Schild Metallveredlung AG: Wärmerückgewinnung realisiert

Redakteur: Anne Richter

>> Korrosion und Rost verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe. Galvanotechnik hilft, dass uns die Rohstoffe nicht ausgehen. Die Schild Metallveredlung AG feiert dieses Jahr ihr 55-Jahr-Jubiläum und hat soeben eine moderne Anlage zur Wärmerückgewinnung in Betrieb genommen.

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Entsorgungsanlage. (Bild: Schild)
Entsorgungsanlage. (Bild: Schild)

Das Kerngeschäft der Schild Metallveredlung AG in Büsserach, SO, umfasst das Verzinken, Vernickeln und Verchromen. Der grösste Teil des Umsatzes wird durch das Verzinken erzielt. Die Schichtdicke beträgt 5 bis 15 Mikrometer. In der Nachbehandlung wird die abgeschiedene Zinkschicht zusätzlich auf Wunsch gelb, blau, schwarz oder olive passiviert. Buntmetalle, Aluminium und Stahl werden vernickelt. Der Überzug schützt gegen chemische Einflüsse und dient auch als Unterlage vor dem Verchromen. In der Nachbehandlung lassen sich verschiedene Glanzgrade erreichen. Maximale Werkstückabmessung: 1700 x 700 x 350 mm.

Das Verchromen eignet sich für alle Kupferlegierungen, für Stahl und vernickelte Teile. Der Überzug schützt gegen chemische Einflüsse und ist verschleissfest. Verchromt wird vor allem in der Möbelindustrie, bei Fahrzeug- und Elektroteilen und überall dort, wo ein dekoratives Design gefragt ist, so auch bei Armaturen und Beschlägen. Die verschiedenen Glanzgrade werden bei der Nachbehandlung (Normal- und Glanzverchromung) erzeugt. Maximale Werkstückabmessung: 1700x700x350 mm.

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Chromstahl-Behandlungen

Chromstahl-Behandlungen erobern laufend neue Einsatzgebiete! Elektropolieren oder beizen und neutralisieren? Das Elektropolieren verleiht nichtrostenden Stählen spezifische Eigenschaften wie Verschönerung und Korrosionsschutz. Die Oberfläche wird auch im Mikrobereich völlig sauber geschlossen, klinisch rein und maximal korrosionsbeständig.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete: Chemie, Biochemie, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Anlagen- und Apparatebau, Medizin- und Labortechnik. Weiter haben sich Chromstahl-Behandlungen in der Textilbranche, in der Raumfahrt, Architektur und im Innenausbau durchgesetzt.

Insbesondere für den Armaturenbau werden Messingteile glanzgebeizt. Vorgängig wird entfettet. Maximale Werkstückabmessung: 100x100x100 mm.

Rundgang durch den Fertigungsbereich

Der Slogan der Firma Schild «Ihr Metall – unser Fall» signalisiert, dass das Unternehmen jede Herausforderung annehmen kann. Auf dem Rundgang durch die Produktion zeigt sich, dass die Firma mit ihren 13 Mitarbeitern – die momentan im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten – alle Veredelungen aus einer Hand anbieten kann.

Sehr wichtig ist jeweils die fachgerechte Vorbehandlung, vor allem das Entfetten und Beizen. Kleinstteile ab 3 mm Grösse und Massenteile werden vollautomatisch in den Trommeln der über 25 Meter langen Trommelstrasse veredelt. Grössere Werkstücke werden im ebenfalls rund 25 Meter langen automatischen Gestellautomaten verarbeitet. Es handelt sich um eine Anlage der neuesten Generation zum Trocknen für Werkstückabmessungen 3000x700x1250 mm. Mit 10 Umluftventilatoren wird eine Umluftmenge von 60 000 Kubikmeter pro Stunde produziert. Angeschlossen ist ein Airgenex®-Entfeuchtungsgerät. Eine intelligente Steuerung regelt die Luftgeschwindigkeit je nach Bauteilgrösse automatisch. Für jeden Kunden besteht ein eigenes Produktionsprogramm.

Umweltgerechtes Arbeiten und die Entgiftung der Abwässer sind der Schild AG ein zentrales Anliegen. Lösungsmittelfreie und zyankalifreie Prozesse setzen allerdings mehr Aufwand bei der Vorbehandlung voraus. Modernste Anlagen, die den ganzen Kellerbereich einnehmen, sorgen für optimale Abwasserreinigung.

Apropos Umweltschutz und Ökologie: Soeben wurde eine moderne Anlage zur Wärmerückgewinnung nachgerüstet und in Betrieb genommen. Dabei wird die vorhandene Abwärme praktisch emissionsfrei genutzt und dem Betrieb wieder zugeführt. Diese Investition zeigt, dass die Firma auch in diesem Bereich die Nase vorn hat.

Zurück zum Produktionsbereich. Was zeichnet die Firma aus? Dazu Ruedi Schild, Geschäftsführer, spontan: «Unsere Stärken sind Flexibilität, Termintreue, Qualität und umweltschonende Produktion.»

Galvanisierungsgerechte Konstruktionen zahlen sich aus

Das galvanisierungsgerechte Konstruieren wird leider immer noch oft vernachlässigt. Dabei geht es darum, ein Werkstück so zu konstruieren, dass man bestimmte Grundsätze berücksichtigt, die den Galvanisierungsprozess begünstigen, und Probleme vermeidet.

Einige der wichtigsten Regeln: Durchgangslöcher sind günstiger als Sacklöcher, da Sacklöcher je nach Durchmesser und Tiefe das Eindringen und Auslaufen der Prozessflüssigkeiten erschweren oder durch auftretende Luftblasen gar verhindern. Generell sind scharfkantige Aussen- und Innenwinkel zu vermeiden. Der Grund: Erhöhte Abscheidung bis hin zu Grat- und Knospenbildung.

Die Konstruktion hat einen grossen Einfluss auf das Galvanisieren. Unser Tipp: Kunden sollten den Metallveredler möglichst früh, schon beim Konstruieren, konsultieren und sich beraten lassen, mit einer Zeichnung oder einem Musterwerkstück. Mit über einem halben Jahrhundert Erfahrung wissen die Spezialisten von Schild, auf was es jeweils ankommt, und können Problemlösungen in optimaler Qualität zu optimalen Preisen anbieten. <<

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