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Rookie oder Pro? So professionell gehen Unternehmen mit Daten um

Redakteur: Jürgen Schreier

Unternehmen in Deutschland und der Schweiz schöpfen das Datenpotenzial nicht aus. Die meisten Unternehmen nutzen Daten, um Probleme zu identifizieren (59 Prozent), jedoch nicht, um ihre Prozesse zu optimieren.Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Namics – A Merkle Company.

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Wie gut gehen deutsche und schweizer Unternehmen mit Daten um und inwieweit profitieren sie von ihnen? Diese Fragen beantwortet die aktuelle Studie "Rookie oder Pro? Data Maturity in Deutschland und der Schweiz" von Namics.
Wie gut gehen deutsche und schweizer Unternehmen mit Daten um und inwieweit profitieren sie von ihnen? Diese Fragen beantwortet die aktuelle Studie "Rookie oder Pro? Data Maturity in Deutschland und der Schweiz" von Namics.
(Bild: Namics)

Die Fullservice-Digitalagentur Namics – A Merkle Company hat untersucht, wie gut Unternehmen mit Daten umgehen und inwieweit sie von ihnen profitieren. Das Ergebnis der Studie „ Rookie oder Pro? Data Maturity in Deutschland und der Schweiz”: Ein Grossteil der Befragten sammelt bereits heute zumindest einfache Kundendaten (58 Prozent) und Produktleistungs- oder Verkaufsdaten (57 Prozent). Etwa zwei Dritteln mangelt es jedoch an der nachhaltigen Integration der Datenanalyse in Unternehmensprozesse. Die Folge ist, dass sie den Wert der Daten nicht voll ausschöpfen können.

Im Rahmen der Studie befragte Namics insgesamt 300 deutsche und schweizerische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen in Form eines standardisierten Online-Fragebogens. Um den Reifegrad messbar zu machen, entwickelte Namics ein Konzept nach wissenschaftlichen Standards: Mithilfe des Namics Data Maturity Assessments (NDMA) lässt sich der Reifegrad eines Unternehmens hinsichtlich verschiedener Dimensionen bestimmen und bewerten. Daraus ergibt sich ein übergreifender Maturity Score, der sich auf einer Skala von 1 bis 5 einordnen lässt.

Durchschnittlich erreichen die befragten Unternehmen auf einer Skala von 1 bis 5 eine Data Maturity (Reifegrad im Umgang mit Daten) von 2,6.
Durchschnittlich erreichen die befragten Unternehmen auf einer Skala von 1 bis 5 eine Data Maturity (Reifegrad im Umgang mit Daten) von 2,6.
(Bild: Namics)

Management Summary: Die Ergebnisse der Studie
Management Summary: Die Ergebnisse der Studie
(Bild: Namics)

Lars Borgmann, Studienautor und Principal Data Consultant bei Namics – A Merkle Company: „Der durchschnittlich erreichte Score von 2,6 zeigt, dass die befragten Unternehmen beim Umgang mit Daten noch Luft nach oben haben. Dabei verdeutlicht die Studie, dass sich eine Weiterentwicklung zu einer datengetriebenen Organisation durchaus lohnt: Denn Data Maturity steigert vor allem die Effizienz von Prozessen. So können sich Unternehmen von der Konkurrenz absetzen und Wettbewerbsvorteile sichern. Ich empfehle zunächst den Status quo der Datennutzung zu ermitteln, weitere relevante Nutzungsszenarien zu identifizieren und eine strukturierte Roadmap für den Weg zur datengetriebenen Organisation zu erstellen. So können Unternehmen sicherstellen, dass sie Technologien zielführend einsetzen.”

Namics identifizierte zwei Probanden-Gruppen, die sich klar voneinander abgrenzen: Pros (37%) und Rookies, also Anfänger (63%). Letztere Unternehmen sammeln zwar Daten, integrieren diese jedoch nicht in ihre täglichen Prozesse. Zu den Pros gehören dagegen diejenigen Unternehmen, die hinsichtlich datengetriebener Strategien, Prozesse und Technologien bereits gut aufgestellt sind. Die Studie zeigt: Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen haben den Mehrwert von Daten bereits erkannt, verankern diesen jedoch noch nicht nachhaltig in den unternehmensinternen Prozessen und Strukturen.

Summery

Data Maturity von Unternehmen – fünf zentrale Ergebnisse der Studie

Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Die befragten Unternehmen erhoffen sich viel von datengetriebenen Anwendungen, tatsächlich von den Daten profitieren aber nur die wenigsten.
Unternehmen haben den Wert und das Potenzial von Daten erkannt: Die Befragten erheben und speichern bereits viele Daten, lediglich zwei Prozent erfassen überhaupt keine Daten. Vor allem Kundeninformationen und Daten über Leistung von Produkten und Dienstleistungen werden gesammelt.
Speichern: Ja, Analyse: Nein – ungenutztes Potenzial bei der Datenverarbeitung: Unternehmen werten ihre Daten selten wirklich aus. Die Datenspeicherung wird zum Selbstzweck. Die Mehrheit der Befragten nutzt Daten lediglich dazu, Probleme zu identifizieren, nicht jedoch, um ihre Prozesse datengetrieben zu optimieren.
Data Maturity ist unabhängig von Land, Branche und Grösse: Der Reifegrad der befragten Unternehmen hängt weder von ihrer Mitarbeiterzahl und der Branche, noch von ihrem Land ab. Selbst als besonders fortschrittlich geltende Branchen wie die Informationstechnologie weisen keinen nennenswerten Vorsprung gegenüber anderen auf (durchschnittliche Data Maturity von 2,75).
Wettbewerbsvorteile durch Data Maturity: Eine hohe Data Maturity wirkt sich positiv auf verschiedene Aspekte aus. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen effizienter arbeiten, Fehler vermeiden, Kunden besser verstehen, die eigenen Ziele besser erreichen – und damit die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal industry-of-things.de

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