Elektromobilität Rinspeed: Ein Auto für alle Fälle

Redakteur: Susanne Reinshagen

Selbstfahrende E-Autos mit geballter IT-Technik an Bord sollen künftig chronisch verstopfte Städte entlasten. Mit dem Concept Car «Snap» zeigt die Schweizer Ideenschmiede Rinspeed einen umfassenden Ansatz, wie es gehen könnte: Die Autos sind erstmals auch sinnvoll immobil nutzbar, weil Fahrwerk und Aufbauten eigene Wege gehen.

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Der neue Concept Car "Snap" von der Ideenschmiede Rinspeed.
Der neue Concept Car "Snap" von der Ideenschmiede Rinspeed.
(Bild: Rinderknecht)

Stehen Sie am Morgen auch vor dem Kleiderschrank und wissen nicht was Sie anziehen sollen? In Zukunft dürfen Sie auch für ihr Auto ein passendes Outfit wählen, falls der Concept Car «Snap» von der Autoschmiede Rinspeed auf den Markt kommt.

Fahrwerk und Karrosserie gehen getrennte Wege

Rinspeed will bei «Snap» das Fahrwerk und die Karrsosserie voneinander trennen. Alle verschleiss- und alterungsanfälligen Komponenten und sämtliche IT-relevante Technik werden in das intelligente» und vollautomatisierte Fahrgestell, das sogenannte «Skateboard» integriert. Die Aufbauten, die sogenannten «Pods» sollen aus langlebigen Modulen bestehen und nahezu frei von mechanischem Verschleiss oder IT-bedingter Alterung sein. Zudem sollen sie je nach Nutzungszweck unterschiedlich konzipiert und ausgestaltet sein. So kann zum Beispiel ein Pod als Personenkabine und ein anderer als Lieferwagen konzipiert sein, ja nach Nutzungsbedarf.

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Während die klassischen Autohersteller bei jeder Werksführung die «Hochzeit» von Karosserie und Chassis als Höhepunkt zelebrieren, sind «Skateboards» und «Pods» beim «Snap» nur kurzzeitig zusammen. Die nach Verwendungszweck unterschiedlich gestalteten Aufbauten nutzt das aktuell verfügbare Fahrgestell.

Die „Pods“ sollen auch stationär genutzt werden können - beispielsweise als Kurzzeitbüro mitten in der Stadt.

Und die «Skateboards»? Nach wenigen kurzen, aber intensiven Jahren werden sie vollständig recycelt, weil die Grenze ihrer Laufleistung erreicht ist. Sie entgehen damit einem teuren und komplizierten Hardware-Upgrade elegant.

Mit der strikten Trennung von Technik und Karrosserie will Rinspeed verhindern, dass Autos mit veralteten IT-Komponenten und Software unterwegs sind, denn die meisten herkömmlichen IT-Komponenten sind schon nach wenigen Jahren nicht mehr updatefähig. Das kann bei selbstfahrenden Autos schnell zu einem Sicherheitsproblem führen.<<

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