Hainbuch: Werkzeugmaschinen automatisieren Roboter be- und entlädt Werkzeugmaschinen

Von Konrad Mücke

Mit dem kleinen und einfach zu bedienenden Beladeroboter Robilo von Hainbuch lassen sich Werkstücke an Dreh- und Fräsmaschinen automatisiert be- und entladen. Einrichten lässt sich die Automation ohne spezielle Robotik- und Programmierkenntnisse.

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Universell automatisieren: Der Roboter Robilo eignet sich dazu, an unterschied- lichen Dreh- und Bearbeitungszentren Bauteile zu be- und zu entladen.
Universell automatisieren: Der Roboter Robilo eignet sich dazu, an unterschied- lichen Dreh- und Bearbeitungszentren Bauteile zu be- und zu entladen.
(Bild: Ralf Breitenbacher/Hainbuch)

Eine eingebaute Kamera erkennt die Werkstücklage, sodass die Werkstückzuführung nicht mehr die Position der Werkstücke vorgeben muss. Das macht zeitaufwendiges Einrichten oder Programmieren überflüssig. Da keine speziellen Robotik-Kenntnisse nötig sind, kann ein Auftrag in etwa fünf Minuten über eine intuitive Bedienlogik der Benutzeroberfläche angelegt werden. Der Einrichteaufwand ist dadurch deutlich kleiner als bei marktüblichen Beladesystemen. Für alle, die unterschiedliche Bauteile in kleinen Losgrössen produzieren, ist das ein grosser Vorteil. Die integrierte Abblasvorrichtung, die Späne von Spindel, Spannmittel und Werkstück entfernt, ermöglicht jederzeit einen stabilen Prozess. Sie kann aber bei Bedarf ausgeschaltet werden. All diese Funktionen und Merkmale sorgen dafür, dass Werkzeugmaschinen bei minimiertem Rüstaufwand unbeaufsichtigt über lange Zeit fertigen können, sogar in Nacht- und Wochenendschichten.

Universell für unterschiedliche Maschinen

Durch die universelle Maschinenschnittstelle (Feldbus oder I/O-Box) ist der Roboter mit unterschiedlichen Maschinen kompatibel, auch mit bewährten Maschinen. Als Option rüstet der Hersteller der Roboter geeignete Schnittstellen zur Maschine nach. Damit entfällt, beim Maschinenhersteller eine Automatisierungsschnittstelle zu beschaffen. Sollte eine Maschine keine automatische Türöffnung haben, ist dies auch nachrüstbar. Die optionalen elektrischen Drehmomentschrauber am Greifer ermöglichen die Betätigung von manuellen Spannmitteln wie beispielsweise einem Spannstock Manok oder einem Zentrumspanner. Das erübrigt, Bearbeitungszentren mit aufwendiger Pneumatik oder Hydraulik im Maschinentisch auszustatten. Zudem ist eine Anbindung von Prozessmodulen – wie das Reinigen, Entgraten oder Beschriften – über Standard-Schnittstellen problemlos möglich. Auf Wunsch kann auch eine Messstation angebunden werden, um die gefertigten Bauteile lückenlos zu messen und zu prüfen sowie die Messergebnisse zu dokumentieren.

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Werkstücke selbsttätig erkennen

Die Werkstücke werden durch das 3D-Kamerasystem im flexibel einstellbaren Greifer einfach erfasst. Dadurch ist die Anlage ohne mechanische Anschläge, Rasterplatten oder Aktoren für die Werkstückzuführung nutzbar. Die Werkstückposition muss nicht exakt vorbestimmt werden. Es reicht, die Werkstücke per Augenmass bereitzulegen. Durch die Kombination aus Kamera und Lasermessung können unterschiedliche Beladeoptionen realisiert werden. Die Werkstücke können beispielsweise auf einem Wagen, einem Werkstückspeicher oder auf Paletten liegen. Die Lasermessung prüft, ob das Bauteil die richtigen Abmessungen hat.

Optionaler Werkstückspeicher

Der Roboterhersteller stellt auf Wunsch einen kompakten Werkstückspeicher zur Verfügung. Auf der Grundfläche einer Europalette bietet er auf einer Vielzahl an ausziehbaren Böden insgesamt zwölf Quadratmeter Ablagefläche für Werkstücke. Dank der Kamera am Roboter entfallen zusätzliche Inlays, Bleche oder Magazine. Mit einem Hubwagen ist der Werkstückspeicher einfach zu transportieren. Somit müssen Werkstücke nicht an den Bearbeitungszentren bereitgestellt werden.

Rundum sicher

Roboteranlagen haben aus Sicherheitsgründen einen Schutzzaun um die komplette Anlage. Dies ist beim Be- und Entladesystem Robilo nur teilweise notwendig. Der Hersteller Hainbuch kann ohne zusätzlichen Aufwand an Kosten an ein oder zwei Seiten eine Sicherheitseinrichtung mit Lichtvorhang installieren. Sobald die Lichtschranken unterbrochen werden, stoppt die Anlage sofort. Dies verbessert die Zugänglichkeit, denn es muss keine Tür geöffnet und Taste gedrückt werden. - kmu - SMM

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