Ihre Venen sind der Schlüssel Sämtliche Sicherheitsdaten am Handgelenk

Redakteur: Silvano Böni

Das CSEM in Neuenburg und das Forschungsinstitut Idiap in Martigny bündeln ihre Kompetenzen, um das junge Schweizer Startup-Unternehmen Biowatch auf seinem Weg an die Spitze zu unterstützen. Und mit was genau will das Unternehmen diese Spitze erreichen? Mit nichts geringerem als einem biometrisches Identifizierungssystem, welches in die Schnalle eines Uhrenarmbands integriert wird.

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(Bild: Biowatch)

Es klingt eher nach Science-Fiction, soll aber in naher Zukunft bereits alltäglich werden. Ein Authentifizierungssystem am Handgelenk, welches den Träger aufgrund seines einzigartigen Venenmusters am Handgelenk eindeutig identifizieren kann. Die erwarteten Applikationen reichen vom Online Banking, zum Öffnen eines Fahrzeugs bis hin zur Ablösung aller täglich erforderlichen Computer-Passwörter. Konkret geht es darum, ein miniaturisiertes und vor allem extra-flaches optisches System sowie einen zuverlässigen, eingebetteten Erkennungs-Algorithmus zu entwickeln.

Alles im Armband

Um sich zu identifizieren, öffnet der Anwender die Schnalle seines Uhrenarmbands und das System generiert ein Bild seines Handgelenk-Venenmusters. Sobald die Schnalle geschlossen ist, wird der Anwender über den biometrischen Klassifizierungsalgorithmus erkannt (oder auch nicht). Die Information wird verschlüsselt und bis zur nächsten Schnallen-Öffnung gespeichert. Um eine maximale Sicherheit zu gewähren, wird die Identifizierung gelöscht, wenn die Uhr abgelegt wird.

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Um sich danach zu identifizieren, drückt der Anwender auf den Knopf der Schnalle: die verschlüsselte Authentifizierung wird über eine drahtlose Schnittstelle (NFC/Bluetooth) erstellt.

Zusammenarbeit des CSEM und Idiap

Das CSEM und das Idiap werden das Forschungsprojekt Biowave (Biometric Watch Activated by Veins) gemeinsam und im Dienste des Startups Biowatch betreuen. Das CSEM wird dabei hauptsächlich die Entwicklung der Hardware-Komponente sicherstellen, welche ein miniaturisiertes optisches System mit extra-flacher Optik und eingebettete Datenverarbeitungskapazitäten beinhaltet.

Idiap wird die Infrastruktur zum Algorithmusdesign auf der Plattform BEAT (Biometrics Evaluation And Testing) aufbauen und mit Biowatch zusammen den Algorithmus zur Venenerkennung entwickeln. Biowatch seinerseits wird sich der Verschlüsselung und der Übertragung der Authentifizierungsdaten annehmen sowie das Produkt- und Verpackungsdesign konzipieren.

Das System soll mittels wöchentlich wiederaufzuladenden Batterien betrieben werden, wobei eine Erkennungsrate von 99,9 Prozent anvisiert wird.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 18 Monaten und startet im Februar 2016. Ermöglicht wird es dank der finanziellen Unterstützung der KTI (Kommission für Technologie und Innovation), der Förderagentur für wissenschaftsbasierte Innovationen des Bundes.

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