmals seit drei Monaten zurück
  • Exportumsätze legen deutlich zu
  • Beschäftigung nähert sich stabilem Niveau

Die wichtigsten Ergebnisse im Vorleistungsgüterbereich:

  • Neuaufträge schrumpfen nach vier Monaten Wachstum und drücken Fertigung
  • Stärkerer Rückgang der Einkaufsmenge und Lagerbestände
  • Verkaufspreise steigen moderat

Die wichtigsten Ergebnisse im Investitionsgüterbereich:

  • Solide Zuwächse bei Produktion, Auftragseingängen und Exportgeschäft
  • Einkaufsmenge wächst stark und Vormateriallager sinken rasant
  • Geschäftsaussichten deutlich aufgehellt

(neu)

(ID:50517165)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung