Swissmechanic Wirtschaftsbarometer MEM-KMU kämpfen weiter gegen Gegenwind

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Der Swissmechanic KMU-MEM-Geschäftsklimaindex zeigt zu Jahresbeginn 2026 weiterhin eine angespannte Lage in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM). Mit rund -30 Punkten verharrt der Index weiterhin deutlich im negativen Bereich. Drei Viertel der Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als ungünstig. Laut dem Branchenverband sei eine nachhaltige Erholung weiterhin nicht in Sicht.

Ausdauer statt Aufbruch: Swissmechanic-Geschäftsklimaindex für die KMU-MEM-Betriebe.(Bild:  BAK Economics, Swissmechanic Quartalsbefragung)
Ausdauer statt Aufbruch: Swissmechanic-Geschäftsklimaindex für die KMU-MEM-Betriebe.
(Bild: BAK Economics, Swissmechanic Quartalsbefragung)

Rund 40 Prozent der Betriebe verzeichneten im vierten Quartal 2025 rückläufige Auftragseingänge und Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Bei 46 Prozent gingen die EBIT-Margen zurück. Zwar berichten einzelne Unternehmen von einer leichten Stabilisierung, doch die Gesamtauslastung liegt weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Nur noch 18 Prozent der Betriebe verfügen über einen Auftragsbestand von mehr als zwölf Wochen.

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Unsicherheit bleibt hoch

Grösste Herausforderungen: Die Auftragslage bleibt mit 63 Prozent die grösste Sorge der Unternehmen. Wechselkursschwankungen (37 Prozent) und der Fachkräftemangel (26 Prozent) belasten zusätzlich.(Bild:  BAK Economics, Swissmechanic Quartalsbefragung)
Grösste Herausforderungen: Die Auftragslage bleibt mit 63 Prozent die grösste Sorge der Unternehmen. Wechselkursschwankungen (37 Prozent) und der Fachkräftemangel (26 Prozent) belasten zusätzlich.
(Bild: BAK Economics, Swissmechanic Quartalsbefragung)

Die Auftragslage bleibt mit 63 Prozent die grösste Sorge der Unternehmen. Wechselkursschwankungen (37 Prozent) und der Fachkräftemangel (26 Prozent) belasten zusätzlich. 17 Prozent der Unternehmen setzen derzeit Kurzarbeit ein – ein Wert, der dem Durchschnitt der vergangenen Quartale entspricht.

Auch die Senkung der US-Zölle von 39 auf 15 Prozent bringe nur begrenzte Entlastung. Für die Mehrheit der Unternehmen bedeute dies keine Trendwende, sondern lediglich eine moderate Verbesserung der Geschäftsaussichten. Strategische Anpassungen konzentrieren sich weiterhin auf Prozess- und Kostenoptimierungen.

Investitionen unter Druck

Finanzielle Restriktionen verhindern bei 26 Prozent der Unternehmen Investitionen – ein leichter Anstieg gegenüber dem Herbst 2025. Hauptgrund seien fehlende Eigenmittel. Gleichzeitig planen zwei Drittel der Betriebe, ihre Produktionskapazitäten konstant zu halten. Von einer breiten Expansion könne jedoch keine Rede sein.

Swissmechanic-Präsident Nicola Tettamanti sagt: «Unsere KMU zeigen grosse Ausdauer. Doch eine Stabilisierung auf tiefem Niveau ist noch keine Erholung. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen und politische Stabilität, die Investitionen ermöglichen und Planungssicherheit schaffen.»

Swissmechanic-Direktor Erich Sannemann ergänzt: «Die Unternehmen reagieren pragmatisch: Sie optimieren Prozesse, sichern ihre Liquidität und halten ihre Belegschaften so weit wie möglich stabil. Diese Widerstandskraft ist beeindruckend – sie darf aber nicht als Selbstverständlichkeit betrachtet werden.»

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