Salvagnini entwickelt flexible Blechbearbeitungssysteme Zwei Produktionsarchitekturen bringen hohe Flexibilität

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Salvagnini präsentiert die «Flexible Smart Line S4+P4» und den «Flexible Smart Job Shop»: zwei sich ergänzende Produktionsarchitekturen, die Technologien, Automatisierung und Software nach unterschiedlichen Logiken koordinieren und so die Produktion flexibler, anpassungsfähiger, autonomer und besser vorhersehbar machen.

Die «S4+P4» ist ein hocheffizientes, flexibles Fertigungssystem für die Blechbearbeitung, das Stanzen und Biegen integriert – für eine vollautomatische, komplett mannlose Blechfertigung.(Bild:  Salvagnini)
Die «S4+P4» ist ein hocheffizientes, flexibles Fertigungssystem für die Blechbearbeitung, das Stanzen und Biegen integriert – für eine vollautomatische, komplett mannlose Blechfertigung.
(Bild: Salvagnini)

Bei «Smart Line S4+P4» handelt es sich um die konkrete Umsetzung von Salvagninis «Lead the Change»-Versprechen, welches Blechbearbeitungs-Unternehmen in die Lage versetzt, Veränderungen so zu gestalten, dass sie die Komplexität der Produktion in Wertschöpfung wandeln.

Komplexität in einem einzigen Produktionsfluss meistern

Die aus der Integration einer «S4»-Stanz-Schermaschine und eines «P4»-Biegezentrums gebildete «Flexible Smart Line» produziert automatisch unterschiedliche Teile in Sequenz. Die Produktion der Blechkomponenten verläuft völlig autonom, mannlos und ohne Umlaufbestand. Manuelle Rüstung oder Zwischenhandling durch Bedienpersonal entfallen komplett.

Das «MD-Lager» für Einzelbleche beschickt die «S4», während der «MCU»-Portalroboter die Teile entlädt, stapelt und befördert, die «P4» beschickt sowie die verschiedenen Arbeitsgänge ausgleicht, indem er bei Bedarf als Puffer fungiert. Die wichtigste neue Funktion bietet «Flow», die von Salvagnini entwickelte «MOM»-Software zur Steuerung der Linie.

«Flow» verbindet Vorrichtungen, koordiniert das Produktionsverhalten und wählt dabei auftragsspezifisch die am besten geeignete Fertigungs-Strategie: «Inline», «Stack», «Load» in der Standardlinienkonfiguration; «Smart Buffering» und «Smart Reordering» auf dem optionalen Smartline-Level.

«Flow-Office» stellt darüber hinaus einen digitalen Zwilling des Systems zur Verfügung, der beispielsweise verwendet werden kann, um Auftragswarteschlangen und Produktionsszenarien vor dem Produktionsstart zu simulieren.

«S4»-Stanzmaschine mit Mehrfachpressen-Stanzkopf

Die «S4»-Stanzmaschine behält weiterhin die charakteristische Salvagnini-Architektur mit dem Mehrfachpressen-Stanzkopf und der integrierten Schere bei. Er kann bis zu 117 «Thick-Turret»-Werkzeuge aufnehmen, die stets auf der gesamten Blechtafel verfügbar sind, und ist mit Hybridaktuatoren ausgestattet, die den durchschnittlichen Verbrauch im Vergleich zu elektrischen Aktuatoren um bis zu 20 Prozent senken. Die Schere mit zwei rechtwinklig angeordneten, voneinander unabhängigen Schermessern trennt die Teile, ohne Material abzutragen, und minimiert so den Abfall.

Biegezentrum «P4-3126» komplettiert die Linie

Komplettiert wird die Linie durch das Biegezentrum «P4-3126» mit einer maximalen Biegehöhe von 260 mm. Durch die universellen Biegewerkzeuge und den automatischen Niederhalter «ABA» ist kein manuelles Umrüsten erforderlich. Die ausgestellte Anlage erweitert den Anwendungsbereich obendrein um die Optionen «CUT», «CLA/SIM», «RSU», «EPP» und «DPM-I» sowie ein Magazin mit drei T-Werkzeugen, die in ein und demselben Zyklus automatisch ein- und ausgeschwenkt werden können.

