Hainbuch: Spanntechnik automatisiert rüsten Spannfutter mit Roboter wechseln

Von Konrad Mücke

Fertigungsbetriebe sind zunehmend gefordert, Bauteile in kleineren Serien und sogar Einzelstücke in raschem Wechsel zu produzieren. Dafür benötigen sie flexible Maschinen und Anlagen, die sich bestenfalls selbst rüsten. Dafür geeignete Spannmittel gibt es von Hainbuch.

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Spannköpfe und Anschläge: In den dafür ausgerüsteten Spannfuttern Toplus AC können Roboter werkstückspezifische Spanneinsätze automatisiert und zuverlässig bei hoher Wiederholgenauigkeit wechseln.
Spannköpfe und Anschläge: In den dafür ausgerüsteten Spannfuttern Toplus AC können Roboter werkstückspezifische Spanneinsätze automatisiert und zuverlässig bei hoher Wiederholgenauigkeit wechseln.
(Bild: Hainbuch)

Zukunftsweisende Spannmittel, die eine umfassende Automatisierung ermöglichen, präsentiert der Spezialist für Werkstück-Spannmittel Hainbuch. Spannköpfe mit oder ohne Werkstückanschlag und sogar ganze Spannfutter und Spanndorne lassen sich nunmehr automatisiert, zum Beispiel mit Robotern, wechseln. Das sorgt dafür, dass automatisierte Maschinen in bisher unproduktiven Zeiten wirtschaftlich produzieren. Sie rüsten sich dafür selbst. In bedienerlosen Schichten können sie wechselnd unterschiedliche Werkstücke prozesssicher fertigen.

Wechsel kompletter Spannmittel

Die als Centrotex AC bezeichnete Schnittstelle für Spannfutter und Spanndorne arbeitet mit einer Bajonettmechanik. Letztere zieht beim automatisierten Wechsel, von einem Aktuator mechanisch betätigt, Spannfutter und andere Spannmittel zuverlässig in Maschinenspindeln ein. Dazu positioniert ein Roboter oder eine Portal-Handhabungseinrichtung das Spannmittel an der Schnittstelle auf der Maschinenspindel. Das Bajonett verriegelt sich und zieht dabei das Spannmittel ein. Blasen und Spülen mit dem integrierten Reinhaltesystem gewährleisten, dass sämtliche Späne, Verschmutzungen und Kühlmittel vor dem endgültigen Spannen aus dem Bereich der Spann- und Anlageflächen weggeschafft werden. Somit verläuft der Wechselvorgang prozesssicher. Mehrere Anlagekontrollen mit Luft im Spalt prüfen den Wechselvorgang. Die Daten werden an die Maschinensteuerung ausgegeben. So kann die CNC-Steuerung der Drehzentren und somit auch die übergeordnete Steuerung der Automatisierung zuverlässig den sorgfältigen Wechsel der Spannmittel prüfen und weitere Abläufe freigeben. Vorteil ist, dass das Bedienpersonal lediglich Werkstücke und Spannmittel bereitstellen muss. Die Maschinen können anschliessend völlig autonom und unbeaufsichtigt in bedienerlose Schichten hinein produzieren. Die Schnittstelle Centrotex AC eignet sich für Drehmaschinen mit horizontaler oder vertikaler Spindel. Die Spannmittel lassen sich bei 3 µm Wiederholgenauigkeit wechseln. Somit sind die Rundlauf- und die Fertigungsgenauigkeiten vergleichbar mit denjenigen bei fix eingesetzten Spannmitteln, wie beispielsweise bei der manuellen Schnellwechsel-Schnittstelle Centrotex M.

Spannköpfe und Werkstückanschläge automatisiert wechseln

Zum gemeinsamen oder getrennten Wechsel des Spannkopfs und des Werkstückanschlags werden die kraftbetätigten Spannfutter Toplus AC und Spanntop AC eingesetzt. Diese eignen sich vornehmlich für Drehmaschinen mit horizontaler und vertikaler Spindel. Sie können sogar stationär auf Bearbeitungszentren und Messmaschinen eingesetzt werden. Mit diesen automatisierbaren Spannfuttern, die auch mit der Schnittstelle Centrotex AC kombiniert werden können, entfällt manuelles Rüsten. Die Genauigkeiten im Rundlauf und somit an den gefertigten Werkstücken sind vergleichbar mit denjenigen, die bei anderen, fix eingesetzten Spannmitteln verwirklicht werden. Das sorgt für eine prozesssichere, bedienerlose Fertigung. - kmu - SMM

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