AutoForm: virtuell optimieren Software kalkuliert und simuliert Umformprozesse

Redakteur: Konrad Mücke

Die aktuelle Version der Software Forming R10 von Autoform Engineering GmbH ermöglicht, Umformprozesse bereits in der Konstruktion weitgehend zu optimieren. Dazu gehört, Wirkflächen sachgerecht zu konstruieren und die Rückfederung zu beurteilen und zu kompensieren.

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Virtuell optimieren: Anhand der Simulation können Konstrukteure unterschiedliche Kompensationsstrategien beurteilen.
Virtuell optimieren: Anhand der Simulation können Konstrukteure unterschiedliche Kompensationsstrategien beurteilen.
(Bild: Autoform)

Die Software bietet erweiterte Funktionen zur vollständigen Unterstützung der Wirkflächenerzeugung. Mit dieser neuen Version können Nutzer Flansche nicht nur während der Konstruktion der Ziehoperation auf Formwerkzeuge, sondern auch für die sekundären Umformoperationen abwickeln. Die Software ermöglicht Anwendern, einzelne – für die Formgebung wichtige – geometrische Merkmale zu deaktivieren und bei Bedarf wieder zu aktivieren, um alternative Konstruktionen einfach zu bewerten. Das beschleunigt erheblich den Prozess der Wirkflächenerzeugung.

Kompensationsstrategien vergleichen

Darüber hinaus ermöglicht die Software, unterschiedliche Kompensationsstrategien schnell und einfach zu bewerten. Diese lassen sich visualisieren und vergleichen. Somit können Konstrukteure diejenige auswählen, die ihre Forderungen am besten erfüllt. So kann die endgültige Bauteilgeometrie effizient innerhalb der erforderlichen Toleranzen und mit einer minimalen Anzahl von Korrekturschleifen im Tryout realisiert werden. Üblicherweise erfordert das Tuschieren der Werkzeuge im Tryout entsprechende technische Fähigkeiten. Zudem dauert es meist lang. Die Software Forming R10 unterstützt das virtuelle Tuschieren von Werkzeugen. Anwender können die zu tuschierenden Werkzeuge festlegen und die Tuschierposition vor dem vollständigen Schliessen der Werkzeuge auswählen. Nach dem virtuellen Tuschieren können die Ergebnisse exportiert und von der CAM-Abteilung zum Fräsen verwendet werden. Diese ausgeklügelte Funktion verkürzt die Durchlaufzeiten von der Konstruktion bis zur Produktion. Die bisher zum Tuschieren der Werkzeuge im Tryout erforderliche Zeit entfällt weitgehend.

Dicke Bleche umformen

Mit der Software lassen sich auch Umformungen dicker Bleche simulieren und beurteilen. Das betrifft beispielsweise das Abstreckziehen und das Prägen. Anwender können solche Prozesse nun erfolgreich beurteilen, indem sie den Elementtyp von «elastisch-plastischer Schale» auf «dicke Schale» ändern. Bei gleichbleibendem Simulationsaufbau berechnet die Software sachgerecht die Umformprozesse und kann sie den tatsächlichen Abläufen entsprechend simulieren. Darüber hinaus enthält die Simulationssoftware Funktionen für eine realistischere Berücksichtigung tribologischer Effekte. Auch effiziente Möglichkeiten, die aktuellen Entwicklungen in der Warmumformung zu berücksichtigen, sind enthalten. Das betrifft unter anderem Trends beim Tailored Tempering, jüngst verwirklichte Stähle mit speziellen Werkstoffeigenschaften, Tribologie und Wärmebehandlung. - kmu - SMM

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