Die S Combi AG hat sich vor 25 Jahren im Rahmen eines Management-Buy-Outs (MBO) neu positioniert und zu einem technologisch breit abgestützten Anlagen- und Apparatebauer entwickelt. Die 38 Spezialistinnen und Spezialisten beherrschen das gesamte Entwicklungs- und Fertigungs- Knowhow, um komplette Anlagen zu konstruieren, produzieren und schliesslich in Betrieb zu nehmen. Die Anlagen werden in die Holz- und Futtermittelindustrie, den Maschinenbau bis hin zur Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie weltweit geliefert; 100 Prozent Swissmade.
Zertifizierte Schweisser gehören in diesem Segment zur Schlüssel-Kompetenz.
(Bild: S Combi)
Mit einer Produktionsfläche von über 3000m2, einer Kranladehöhe von 6,5 m und einer Toröffnung von 5 x 5 m sind die maximalen Dimensionen der Komponenten, die die Hallen der S Combi AG verlassen, definiert.
Doch es geht noch grösser; den Kundenwünschen sind keine Grenzen gesetzt: Solche Anlagen werden modular konstruiert und gefertigt, die Endmontage erfolgt beim Kunden und vor Ort.
Zu den Kernkompetenzen gehört der Anlagen- und Apparatebau, sowie das gesamte Spektrum der Blechbearbeitung. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine Fertigung für Dreh- und Fräsbearbeitungen.
Dominik Seiler (Geschäftsleitung und Verkaufsleitung): «Aufgrund unserer enormen Fertigungstiefe ist es eine besondere Stärke von uns, dass wir selbst komplexeste Gesamtanlagen aus einer Hand realisieren können. Das bedeutet auch, dass wir die gesamte Qualitätskontrolle solcher Anlagen übernehmen und das Zeitmanagement exakt definieren können. Entsprechend kurz sind die Lieferzeiten.»
S Combi AG ist nach ISO 3834-2 für das Schmelzschweissen von metallischen Werkstoffen zertifiziert. Zwei Schweissaufsichtspersonen sind qualifiziert, um die geforderten Schweissverfahren- und Prüfungen in ihren Teams zu schulen und zu überwachen. Die Schweissnähte werden sowohl visuell als auch im Farbeindringverfahren geprüft.
Alle Mitarbeiter im Anlage- und Apparatebau sind im Besitz der entsprechenden Zertifikate für Schweisser nach ISO 9606.
Von einfach bis hochkomplex
D. Seiler: «Die Wurzeln der S Combi AG liegen in der Agrarwirtschaft, wo unter anderem kundenspezifische Trocknungsanlagen gefertigt werden. Unsere heutigen Anlagen und Apparate reichen von einfach bis hochkomplex, wir decken die gesamte Bandbreite ab.»
Im Rahmen des MBO vor 25 Jahren hat das neue Management - unter Dominik Seiler in der zweiten Generation - das Unternehmen konsequent diversifiziert. Hinzu kamen Kunden aus der Robotik, der Pharma-, Chemie-, Lebensmittel- und Kunststoffindustrie.
Höchste Ansprüche in der Verfahrenstechnik
D. Seiler: «Unser Kompetenzspektrum hat sich massiv erweitert, nicht zuletzt durch das breitere Kundenspektrum mit seinen Anforderungskatalogen. An diesen Herausforderungen wachsen wir.»
Eine dieser Kompetenzerweiterungen ist die Verfahrenstechnik. Bei der Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen, chemischen und biotechnologischen Anlagen müssen einerseits die Normen und andererseits die Anforderungen, die sich aus der so genannten Good Manufacturing Practice (GMP) ergeben, berücksichtigt werden.
D. Seiler: «Wir unterstützen unsere Kunden von der hygienegerechten Konstruktion, der Werkstoffauswahl, bis hin zum Schweissverfahren und der Oberflächenbehandlung,».
Auch die Dokumentation solcher Anlagen sind umfangreich und beinhalten:
Abnahmeprüfzeugnis 3.1. für Material
Videoendoskopie und PT – Prüfung
Schweissdokumentation
Rauheits- und Delta-Ferrit-Messungen
Beispiel aus der Pharmabranche: GMP Reinigungssanlage
Relativ jung ist der Bereich der Reinigungsanlagen für die kosmetische und pharmazeutische Produktion sowie der Anlagenbau im Bereich der Robotik. D. Seiler: «Auch in diesen Highend-Segmenten bieten wir Komplettlösungen inklusive der Integration der Steuerungstechnik an, so dass die Anlagen komplett montiert unser Haus verlassen können.» Solche kundenspezifischen Einzelanfertigungen gehören zu den Stärken der S Combi AG.