«Flexible Smart Job Shop»

Der «Flexible Smart Job Shop» kombiniert eigenständige Technologien, die unabhängig voneinander eingesetzt werden oder in kombinierten Produktionen zusammenarbeiten.(Bild:  Salvagnini)
Der «Flexible Smart Job Shop» kombiniert eigenständige Technologien, die unabhängig voneinander eingesetzt werden oder in kombinierten Produktionen zusammenarbeiten.
(Bild: Salvagnini)

Der «Flexible Smart Job Shop» kombiniert eigenständige Technologien, die unabhängig voneinander eingesetzt werden oder in kombinierten Produktionen zusammenarbeiten. Das System besteht aus einem «L3.G4»-Laser in vollautomatisierter Konfiguration mit einem «LTWS»-Lager und einer automatischen «MCU»-Sortiervorrichtung, interner Logistik mit autonomen mobilen Robotern und «P-Robot», in dem ein «P2-2520HG»-Biegezentrum, ein Roboter und eine «B3.ATA»-Abkantpresse integriert sind.

Die Softwarelösungen «Stream», «Store», «Nexus», «Move» und «RVS» koordinieren die Programmierung und Verschachtelung, die Lagerverwaltung, die Sortierung, die Zellenautonomie sowie die automatisierte Teileerkennung durch maschinelles Sehen.

Faser-Laserschneidsystem «L3.G4»

«L3.G4» ist das Faser-Laserschneidsystem von Salvagnini, das konstruiert wurde, um Zugänglichkeit, Steifigkeit, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit zu kombinieren. Die Konfiguration der Euroblech ist mit einer 10-kW-Laserquelle mit hoher Leistungsdichte, einem «LTWS»-Lager mit 10 Systempaletten und einer «MCU»-Sortiervorrichtung ausgestattet.

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Mithilfe der «ACUT»-Option kann je nach Leistung der Laserquelle bis zu 20 mm starkes Blech mit entsprechend aufbereiteter Druckluft geschnitten werden, wobei eine ähnliche Produktivität wie beim Schneiden mit Stickstoff erzielt wird, jedoch bei niedrigeren Kosten.

Neue Applikation für maschinelles Sehen

Salvagnini stellt darüber hinaus erstmalig «APVS» vor, eine neue Applikation für maschinelles Sehen, die im adaptiven Sensor «APC2» integriert ist. Mit der «APVS» erfasst eine Kamera eventuelle Schneidverluste, auch unter komplexen Betriebsbedingungen, und sorgt damit für eine bessere Prozesskontrolle, vermeidet Ausschuss und erhöht die Autonomie des Lasers während des Betriebs und beim Neustart nach einer Anomalie.

Handling bis 180 kg

Die automatische «MCU»-Sortiervorrichtung verfügt ebenfalls über ein breiteres Anwendungsspektrum: Sie bewältigt Materialstärken von 0,5 bis 20 mm und Gewichte bis zu 90 kg pro Manipulator, respektive 180 kg, wenn beide Greifelemente zusammenarbeiten. Der Multigreif-Modus und der Zweifachentnahme-Modus erhöhen die Flexibilität und reduzieren die Entnahmezeit um mehr als 25 Prozent. Die geschnittenen Teile können sofort für die unabhängigen mobilen Roboter bereitgestellt und zu den nachfolgenden Bearbeitungstechnologien befördert werden.

Die wichtigste neue Funktion des «P-Robot» ist erstmals die nachgelagerte Integration des «P2-2520HG»-Biegezentrums und der 3000 mm langen «B3.ATA»-Abkantpresse mit einer Kraft von 135 Tonnen sowie «ATA»- und «ATA.L»-Vorrichtungen.

Die «P2» übernimmt die meisten Bearbeitungen, während die «B3» doppelt negative Kantungen, Kantungen, welche den Arbeitsbereich der «P2» überschreiten, und sekundäre Umformtätigkeiten durchführt. Die neue «P2-2520HG» ermöglicht kompaktes Paneelbiegen auch bei grossen Blechstärken, während «RVS» unterschiedliche Teile, die vom Laser kommen, erkennt und unabhängig bearbeitet.

Koordinierter Verlauf von der Blechtafel bis zum Fertigteil

Das Ergebnis ist ein koordinierter Verlauf von der Blechtafel bis zum Fertigteil, bei dem Schneiden, Sortieren, Logistik, robotergestütztes Paneelbiegen und Abkanten je nach Produktionsanforderung zusammenwirken.

(böh)

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