Mit der Inbetriebnahme des Grossbearbeitungszentrums «Dinox 350 IAT» in ihrer neuen, klimatisierten Produktionshalle schlägt die Ibor AG ein neues Kapitel in der Grossteilebearbeitung auf. Die hochmoderne 5-Achsen-CNC-Gantry-Fräsmaschine vereint Schwerzerspanung und Hochgeschwindigkeitsschlichten auf beeindruckendem Niveau und erweitert die Fertigungsmöglichkeiten des Unternehmens signifikant.
Die «Dinox 350 IAT» ist ein Projekt der Superlative, das in Kooperation der Ibor AG und der Osterwalder Werkzeugmaschinen AG entstand. Im Bild: Manuel Meier (li., CEO der Ibor AG) und David Meier (CEO der Osterwalder Werkzeugmaschinen AG).
(Bild: Ibor AG)
Diese Investition in das Gross-BAZ «Dinox 350 IAT» des italienischen Werkzeugmaschinenherstellers FPT Industrie S.p.A. ist nicht nur ein technologischer Meilenstein, sondern auch Ausdruck einer über Jahre gewachsenen Partnerschaft mit der Schweizer FPT-Vertretung Osterwalder Werkzeugmaschinen AG. Gemeinsam verfolgen Ibor und Osterwalder Werkzeugmaschinen das Ziel, höchste Präzision, Effizienz und Innovationskraft in der Schweizer Fertigungsindustrie weiter voranzutreiben.
Grossbauteile im Visier
Bei der «Dinox 350 IAT» handelt es sich um eine hochmoderne 5-Achsen-CNC-Fräsmaschine mit verfahrbaren Querbalken in Gantry-Bauweise. Sie ist zum einen für Schwerzerspanung und zum anderen für Hochgeschwindigkeitsschlichten ausgelegt. Die «Dinox 350 IAT» verfügt über ein Eigengewicht von 85 Tonnen und beeindruckende Bearbeitungsdimensionen von X = 6000 mm, Y = 4000 mm und Z = 1500 mm.
Ausgestattet ist das Bearbeitungszentrum mit automatisch einwechselbaren Fräsköpfen und neuester Steuerungstechnologie (Heidenhain TNC7). Damit ist diese Maschine nicht nur ein technisches Meisterwerk – sie ist der Schlüssel zu neuen Märkten und Möglichkeiten der Ibor AG.
Mit dieser Investition in das italienische FPT-Grossbearbeitungszentrum hat sich die Ibor AG für die Zukunft vorbereitet und ist neu Ansprechpartner für Grossvolumenteile in der Schweiz und international.
(Bild: IBOR AG)
Manuel Meier, CEO und Inhaber der Ibor AG sagt zu der jüngsten Investition in das neue Gross-BAZ: «Mit dieser Investition setzen wir mehrere Signale. Wir stehen seit langem für höchste Präzision und maximale Effizienz. Doch mit dieser Investition werden wir auch unserem Anspruch gerecht, neu in der Grossteilebearbeitung eine führende Rolle in der Schweiz einzunehmen.»
Vom Lieferanten zur Partnerschaft: Zehn Jahre Zusammenarbeit
Die Osterwalder Werkzeugmaschinen AG hat im Rahmen dieses Auftrags als verantwortliche Schweizer FPT-Vertretung das gesamte Management von der Auslegung bis hin zur Lieferung und Inbetriebnahme übernommen, wie David Meier (Geschäftsführer) gegenüber der SMM-Redaktion sagt: «Unsere Zusammenarbeit mit der Ibor AG begann vor rund einem Jahrzehnt und hat sich seither stetig vertieft. Was einst als klassische Lieferantenbeziehung startete, ist heute eine gewachsene Partnerschaft auf Augenhöhe. Über zehn Jahre durften wir das dynamische Wachstum von Manuel Meier und seinem Team begleiten – ein Weg, der durch zahlreiche YCM-Inbetriebnahmen geprägt wurde und nun mit diesem Gross-BAZ ‹FPT Dinox› in einem wortwörtlich ‹riesigen Meilenstein› gipfelt.»
