K-Profile AG: Nachhaltig produzieren Profile aus Recycel-Kunststoff schonen Umwelt

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Aus Kunststoffabfällen eines Verpackungsherstellers fertigt K-Profile im Extrusionsverfahren hochwertige Kunststoffprofile. Das trägt zu einer deutlich günstigeren CO2-Bilanz bei.

Aus Müll sinnvolle Konstruktionselemente herstellen: Die Profile von K-Profile AG aus recyclierten Verpackungen dienen als Abdichtungen im Hochbau.
Aus Müll sinnvolle Konstruktionselemente herstellen: Die Profile von K-Profile AG aus recyclierten Verpackungen dienen als Abdichtungen im Hochbau.
(Bild: K-Profile AG)

Kunststoff als vielseitiger Werkstoff ist in der Industrie branchenübergreifend unverzichtbar. Allerdings steht der Werkstoff aufgrund seiner ungünstigen Umweltbilanz zunehmend in der Kritik. Hersteller sind deshalb gefordert, mit innovativen Werkstoffen und Verfahren einen Beitrag dazu zu leisten, die Produktion im Hinblick auf ihre CO2-Bilanz zu optimieren.

Abfall sinnvoll nutzen

Mit der Fertigung eines Kunststoffprofils aus hochwertigen Produktionsabfällen liefert K-Profile ein überzeugendes Beispiel, wie die positiven Eigenschaften des Werkstoffs genutzt und gleichzeitig die einhergehenden CO2-Emissionen deutlich reduziert werden können. Die Kunststoffabfälle erhält der Profilhersteller von der geografisch nahe gelegenen Biplast AG. Dieses Unternehmen produziert Flaschen und Verpackungen aus Thermoplasten. Dazu gehören die Kunststoffflaschen für das in der Schweiz bekannte Waschmittel «Handy». Die bei der Produktion anfallenden, anschliessend granulierten Produktionsabfälle nutzt der Profilhersteller. Er fertigt aus dem sortenreinen Produktionsabfall ein Kunststoffprofil, das die Unternehmen Drytech Swiss und Drytech Germany für Bauwerksabdichtungen einsetzen.

Nachhaltig fertigen

Reinhard Lechthaler, CEO der K-Profile AG, erläutert die Strategie des Profilherstellers: «Wir sind selbst immer wieder überrascht, welche Anwendungsfelder es für Kunststoffe gibt. Unser Ziel ist, für jede innovative Idee das passende Kunststoffprofil zu entwickeln und herzustellen. Dabei wissen wir seit vielen Jahren, dass an nachhaltigen Alternativen in der Kunststoffverarbeitung kein Weg vorbeiführt. Aus diesem Grund verarbeiten wir, wo immer möglich, recyceltes Kunststoffmaterial.»

Günstiger für die Umwelt

Mit der Verarbeitung der Produktionsabfälle aus der Verpackungsproduktion gelingt es K-Profile, die CO2-Bilanz um 66 % zu verbessern, verglichen mit dem Herstellen von Kunststoffprofilen aus konventionellem Neugranulat. In der von der EMPA durchgeführten vergleichenden Berechnung kommt vorwiegend die belastungsfreie Kalkulation des Rohstoffs zum Tragen. Da es sich beim Mahlgut um ein Abfallprodukt handelt, kann bei der Berechnung dessen Anteil an der CO2-Bilanz des fertigen Profils beinahe vernachlässigt werden. Somit ergibt sich für den Rohstoffeinsatz bei Profilen aus Neugranulat ein Beitrag zum Treibhauseffekt (GWP) in Höhe von 2,666 kg CO2-Equivalenten. Mahlgut kann klimaneutral bewertet werden. Ein weiterer signifikanter Unterschied ergibt sich aus den kurzen Transportwegen, die K-Profile dank der Nähe zum Produktionsstandort der Biplast AG in die Berechnung einbeziehen muss. Dem meist langen Transportweg für Neugranulat stehen hier in der Berechnung nur zwei Kilometer gegenüber. Somit berechnet K-Profile das CO2-Equivalent mit 0,0010 kg gegenüber 0,083 kg.

Gleiche Produktionsverfahren

Die eigentliche Herstellung des Profils im Extrusionsverfahren unterscheidet sich in beiden zugrunde gelegten Varianten nicht und fliesst mit 2,77 kg CO2-Eq in die Rechnung ein. In Summe liegt die CO2-Bilanz eines Profils aus Neugranulat somit bei 2,666 kg CO2-Eq, was rund 2627 Umweltbelastungspunkten (UBP) entspricht. Das von K-Profile im Auftrag von Drytech hergestellte Profil entspricht dagegen insgesamt pro Kilogramm eingesetztem Mahlgut nur 0,436 kg CO2-Eq beziehungsweise etwa 892 UBP. In ihren Berechnungen stützen sich die Verantwortlichen auf die vereinfachenden Berechnungen des Carbon Footprints, basierend auf Angaben aus der Datenbank ecoinvent mit Unterstützung des CO2-Fachspezialisten Dr. Roland Hischier (EMPA). Auf dieser Grundlage wurde der Carbon Footprint des Mahlgutprofils im Direktvergleich mit einem vergleichbaren Kunststoffprofil aus Neugranulat ermittelt.

Kunststoffe unverzichtbar

Wie Reinhard Lechthaler berichtet, sei auf Kunststoff zu verzichten keine umweltfreundliche Option. Er führt aus: «Durch Bio-Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sowie effiziente Produktionsverfahren und kurze Logistikketten schonen wir die Umwelt. Kreislaufwirtschaftliche Verfahren, wie die Verarbeitung von Produktionsabfällen, leisten einen wertvollen Beitrag dazu, die Vorzüge des Kunststoffs auch kommenden Generationen zu ermöglichen, den CO2-Fussabdruck um zwei Drittel zu reduzieren und unsere Umwelt zu schützen.»

SMM

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