Software Realtool AG/SA: Tool Management für Zylinderköpfe

Redakteur: Matthias Vogel

>> Das Unternehmen Mapal hat für die Firma Deutz Diter 2008 das Tool Management für Zylinderköpfe mit vier und sechs Zylindern übernommen. Ein Team von fünf Mapal-Mitarbeitern begann mit der Bestandsaufnahme und Analyse. Auf dieser Basis wurde eine Reihe von Massnahmen wie die Optimierung aller Werkzeuge bezüglich Standzeit, Bearbeitungszeit, Werkzeugbruch und Technologie festgelegt.

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Trotz der erheblichen Steigerung der Produktionsmenge hat sich der Lagerwert der eingesetzten Werkzeuge durch einen optimierten Werkzeugbestand von 2008 bis 2011 um 44 % reduziert. Die Kosten pro Werkstück sanken ebenfalls um 43 %.
Trotz der erheblichen Steigerung der Produktionsmenge hat sich der Lagerwert der eingesetzten Werkzeuge durch einen optimierten Werkzeugbestand von 2008 bis 2011 um 44 % reduziert. Die Kosten pro Werkstück sanken ebenfalls um 43 %.
(Bild: Mapal)

Die Firma Deutz Diter produziert in Zafra, Spanien, Zylinderköpfe für Ein- bis Sechszylindermotoren. Das Unternehmen Mapal aus Aalen hat für den Hersteller 2008 das Tool Management für Zylinderköpfe mit vier und sechs Zylindern übernommen.

Bestandsaufnahme und Analyse

Ein Team von fünf Mapal-Mitarbeitern begann mit der Bestandsaufnahme und Analyse. Auf dieser Basis wurde eine Reihe von Massnahmen wie die Optimierung aller Werkzeuge bezüglich Standzeit, Bearbeitungszeit, Werkzeugbruch und Technologie festgelegt. Dadurch konnten innerhalb eines Jahres die Kosten pro Werkstück um ca. 30 % und der Lagerwert der Werkzeuge um ca. 28 % reduziert werden.

Lagerwert wird massgeblich abgebaut

Die Einführung des Werkzeugausgabesystems Mapal-Toolbase EL hat massgeblich zum Abbau des Lagerwertes beigetragen. Durch das Festlegen von Min-, Max- und Meldebeständen auf Basis realistischer Wiederbeschaffungszeiten, die Bereinigung überflüssiger Lagerware und mit Hilfe der Suchfunktion der Software nach redundanten Werkzeugen liess sich ein optimales Lagermanagement erreichen.

Neben diesen grundlegenden Aufgaben bestand ein grosser Teil der Herausforderung darin, eine reibungslose Kommunikation und die Installation von definierten Prozessen und Abläufen nachhaltig sicherzustellen und stetig zu optimieren.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

In der Aufschwungphase 2010 wurde der Zylinderkopf Typ 2 implementiert. Mit der Vertragsverlängerung für 3 Jahre zu Beginn des Jahres 2011 konnte der Zylinderkopf Typ 3 mit einer Produktionsmenge von 15 000 Stück integriert werden. Trotz der erheblichen Steigerung der Produktionsmenge hat sich der Lagerwert der eingesetzten Werkzeuge durch einen optimierten Werkzeugbestand von 2008 bis 2011 um 44 % reduziert. Die Kosten pro Werkstück sanken ebenfalls um 43 %. Zusätzlich zu den Optimierungen auf Prozess- und Werkzeugbasis konnten die indirekten Kosten bestehend aus Werkzeugbeschaffungskosten, Werkzeugverwaltungsaufwendungen, Versand- und Frachtkosten, Lagerkosten bzw. Lagerverzinsung um rund 25 % reduziert werden.

Kommende Herausforderungen

Für alle Neuentwicklungen ist darüber hinaus eine intensivere Zusammenarbeit mit der Firma Mapal für das Umrüsten von vorhandenen Werkzeugmaschinen inklusive Spannvorrichtung und NC-Programme im Gespräch. Der Hersteller bietet mit dem Service re.tooling alle dafür notwendigen Leistungen an. Mit der Erfahrung aus vielen erfolgreichen Projekten ist re.tooling eine sinnvolle Ergänzung zum Tool Management. <<

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