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Sehr gute Stromübertragung
Die Schlatter-Gruppe ist ein international führender Hersteller von Schweissanlagen für die draht-, blech- und profilverarbeitende Industrie. Die Anlagen arbeiten nach dem Prinzip des elektrischen Widerstandsschweissens und benötigen daher zahlreiche stromführende Teile. Diese Teile bewegen sich bei jedem Schweissstromimpuls und müssen daher flexibel und schwingungsfest sein, aber auch bei hohen thermischen Belastungen einen zuverlässig guten Kontakt gewähren. Die Strombänder bestehen aus paketartig aufeinandergelegten Kupferfolien, die an den Enden durch Elektronenstrahlschweissen miteinander verbunden sind (Bild 3).
Mit dem Elektronenstrahlschweissen lassen sich mit geringster Wärmeeinbringung grosse Schweisstiefen, eine sehr gute Stromübertragung und eine lange Lebensdauer der Schweissstellen erreichen. Die positiven Erfahrungen haben dazu geführt, dass mittlerweile auch andere Hersteller von Stromzuführungen diese bei Schlatter Industries AG fertigen lassen. Inzwischen stammen gut 70 Prozent des Auftragsvolumens von auswärtigen Auftraggebern. In jedem Fall wird ein hohes Mass an Schweissqualität verlangt.
Technisch und wirtschaftlich optimales Verbindungsverfahren
Der Energieeintrag beträgt beim Elektronenstrahlschweissen im Vergleich zum MAG- oder WIG-Schweissen nur bis zu ein Prozent. Die Folgen davon sind sehr schmale Schweissnähte und minimaler Verzug bzw. Schrumpfung. Wärmeempfindliche Bauteile, zum Beispiel Drucksensoren, können mit konventionellen Verfahren aufgrund der thermischen Einwirkung nicht in der Nähe von wärmeempfindlichen Komponenten geschweisst werden.
Bei einer anderen Applikation werden zwei Zahnkränze zu einem Zahnrad für die Motoren von Formel-1-Rennwagen zusammengeschweisst. Durch das Schweissen dürfen weder die mechanischen Eigenschaften der vier Millimeter starken Zahnkränze noch deren Ebenheit beeinträchtigt werden. Bereits ein durch die Wärmeeinbringung verursachter minimaler Verzug würde das Zahnrad unwuchtig und damit unbrauchbar werden lassen, Festigkeitsänderungen hätten weitreichende Folgen. Deshalb kommt auch in diesem Fall nur das Elektronenstrahlschweissen als technisch und wirtschaftlich optimales Verbindungsverfahren in Frage.
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