Fertigungstechnik

Qualitätsgemeinschaft unterm Schweizer Kreuz

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Lehmann-Drehtisch als ideale Ergänzung

Dass der Zwei-Achsen-Getriebedrehtisch bei der Firma pL Lehmann gekauft wurde, liegt nicht allein daran, dass es sich um einen Schweizer Anbieter handelt. Joerg Maier begründet: «Wir haben natürlich eine Evaluation vorgenommen und festgestellt, dass dieser Drehtisch eine Steifigkeit mit enormen Feststellmomenten bietet, wie kaum ein anderer. Die Haltekraft der vierten Achse liegt bei 2000 N und die der fünften bei 4000 N. Insofern ist das für unseren Zweck die beste Lösung.»

Werner Schoch lobt neben den Leistungsdaten auch den Service: «Der ist hervorragend. Wir haben damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Als einmal nach einer Kollision eine Reparatur notwendig war, ging das ruckzuck. Nach einer Woche war der Tisch voll funktionstüchtig wieder da.»

Dazu kommt, dass sich die beiden Unternehmen schon seit Langem kennen und gegenseitig die Qualität ihrer Produkte schätzen. Auch Lehmann zählt nämlich zu den Gressel-Kunden und setzt in der Fertigung unter anderem das mechanische Nullpunktsystem gredoc ein.

Erfolgreiche Serienproduktion

Auf dem AWEA/Lehmann-System produziert Gressel vor allem Spannbacken in verschiedenen Breiten und Längen. Die Teile sind zumeist bis zu faustgross und müssen von fünf Seiten bearbeitet werden. Werner Schoch vergleicht die heutige Fertigung mit der von früher: «In der Zeit vor unseren automatisierten Zentren mussten wir auf einer normalen Drei-Achs-Maschine jedes Teil in drei Aufspannungen bearbeiten. Mit der zusätzlichen vierten/fünften Achse, unserem automatisierten Werkstückspeicher und unseren Spanntürmen bearbeiten wir acht Teile in einer Aufspannung und produzieren so 96 Backen pro mannloser Nachtschicht.»

Um eine derartige Rüstzeitreduzierung zu erreichen, geht Gressel folgenden Weg: Für die zu bearbeitenden Rohteile werden Spanntürme konfiguriert, die aus dem eigenen Standard-Spannprogramm stammen. Sie können jeweils acht Rohlinge aufnehmen und werden im Werkstückmagazin P60 bevorratet. Von dort entnimmt ein dreiachsiges Portalhandlingsystem jeweils einen Spannturm und transportiert ihn zum Lehmann-Drehtisch.

Hier nimmt ihn das direkt auf dem Lehmann-Tisch montierte Schunk-Vero-S-Nullpunktsystem positionsgenau auf, ein angetriebenes System, das sich zum vollautomatisierten Bearbeiten eignet. Zur hochgenauen Bearbeitung der acht Bauteile nutzt Gressel dann die vierte und fünfte Achse jeweils in angestelltem Zustand. «Das heisst, wir positionieren, fixieren die Achse, bearbeiten, drehen, fixieren, bearbeiten. Für unsere Bauteile genügt das. Eine Fünf-Achs-Simultanbearbeitung – die mit dem Lehmann-Drehtisch auch möglich wäre – benötigen wir nicht.» <<

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