Rundschleifen Schwächerer Umsatz, Marktanteile gewonnen

Redakteur: Anne Richter

Die letzten beiden Geschäftsjahre verliefen für Studer umsatzmässig schwächer als das hervorragende Jahr 2012. Trotzdem hat das Unternehmen Marktanteile gewonnen. Für 2015 erwartet das Unternehmen einen moderaten Ansieg, vor allem über die Gewinnung von Marktanteilen.

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Studer Motion Meeting 2015: die S141 im Weltall.
Studer Motion Meeting 2015: die S141 im Weltall.
(Bild: Anne Richter, SMM)

«Die Jahre 2013 und 2014 waren auf Grund zurückgestellter Investitionsprojekte sehr zäh für uns», berichtete Studer Geschäftsführer Fred Gaegauf auf der Pressekonferenz am 6. Februar 2015 beim jährlichen Studer Motion Meeting in Thun. Im Jahr 2012 war die gesamte Technologiegruppe Rundschleifen, zu der neben Studer die Unternehmen Schaudt und Mikrosa gehören, laut F. Gaegauf umsatzmässig noch hervorragend unterwegs. Dagegen gestalteten sich die folgenden Jahre vergleichsweise schwächer, hauptsächlich infolge verzögerter, respektive zurückhaltender Investitionsprojekte der angepeilten Industrien. Für das Jahr 2015 planen Studer, Schaudt und Mikrosa mit einer anspruchsvoll- moderaten Zuwachsrate.

Zuwachs durch Verdrängung

Auf Grund der weitgehend gesättigten Märkte erwartet Studer, respektive die gesamte Technologiegruppe Rundschleifen, die Zuwächse allerdings nur durch Marktanteilsgewinnung. Produktionskapazitäten sind in den Zielsegmenten nicht vollständig ausgenutzt, gibt Studer weiterhin bekannt. In solchen Zeiten sieht das Unternehmen nur die Möglichkeit, eine Strategie der Wettbewerbsverdrängung zu fahren. Es gelte die Fähigkeiten, die Kapazitäten und auch die Produkte bereit zu stellen beziehungsweise weiterzuentwickeln, um der Vertriebsorganisation den Marktzugang für weitere Marktanteilsgewinnung zu ermöglichen.

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Effizienzverbesserung

Investieren will Studer im Jahr 2015 weiterhin und schwergewichtig in Effizienz-Verbesserung der Produktionsprozesse. Lean Six Sigma wurde als Standard in der ganzen Gruppe eingeführt und dient in allen Bereichen der Unternehmungen zur Effizienzsteigerung.

Erfolgreiche Einführung der S141

Mit der S141 brachte Studer im 2014 eine weitere Universal-Innenrundschleifmaschine mit absolut neuster Technologie auf den Markt, die an den Messen AMB, Bimu, IMTS und der Jimtof 2014 erfolgreich präsentiert werden konnte. Studer baut nun die S141 – mit den beiden Maschinen S131 und S151 – zu einer kompletten Baureihe aus. Die S131 ist mit einem Schwingdurchmesser über dem Tisch von Ø 250 mm und einer maximalen Schleiflänge von innen 175 mm und aussen 125 mm deutlich kleiner und kompakter als die S141. Sie ist in einer Ausführungslänge für Werkstücke mit Maximallänge von 300 mm erhältlich.

Die S151 ist mit einem Schwingdurchmesser über dem Tisch von Ø 550 mm und einer maximalen Schleiflänge von innen 400 mm und aussen 150 mm etwas grösser als die S141. Sie ist in einer Ausführungslänge für Werkstücke mit Maximallängen von 700 mm erhältlich.

Technologiegruppe Rundschleifen

Die Zusammenarbeit zwischen Studer, Schaudt und Mikrosa wurde in den letzten Jahren, gerade im Bereitstellen der Grundmaschinen durch Studer, noch weiter ausgebaut und hat auf der einen Seite zu neuen und innovativen Produkten wie der Crankgrind – der neuen Kurbelwellenschleifmaschine von Schaudt – geführt, auf der anderen Seite konnte in diversen Kundenanfragen auch erfolgreich gemeinsam als Komplettanbieter aufgetreten werden. Studer, Schaudt und Mikrosa arbeiten als Technologiegruppe Rundschleifen innerhalb der United Grinding Group intensiv zusammen. Studer Steffisburg, Studer Biel als Technologiezentrum Innenschleifen und Schaudt Mikrosa Leipzig als Automobil Kompetenzzentrum sind Systemhäuser, welche die bestmöglichen Applikationslösungen für ihre Kunden anbieten. <<

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