Bosch Rexroth: Servohydraulik Servohydraulische Pressen arbeiten effizienter

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Mit Servohydraulik von Bosch Rexroth angetriebene Umformpressen erfordern dank Rekuperation bis 30 Prozent weniger Primärenergie. Modularer Aufbau und kompakte Bauweise vereinfachen Engineering und Installation. Die zur Messe Euroblech vorgestellten Antriebe sind digitalisiert.

Minimieren Engineering- und Installationsaufwand sowie Energieverbrauch: modular aufgebaute servo­hydraulische Antriebe für Umformpressen.(Bild:  Bosch Rexroth)
Minimieren Engineering- und Installationsaufwand sowie Energieverbrauch: modular aufgebaute servo­hydraulische Antriebe für Umformpressen.
(Bild: Bosch Rexroth)

Blechverarbeiter profitieren mehrfach von servohydraulisch angetriebenen Umformpressen. Servohydraulik erfordert eine geringere Ölmenge als bisherige konventionelle Hydraulik. Bleche können produktiver und effizienter umgeformt werden. Zudem lassen sich Presskräfte und -geschwindigkeiten exakt auf Umformprozesse anpassen. Das erhöht häufig die Qualität der gefertigten Bauteile.

Bedarfsgerecht konfigurieren

Servohydraulische Antriebe von Bosch Rexroth sind modular aufgebaut. Sie bestehen aus servohydraulischen Pumpeneinheiten und Steuerblöcken. Diese lassen sich je nach Forderungen so einsetzen, dass sie Ziehkissen und Oberkolben bei programmierbaren Drücken auf den aktuellen Bedarf abgestimmt mit Ölförderstrom versorgen. Werden beide servohydraulischen Systeme mit einem gemeinsamen elektrischen Antrieb betrieben, ermöglicht eine damit ausgestattete Tiefziehpresse im Vergleich zu konventionellen Hydraulikpressen mit Ventilsteuerung einen bis zu 30 Prozent verminderten Energieverbrauch.

Auf Leistungsbedarf abgestimmt

Die deutliche Steigerung der Energieeffizienz ermöglicht zum einen die drehzahlgeregelte Servomotor-Pumpeneinheit für den Oberkolben, die zu jedem Zeitpunkt des Pressenzyklus die exakt benötigte Leistung bereitstellt. Zum anderen kann beim Tiefziehen ein Teil der Prozessenergie über die Servomotor-Pumpeneinheit im Ziehkissen zurückgewonnen werden, die bei Einsatz der sonst üblichen Ventilsteuerung zur Regelung der Ziehkissenkraft verloren gehen würde. Die zurückgewonnene elektrische Energie kann dem Oberkolben über den gemeinsamen Zwischenkreis zur Verfügung gestellt oder ins Netz zurückgespeist werden. Dadurch reduziert sich der Energieverbrauch der Maschine direkt während des Ziehvorgangs.

Darüber hinaus erschliesst die servohydraulische Antriebslösung zusätzliche Einsparpotenziale durch einen minimierten Kühlbedarf des Hydraulikaggregats. Grund hierfür ist der hohe Wirkungsgrad beziehungsweise die drastische Reduktion der Drosselverluste. Das minimiert die Erwärmung des Hydrauliköls. Dadurch kann das Aggregat kleiner ausgelegt und teilweise komplett auf eine Kühlung verzichtet werden. So erfordert sie niedrigere Investitionen und arbeitet im Betrieb profitabler.

Produktiv und transparent fertigen

Die digitale Steuerung des servohydraulischen Antriebs wirkt sich positiv auf die Prozessqualität und -transparenz sowie die Produktivität aus. Da sich die einzelnen Drücke, Positionen, Geschwindigkeiten und Kräfte sehr präzise regeln lassen, können Blechteile wiederholgenau bei höherer Qualität produziert werden. So kann zum Beispiel der Oberkolbenantrieb auch mit sehr niedrigen Motordrehzahlen von wenigen Umdrehungen pro Minute arbeiten. Gleichzeitig ermöglichen die reaktionsschnellen Servomotoren kürzere Zykluszeiten und ein produktiveres Fertigen. Unterschiedliche Pumpenoptionen mit 2-Punkt- oder proportionalem Verstellsystem bis hin zur Mehrquantensteuerung erweitern den Gestaltungsspielraum zusätzlich. Das ermöglicht, das energiesparende Antriebskonzept für eine Vielzahl an Anwendungen einzusetzen. Der servohydraulische Antrieb erlaubt zudem datenbasierte Analysen zur Prozessoptimierung und ein Condition Monitoring zur Minimierung von Stillstandszeiten.

(kmu)

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