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HP: Für Automobilbau additiv Metallteile fertigen Schneller 3D-Druck für die Serie

| Redakteur: Konrad Mücke

Seit dem Jahr 2018 vertraut der Fahrzeughersteller Volkswagen beim Industrialisieren seiner additiven Fertigung auf die 3D-Drucker HP Metal Jet. Deren Technologie gilt weltweit als äusserst fortschrittlich für die Produktion in grossen Serien.

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Symbolisch für die Leistungsfähigkeit aktueller 3D-Drucktechnologie produzierte HP in Zusammenarbeit mit dem Automobilzulieferer GKN 10000 Metallmodelle des Elektrofahrzeugs ID.3 für Volkswagen.
Symbolisch für die Leistungsfähigkeit aktueller 3D-Drucktechnologie produzierte HP in Zusammenarbeit mit dem Automobilzulieferer GKN 10000 Metallmodelle des Elektrofahrzeugs ID.3 für Volkswagen.
(Bild: hp / GKN)

Der Automobilhersteller legte mit der Zusammenarbeit mit dem Hersteller HP die Basis für seine mehrjährige Design- und Produktionsstrategie. Er erreichte damit einen wichtigen Meilenstein in der ersten Phase seiner dreiphasigen strategischen Roadmap. «Mithilfe des 3D-Druckers HP Metal Jet können wir unser Ziel, die additive Fertigung zu industrialisieren, schnell umsetzen – ein wichtiger Wendepunkt für die Automotive-Branche», sagt dazu Dr. Martin Goede, Head of Technology Planning and Development, Volkswagen, und ergänzt: «Das Innovationstempo von HP und die fortschrittlichen Fähigkeiten der Technologie haben unsere Erwartungen übertroffen. Wir erreichen unsere Meilensteine und können aktiv Funktionsteile für die Produktion identifizieren und entwickeln.» Die 3D-Drucker Metal Jet bieten hohe Geschwindigkeit, Qualität sowie wirtschaftliche Vorteile. Sie ermöglichen eine schnellere Serienproduktion 3D-gedruckter Metallkomponenten.

3D-Druck für E-Mobilität

Die Produktion des E-Mobils ID.3 ist der erste erfolgreiche Schritt innerhalb Volkswagens strategischer Roadmap für die Serienfertigung und Produktion von Accessoire-Komponenten mit dem HP Metal Jet. In den kommenden Phasen sollen die mit dem HP Metal Jet gedruckten Strukturbauteile in die nächste Fahrzeuggeneration integriert werden. Des Weiteren sollen die Bauteile kontinuierlich grös­ser sowie die technischen Anforderungen entsprechend angepasst werden. Ziel ist es, künftig 50 000 bis 100 000 etwa fussballgrosse Komponenten zu produzieren, darunter leistungsfähige Funktionsteile mit hohen strukturellen Anforderungen, zum Beispiel Schaltknäufe und Spiegelhalterungen. Sobald das neue Elektrofahrzeug in Serienproduktion geht, wird der HP Metal Jet voraussichtlich auch für zusätzliche Applikationen wie etwa die Leichtbauweise von vollständig sicherheitszertifizierten Metallteilen genutzt.

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«Die digitale Transformation ist in der Automotive-Branche in vollem Gange. Und Volkswagen steht mit seiner strategischen Vision und mutigen Umsetzung an der Spitze», sagt Tim Weber, Global Head of Metals, HP 3D Printing and Digital Manufacturing. «Unser Ziel ist es, unseren Kunden genau die Lösungen an die Hand zu geben, die sie für eine schnelle und wirtschaftliche Entwicklung und Produktion von hochwertigen Komponenten benötigen. Gemeinsam mit Volkswagen und Partnern wie GKN stehen wir für die Fabriken der Zukunft.»

Zusammenarbeit für Innovation

HP kooperiert mit GKN Powder Metallurgy, einem weltweit führenden Anbieter von Metallteilen. Beide Unternehmen produzierten innerhalb weniger Wochen über 10 000 hochwertige Komponenten für das visionäre Elektrofahrzeug ID.3 in den Produktionsstätten von GKN in Bad Langensalza und Radevorm­wald sowie in der HP-Metal-Jet-Fabrik in Barcelona. Letztere betreibt der Druckerhersteller – neben anderen –, um funktionale Metallteile für Automobil- und Industrieunternehmen zu fertigen. Die aktuellen Fahrzeugkomponenten konnten innert kürzester Zeit hergestellt werden.

Zudem produzierte GKN für die Marketingkampagne 10 000 massstabsgetreue Modelle des neuen Volkswagen ID.3. Dieses Automobil gilt als erstes vollständig elektrisch angetriebenes Serienfahrzeug mit CO2-neutralem Fussabdruck. Die Modelle werden an Mitarbeiter des Automobilherstellers sowie an Autohäuser in aller Welt geliefert. «Unsere Technologien als Teil der Marketingkampagne rund um das erste Elektrofahrzeug ID.3 sind eine tolle Möglichkeit, die Innovation von Volkswagen zu präsentieren», sagt Dr. Goede und fügt an: «Wir sind beim HP Metal Jet sehr zufrieden mit den technischen Features sowie der Geschwindigkeit, der Qualität und den niedrigen Kosten pro Bauteil. Die Oberflächenqualität und die Feature-Auflösung ermöglichen eine hohe Detailgenauigkeit und verleihen diesem wichtigen Meilenstein des Unternehmens eine besondere Note.» - kmu - SMM

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