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Spezielle Schleuse ermöglicht Handhabung von aussen
Was jedoch neu ist und die Anbindung an eine Strahlanlage überhaupt erst ermöglicht, ist eine speziell entwickelte Schleuse, die es dem Roboter erlaubt, die Werkstücke von aussen in die Strahlkabine einzuführen und dort im programmierten Ablauf zu handeln. Diese besteht im Wesentlichen aus einer dicht schliessenden Schleusenkupplung, welche verhindert, dass Strahlgut aus der Strahlkabine in die Roboterzelle gelangt. Während des Ein- und Ausfahrens sorgt Sperrluft dafür, dass kein Strahlgut austritt. Ausserdem wird der Greifer beim Ausfahren aus der Schleuse von zugeschalteten Air Nozzles (Luftdüsen) abgereinigt, um Verschleppungen zu vermeiden. Die Freiheitsgrade des Roboters sowie die neu entwickelte, flexible Schleuse erlauben das Abfahren komplexer Konturen.
Ergänzend dazu hat Handling Tech den Robotergreifer sowie die Strahlkabine entsprechend modifiziert. Im Fall der Greifer handelt es sich hauptsächlich um zusätzlich angebrachte Manschetten beziehungsweise Abstrahlbleche, die verhindern, dass sich Strahlmedien ablagern können. Die Strahlkabine ist zusätzlich mit seitlichen Scheiben ausgestattet, die das Teachen der Roboterbewegungen erleichtern. Ausserdem erlauben ansteuerbare Ventile, anstatt der normalerweise vorhandenen handverstellbaren Ventile, dass auch Prozessparameter wie Strahldrücke oder Strahlgutvorbeschleunigungen exakt einstellbar und programmierbar sind. Dies trägt neben der definierten Werkstückmanipulation wesentlich zur Prozessoptimierung bei. «Die über die Robotersteuerung ansprechbaren Ventile reduzieren erheblich den Rüstaufwand bei Werkstückwechsel», ergänzt Jörg Hutzel, Geschäftsführer von Handling Tech.
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