KMU Mittelstandstudie 2024 Schweizer KMU sind wieder optimistischer

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Die siebte Ausgabe der KMU Mittelstandstudie des Verbands Swiss Export und der Strategieberatung Kearney, die zusammen mit Raiffeisen und dem Jahrespartner Kistler Gruppe durchgeführt wurde, gibt Einblick in die aktuelle Lage, sowie momentane Herausforderungen und Chancen für kleine und mittelgrosse Schweizer Unternehmen (KMU). Schwerpunkt der diesjährigen Umfrage war der Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) bei KMU.

Die KMU Mittelstandstudie wird seit 2018 jährlich durchgeführt und misst den Puls der kleinen und mittleren Schweizer Betriebe. Im Frühjahr 2024 haben Kearney und Swiss Export zum mittlerweile siebten Mal eine Befragung des Schweizer Mittelstands durchgeführt. Zum fünften Mal ist Raiffeisen als Studienpartnerin dabei, als wechselnder Industriepartner arbeitete die Kistler Gruppe mit. An der Online-Erhebung beteiligten sich insgesamt 605 Unternehmen.(Bild:  Raiffeisen Schweiz)
Die KMU Mittelstandstudie wird seit 2018 jährlich durchgeführt und misst den Puls der kleinen und mittleren Schweizer Betriebe. Im Frühjahr 2024 haben Kearney und Swiss Export zum mittlerweile siebten Mal eine Befragung des Schweizer Mittelstands durchgeführt. Zum fünften Mal ist Raiffeisen als Studienpartnerin dabei, als wechselnder Industriepartner arbeitete die Kistler Gruppe mit. An der Online-Erhebung beteiligten sich insgesamt 605 Unternehmen.
(Bild: Raiffeisen Schweiz)

Die in den vergangenen Jahren durchgeführten Studien haben gezeigt, dass viele Schweizer KMU grundsätzlich gut gerüstet sind, um den vielschichtigen Herausforderungen zu begegnen. Die diesjährige Befragung ergab, dass Schweizer KMU im Vergleich zum Vorjahr wieder mit mehr Optimismus auf ihre zukünftige Entwicklung blicken. Fabian Siegrist, Partner bei Kearney, sagt dazu: «Rund zwei Drittel der Schweizer KMU erwarten eine gute bis sehr gute Entwicklung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Schweizer KMU haben gelernt, mit komplexen makro- und geopolitischen Situationen umzugehen und haben entsprechende Vorkehrungen getroffen. Die Stabilisierung von Energie- und Rohstoffpreisen, das etwas weniger angespannte Zinsumfeld und die einigermassen stabile wirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Exportmärkten tragen sicherlich zum Optimismus bei.»

Künstliche Intelligenz: Potenzial ja, Personalabbau nein

Die KMU Mittelstandstudie 2024 zeigt, dass der Einsatz von KI bei den befragten Unternehmen noch verhalten ist. Während rund die Hälfte der Unternehmen zwar Chancen im Einsatz von KI sieht, setzen aktuell nur etwa neun Prozent der Befragten künstliche Intelligenz systematisch ein. Als Einsatzbereiche werden IT, Marketing und Vertrieb sowie Kundenservice angegeben. Viele KMU sehen den Vorteil im Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Ergänzung und nicht dem Ersatz menschlicher Intelligenz oder Arbeit. Obwohl sie durch den Einsatz von KI zwar eine erhebliche Veränderung der Arbeitsweise und der Kundeninteraktion erwarten, gehen nur 23 Prozent von einem direkt auf den Einsatz von KI bezogenen Stellenabbau aus.

Claudia Moerker, Geschäftsleiterin des Verbands Swiss Export betont die wachsende Bedeutung von KI: «Durch die neuen Möglichkeiten mit künstlicher Intelligenz werden Innovationen zum Standard. Unternehmen und Organisationen müssen sich ständig anpassen und neu erfinden, um aus dem Wandel einen Turbo-Wandel zu machen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.»

Aussenpolitik wird wichtiger

In den vergangenen Studienausgaben haben die befragten KMU Energie- und Rohstoffpreise als grösstes Konjunkturrisiko angegeben. Das sehen sie auch in diesem Jahr als Hauptrisiken, jedoch mit rückläufiger Tendenz (2022: 84 Prozent der Nennungen, 2023: 62 Prozent, 2024: 56 Prozent). Für die Befragten KMU an Bedeutung gewonnen hat hingegen die aussenpolitische Entwicklung. Das Thema hat gegenüber der letztjährigen Umfrage um fast zehn Prozentpunkte hinzugewonnen. Dies beinhaltet auch die Beziehung der Schweiz zur EU, die ebenfalls häufig als Risiko genannt wurde. Diesbezüglich erwarten die KMU auch die grösste Unterstützung durch die Politik. Die Klärung der bilateralen Beziehungen zur wichtigsten Handelspartnerin der Schweiz ist zum sechsten Mal in Folge die Haupterwartung an die Politik.

Roger Reist, Leiter Firmenkunden, Treasury & Markets und Mitglied der Geschäftsleitung bei Raiffeisen Schweiz, sagt dazu: «Gerade exportorientierte Unternehmen sind für ihre Planung und künftigen Investitionen auf stabile und funktionierende Beziehungen mit der EU angewiesen. Die aktuelle Rechtsunsicherheit und teilweise beschränkte Teilnahme am europäischen Binnenmarkt schränken die Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Freiheit ein.»

Positive Aussichten der Unternehmerinnen und Unternehmer

Zwei Drittel der Unternehmen erwartet künftig eine gute bis sehr gute wirtschaftliche Lage. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 62 Prozent. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den finanziellen Erwartungen. Mehr als 80 Prozent der befragten KMU gehen von steigenden oder gleichbleibenden Umsätzen aus. Der Fachkräftemangel hat zwar etwas an Dringlichkeit verloren, bleibt aber das am zweithäufigsten genannte Konjunkturrisiko.

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