GIS-Technik in der Samsung Hall Zürich Smartes Rigging-System sorgt für Flexibilität

Redakteur: Silvano Böni

Die Samsung Hall in Zürich bietet unterschiedlichen Veranstaltern eine Event-Halle mit moderner Infrastruktur zur kreativen Nutzung. Ein innovatives Rigging-System von GIS sorgt hierbei für maximale Flexibilität und Sicherheit. Für die lückenlose Einhaltung der zulässigen Gesamt- und Einzellasten überwacht ein Kontrollsystem sämtliche Hubeinheiten.

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Die eingesetzten GIS-Elektro­kettenzüge vom Typ LCH2000/1NL.D8 Plus haben einen in die Aufhängung integrierten Lastmessbolzen, welcher direkt mit dem Funkempfänger verdrahtet ist.
Die eingesetzten GIS-Elektro­kettenzüge vom Typ LCH2000/1NL.D8 Plus haben einen in die Aufhängung integrierten Lastmessbolzen, welcher direkt mit dem Funkempfänger verdrahtet ist.
(Bild: GIS AG)

Sowohl Konzerte als auch Corporate-Events wie Jubiläumsfeiern, Generalversammlungen und Mitarbeiterfeste finden in der Samsung Hall in Zürich statt. Die moderne, flexibel einsetzbare Infrastruktur beinhaltet neuste Sound-, Licht- und Videotechnik und ermöglicht ein effizientes Auf- und Abbauen.

Eine zentrale Kundenanforderung an das Rigging-System ist daher eine hohe Flexibilität unter stetiger Einhaltung sämtlicher Sicherheitsaspekte. Die Firma GIS AG erhält den Auftrag für die umfangreiche und technisch sehr anspruchsvolle Realisierung der Anlage, welche einen grossen Teil der 2000 m2 messenden Fläche lückenlos bedient.

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Flächendeckendes, flexibles Rigging

Das Grundgerüst besteht aus elf Kranbahnen, die auf einer Länge von 35 Metern parallel an der Hallendecke angebracht sind. Sie reichen vom LED-Screen hinter der Bühne bis zur Kante des Balkons. An ihnen sind total 55 moderne GIS-Hubeinheiten, bestehend aus Elektrokettenzug LCH2000/1NL.D8 Plus und Motorfahrwerk EMFE150/N.1BM, positionierbar. Fahren und Heben erfolgen schnell und leise frequenzgesteuert. Fünf Quertraversen (Trusses) sind jeweils an mehreren Aufhängepunkten angeschlagen. Dank des exzellenten Gleichlaufs von Hub- und Fahrmotoren ist ihre präzise Positionierung stets gewährleistet.

Schutz vor Überlast

Die Anlagenbedienung erfolgt an der modernen Sicherheits-Funkfernsteuerung Laird Typ ct24.9-LRC-L1. Sie entspricht den aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen. In enger Zu­sammen­arbeit mit GIS entwickelt die Firma ATB Systeme AG in Buttisholz eine kundenspezifische Elektronik. Mittels des ersten Frequenzkanals überträgt die Steuerung gleichzeitig an alle 55 Empfänger folgende Befehle: Stopp, Anheben/Absenken sowie Vor-/Zurückfahren (Performance Level D). Über den zweiten Frequenzkanal erfolgen die
zyklische Lastmessung sowie eine Freigabe oder Sperrung einzelner Hebezüge.

Hängepunkte lassen sich am Touchscreen des Funksenders einzeln vorwählen und bei Bedarf als Gruppen dauerhaft zusammenfassen. Mittels roter LED signalisiert der Funkempfänger die Ansteuerung der Hubeinheit. Sämtliche Einzellasten sowie die Gesamtlast der Anlage sind auf dem 5,7-Zoll-­Display übersichtlich dargestellt. Bei Überlast
werden alle Hebefunktionen gesperrt. So wird die maximale Traglast der Dachkonstruktion, welche unterhalb der gesamten Anlagenkapazität von 55 Tonnen liegt, stets eingehalten.

Hohe Sicherheit und problemloser Betrieb

Bei Elektrokettenzügen, in der Ausführung D8 Plus, dürfen sich Personen unter der ruhenden Last aufhal­ten. Eine unabhängige, zweite DC-Federdruckbremse ist Bedingung hierzu. Der in die
Ösenaufhängung integrierte, direkt mit dem Funk­empfänger verdrahtete Lastmessbolzen ermöglicht das permanente Lastenmanagement. Ein Servicevertrag mit GIS sichert den sorglosen Betrieb für die Zukunft. SMM

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