Beispiel aus der Agrarbranche: Vakumverdampfungsanlage und Trocknung von flüssigen Gärresten und Gülle
Hohe Nutztierbestände und eine steigende Anzahl an Biogasanlagen führen zu einem grossen Überschuss an Gülle und Gärreste. In Zusammenarbeit mit Schweizer Ingenieurfirmen konnte eine verfahrenstechnische Lösung zur Nährstoff-Rückgewinnung aus Gärreste und Gülle entwickelt werden.
D. Seiler: «Auf Basis eines Prozess-Schemas PID entwickelt unser Konstruktionsteam in sehr enger Abstimmung mit dem Kunden die Anlage. Die Gärreste wird im Vakuumverdampfer aufkonzentriert und im Anschluss getrocknet. Das Endprodukt ist ein organisches Düngergranulat für den Landbau.
Solche Anlagensysteme sind immer Einzelanfertigung und gehören zu unseren Kernkompetenzen. Umso wichtiger ist die langjährige Erfahrung in den verschiedenen Segmenten und die interdisziplinäre Zusammenarbeit unseres Teams.»
Kundenspezifische Schnecken: Lieferzeit nicht im Schneckentempo
Ein Alleinstellungsmerkmal der S Combi AG in der Schweiz ist die Herstellung von Schnecken mit einem Aussendurchmesser von 150 bis 2000 mm und einer Materialdicke bis 25 mm.
Gisela Meyer (Leiterin Personal und Finanzen): «Wir können auch in diesem Segment alles aus einer Hand fertigen und sind dadurch nicht nur sehr schnell, sondern können auch sehr genau auf die technischen Anforderungen des Kunden eingehen. Apropos schnell: Eine mittelgrosse Schnecke in Stahl, Edelstahl oder Hardox liefern wir innerhalb von Tagen nach Auftragseingang.»
Stand vom 30.10.2020
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Von Chromstahl bis Hardox
Das Materialspektrum ist breit und auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. Es reicht von Edelstählen, Duplexstählen, Kohlenstoffstählen bis hin zu hitzebeständigen Stählen für Trocknungsanlagen im Hochtemperaturbereich, die bis zu 950 °C Dauerbelastung aushalten. Darüber hinaus werden verschleissfeste Hardox-Stähle verarbeitet.
Konstruktion und Entwicklung
«Die Fertigungsmöglichkeiten ändern sich ständig. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten in der Konstruktion, die unser Kunde oft gar nicht kennt. Die Optimierung bestehender Konstruktionen ist eine unserer Stärken, denn hier kommt wieder unsere Nähe zwischen Konstruktion und Fertigung zum Tragen. Durch den Knowhow-Transfer in die Konstruktion können erhebliche Kosteneinsparungen erzielt und der Faktor Time-to-Market begünstigt werden.» sagt D. Seiler.
Zukunftsorientierte Personalentwicklung
Ein wesentliches Element für einen qualitativ hochstehenden Anlagen- und Apparatebau sind für diesen Bereich ausgebildete Mitarbeitende, wie Gisela Meyer gegenüber dem SMM sagt: «Wir setzen konsequent auf qualifizierte Mitarbeitende, die in ihrem Segment aus- und weitergebildet sind. Dank ihrer Qualifikation und ihrem Engagement sind wir in der Lage, die von unseren Kunden geforderten Qualitätsmerkmale zu erreichen. Unsere Schweissfachleute unterziehen sich jährlich obligatorischen Prüfungen. Und dann sind da noch unsere Konstruktions- und Engineering-Teams, die durch die Nähe zur Fertigung und Montage über ein exzellentes Fertigungs-Knowhow verfügen, das sich letztlich in den Konstruktionsprozessen positiv niederschlägt. Unsere Entwicklungskompetenz im Anlagenbau ist eine unserer strategischen Stützen.»
Weichen für die Zukunft gestellt
25 Jahre nach dem Management-Buy-Out hat sich die S Combi AG zu einem Spezialisten im Anlagen- und Apparatebau entwickelt. Nicht zuletzt durch eine vorausschauende Personalentwicklung und Investitionen in modernste Fertigungsanlagen sowie eine konsequente Diversifizierung der Kundensegmente sind die Weichen für die Zukunft gestellt.