David Meier hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass es gerade bei solchen Projekten um weit mehr geht, als den reinen Maschinenvertrieb: «Es ist der gemeinsame Anspruch an absolute Präzision im µm-Bereich und die Suche nach der optimalen Lösung für komplexe Herausforderungen, die uns verbindet. Um diesen Anforderungen mit Leidenschaft gerecht zu werden, bauen wir unsere Service- und Supportkompetenzen kontinuierlich aus. Das Feedback unserer Kunden, in diesem Fall die Ibor AG, fliesst zurück zu den Entwicklern der FPT in Italien. Sie schätzen die Rückmeldung der Schweizer Kunden, weil die Schweizer Zerspaner auf einem sehr hohen fertigungstechnischen Niveau agieren und immer ein Verbesserungspotenzial bieten im Dialog mit dem Werkzeugmaschinen-Hersteller.»
Zweijähriger Evaluationsprozess
Ob technologische Beratung oder die Realisierung von Grossprojekten – die Spezialisten der Osterwalder Werkzeugmaschinen AG ziehen gemeinsam mit den Anwendern am gleichen Strang. Die aktuelle Installation der «FPT Dinox» bei der Ibor markiert das bisherige Highlight dieser Dekade. Der Entscheidung ging ein intensiver, zweijähriger Evaluierungsprozess voraus, in dem sich FPT gegen namhafte Wettbewerber durchsetzen konnte.
Die «Dinox 350 IAT» in der neuen, klimatisierten Produktionshalle der Ibor AG für die Fertigung von Grosskomponenten. Der Hersteller FPT Industrie S.p.A. wird in der Schweiz durch die Osterwalder Werkzeugmaschinen AG vertreten.
(Bild: IBOR AG)
Manuel Meier sagt abschliessend zu dem Entscheid, in das FPT-Grossbearbeitungszentrum zu investieren: «Mehrere Referenzbesuche, unter anderem direkt im FPT-Werk in Italien, sowie massgeschneiderte Lösungsentwicklungen gaben schliesslich den Ausschlag für die «Dinox 350 IAT». Wir sind überzeugt, mit FPT einen Partner im Boot zu haben, der durch technologische Exzellenz und eine beeindruckende Fräskopf-Vielfalt besticht.»
FPT Industrie: Die Kunst der Grossteilebearbeitung
Ein Blick auf den Hersteller verdeutlicht die Dimensionen: FPT Industrie S.p.A. gehört weltweit zu den technologisch führenden Herstellern von Bohr- und Fräswerken im Grosssegment. Das italienische Traditionsunternehmen steht für «Made in Italy» auf höchstem Niveau. Wobei hervorzuheben ist, dass Italien über eine hervorragende Tradition im Werkzeugmaschinenbau verfügt. Die Dinox ist eine Gantry-Maschine, die Schwerzerspanung und Hochgeschwindigkeitsschlichten perfekt vereint. Dank patentierter Lösungen zur thermischen Stabilität und mechanischen Steifigkeit sowie Verfahrwegen von bis zu 6000 mm in der X-Achse ermöglicht sie der Ibor AG den Vorstoss in völlig neue Märkte der Grossteilefertigung.
Stand vom 30.10.2020
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Ein starkes Signal für den Werkplatz Schweiz
Der Neubau und die neue FPT-Grossmaschine sind ein kraftvolles Bekenntnis zum Standort Schweiz. David Meier sagt abschliessend: «Wir sind stolz, Teil dieser Entwicklung der Ibor AG sein zu dürfen. Das ist alles andere als selbstverständlich. Die letzten zehn Jahre waren erst der Anfang – wir freuen uns darauf, die Erfolgsgeschichte der Ibor AG auch in Zukunft mit unserer Expertise zu begleiten.»