Wenn hochwertige Deckel Fräs-/Bohrmaschinen in die Jahre kommen, gilt es, eine Generalüberholung durchzuführen. Heisst: Den kompletten Gussgrundkörper erhalten und aufbereiten. Alle weitere Mechanik, Elektronik sowie Steuerungstechnik sind durch moderne Technologie zu ersetzen.
Robert Schmid, Geschäftsführer der FPS Werkzeugmaschinen GmbH, Warngau, erklärt, was eine echte Generalüberholung ausmacht: „Sämtliche Teile des schweren Gussgrundkörpers – wie Ständer, Fuß und Führungen – sind unbedingt zu erhalten. Alles andere wird komplett erneuert.“
(Bild: FPS Werkzeugmaschinen)
Fräs-/Bohrmaschinen der FP-Baureihen von Deckel gibt es bereits seit über 100 Jahren. Insbesondere jene, die zuletzt von den 1960er bis in die 2010er Jahre gebaut wurden, haben dank extrem stabilem Guss-Aufbau die richtige Basis, um in punkto Qualität auch heute noch in der ersten Liga zu spielen. Entsprechend sinnvoll ist in vielen Fällen ein professionelles Retrofit. Insbesondere bei älteren Modellen gilt es allerdings zu beachten, dass die Maschinen nicht nur „aufgehübscht“, sondern tatsächlich runderneuert und technisch modernisiert werden.
Sämtliche Teile des schweren Gussgrundkörpers – wie Ständer, Fuss und Führungen – sind unbedingt zu erhalten. Alles andere wird komplett erneuert.
Robert Schmid, Geschäftsführer der FPS Werkzeugmaschinen GmbH
Seit knapp 30 Jahren übernimmt sein Unternehmen die Runderneuerung aller FP-Baureihen von Deckel und von diversen DMG-Fräsmaschinen. FPS entwickelt und baut aber auch eigene manuelle und CNC-gesteuerte Fräsmaschinen. Daher wissen Schmid und seine Mitarbeiter genau, worauf es bei einer Generalüberholung ankommt und wann bzw. warum ein Retrofit dem Neukauf vorzuziehen ist.
Ganz oben auf der Liste steht die bewährte Qualität der Deckel-Maschinen. Oft weisen sie erst nach 50 oder gar 60 Jahren Einsatz nennenswerte Genauigkeitsverluste auf oder haben mit anderen mechanischen Problemen zu kämpfen. Nach dem ROI (Return on Invest) braucht man hier nicht mehr zu fragen. Entscheidet sich der Inhaber einer solchen FP1, FP2, FP3 oder FP4 für die Generalüberholung, darf er nach dem Retrofit mindestens die gleiche Langlebigkeit erwarten – mit besserer Bedienbarkeit, mehr Sicherheit und technisch auf neuestem Stand.
In punkto Kosten lassen sich gegenüber neuen, vergleichbaren Fräsmaschinen zudem rund 20 Prozent einsparen, da der wertvolle Gussgrundkörper in all seinen Funktionen vorhanden bleibt. Allein diese Tatsache schont zum einen den Geldbeutel, zum anderen die Umwelt. Denn die schweren Gussteile machen gut 80 Prozent des Gesamtgewichts der Maschine aus.
Deckel hat seine Maschinen in einer enorm grossen Modellvielfalt gebaut, die heute nicht mehr abbildbar ist. Wer also – warum auch immer – genau die vorhandene Ausführung, Grösse und/oder Leistung will, kommt an einem Retrofit kaum vorbei. Wenn es richtig gemacht wird, spricht tatsächlich nichts dagegen.
Robert Schmid, Geschäftsführer der FPS Werkzeugmaschinen GmbH
Gefragt, ob er sich bei soviel Lob für das Retrofit nicht sein eigenes Neumaschinengeschäft reduziert, lächelt der Geschäftsführer und erwidert: „Zum einen wollen wir unsere Kunden ehrlich beraten und zufriedenstellen. Zum anderen hat ja nicht jeder Kunde eine alte Deckel in der Werkstatt. Es bleibt also noch Potential für unsere neuen Maschinen.“
Demontieren, analysieren und komplett neu aufbauen
Beim Retrofit geht FPS immer ähnlich vor. Zuallererst wird die Maschine komplett demontiert und anschliessend analysiert, welche Arbeiten am Gussgrundkörper zu erledigen sind. Im Fokus stehen hierbei vor allem die Führungen. Diese werden allesamt geschliffen und von Hand eingeschabt. Ein Prozess der viel Geschick, Erfahrung und Zeit erfordert. Es gilt zu wissen, welche Stellen wie einzuschaben sind und dies exakt umzusetzen. Eine Aufgabe, die laut Schmid nur sehr wenige Facharbeiter beherrschen. Mitarbeiter Hans Kredmeier sei ein wahrer Meister dieses Fachs. Das glaubt gerne, wer erlebt, mit wieviel Herzblut Kredmeier erklärt, worauf er bei seiner Arbeit achtet und wieviel Zeit er investiert. Meist sind mehrere Tage fällig, um die Führungen von nur einer Maschine auf höchstes Niveau zu bringen. Am Schluss wird die komplett neu eingeschabte Grundmaschine mit neuen, beschichteten Deck- und Keilleisten versehen, so dass sie für ein langes Maschinenleben vorbereitet sind.
Alle anderen mechanischen Elemente wie Getriebe, Zahn-, Kegel-, Fräskopfräder, Transportspindel sowie Handräder, Skalen, Klemmhebel etc. werden komplett durch hochwertige Neuteile ersetzt.
Es nützt nichts, nur offensichtlich verschlissene Einzelteile auszutauschen. Dann harmoniert das grosse Ganze nicht richtig.
Robert Schmid, Geschäftsführer der FPS Werkzeugmaschinen GmbH
Die meisten Neuteile entstehen in den eigenen Produktionswerken in Warngau und Holzkirchen, wo auch die Montage erfolgt. Die restlichen mechanischen Teile stammen von ausgewählten Lieferanten aus Deutschland.
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Stand vom 30.10.2020
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