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Freihandelsabkommen
Ein weiterer Faktor ist die Dynamik, die das Freihandelsabkommen zwischen China und der Schweiz in die geschäftlichen Beziehungen gebracht hat. „Obwohl es erst im Juli 2014 in Kraft getreten ist, hat das Freihandelsabkommen die Schweiz wieder auf die Landkarte gebracht und das gegenseitige Interesse an engen Handelsbeziehungen sicherlich positiv beeinflusst. Die Konkurrenz schläft aber nicht: Kürzlich hat China auch mit Südkorea ein Freihandelsabkommen unterzeichnet und plant weitere mit Australien unter anderen Ländern.“
Produktionstrends kommen Schweizer Herstellern entgegen
Die chinesische Produktionslandschaft befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Die Lohnkosten steigen, gleichzeitig haben die Hersteller keine Möglichkeit, die Preise zu erhöhen. Das bedeutet, dass chinesische Produzenten künftig effektiver sein und gleichzeitig die Wertschöpfungskette empor klettern müssen, um grössere Gewinnmargen zu erzielen. Chinesische Produzenten wollen immer bessere Produkte für den Heimmarkt und den Export erzeugen. „Dieser Trend steht noch ganz am Anfang. Der iPhone-Hersteller und Apple-Zulieferer Foxconn beschäftigt in China eine Million Arbeitskräfte, die am Fliessband arbeiten, wie wir es in Westen vor hundert Jahren gemacht haben.“ Produktivität und Qualität werden zu den Hauptfaktoren für Wettbewerbsfähigkeit in China. „Es gibt definitiv eine steigende Nachfrage für Automation und qualitativ hochwertige Maschinen. Genau das sind die Stärken der Schweizer Maschinen-Exporteure. Mit dem Freihandelsabkommen und dem Potential, das die chinesische Wirtschaft bietet, erwarten wir, dass der positive Trend für mindestens ein Jahrzehnt anhält“, erklärt Musy.
Machinery, Trading and Business Center für KMU
Die Foundation Swiss Centers und das Swiss Center Shanghai haben kürzlich das “Machinery, Trading and Business Center” in der Pilot-Freihandelszone in Shanghai eröffnet. Das Ziel ist die Unterstützung von zahlreichen Schweizer KMU vor Ort, die nicht über die Ressourcen der internationalen Grossunternehmen verfügen. „Auf 4.400m² werden Ausstellungsräume, Lager und Büros angeboten, die speziell auf die Bedürfnisse der Schweizer Industriebetriebe ausgerichtet sind: hohe Bodenbelastungsfähigkeit, hohe Räume und die entsprechende industrielle Stromversorgung“, erklärt Zhen Xiao, General Manager des SCS.
„Unternehmen können ihre Maschinen permanent zollfrei in der Freihandelszone ausstellen, was Cash-Flow Vorteile bringt“, sagt Xiao. Die Freihandelszone kann als optimales Logistik- und Handelszentrum für den ganzen asiatischen Markt dienen. Zollerklärungen werden nur einmal im Monat gebündelt gemacht. Durch die vereinfachten Zollerklärungen und den Sonderstatus der Zone können Ersatzteile aus der Freihandelszone in nur vier Stunden verschickt werden.
Das neue “Machinery, Trading and Business Center” für Schweizer KMUs befindet sich in optimaler Lage in der Freihandelszone Shanghai. Die Freihandelszone wurde Ende vergangenes Jahr eingerichtet, um weitreichende Reformen der chinesischen Regierung zu testen. Ausländische Unternehmen, die sich in der Freihandelszone registrieren, profitieren von stark abgebauten administrativen Hürden und Regularien in allen Bereichen des Unternehmensalltags und bei Finanztransaktionen.
Unter den Schweizer Firmen, die im „SCS Machinery, Trading and Business Center“ Werkstätten und Ausstellungsräume eröffnen, sind Affolter Technologies, DEC, Starrag Group und Willemin Macodel.
Über das Swiss Center Shanghai (SCS)
Das SCS, eine Plattform zur Unterstützung Schweizer Unternehmen in China und Asien, wurde im Jahr 2000 gegründet. Es ist heute bei weitem der grösste Cluster von Schweizer Firmen in Asien mit einer grossen Erfahrung im Markteintritt, in der Expansion und im operativen Controlling in China. Das SCS bietet seinen Mitgliedern nicht nur Geschäfts- und Büroflächen, sondern auch Government Relations, Sekretariat und Marketing-Unterstützung sowie ein breites Netzwerk an Experten. SCS hat mehr als 200 Betriebe in China unterstützt – sowohl KMU als auch Grossunternehmen. Dabei haben die Experten des SCS unter anderem 20 Produktionsunternehmen und mehr als 30 Büros und Vertriebsfirmen in China aufgebaut. <<
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