Die Citizen Machinery Europe GmbH (CME) schlägt ein neues Kapitel ihrer Unternehmensgeschichte auf: Mit dem Spatenstich für die neue Europazentrale im Gewerbegebiet Scharnhausen-West der Stadt Ostfildern (D) stellt der Maschinenbauer die Weichen für eine wachstumsorientierte, nachhaltige Zukunft. Der Umzug vom ehemaligen Standort in Esslingen ist für Ende 2026 geplant.
Der Spatenstich zur neuen Europazentrale der Citizen Machinery Europe GmbH.
(Bild: Citizen Machinery Europe GmbH)
CME befindet sich mit der Europazentrale seit über 30 Jahren am Rande der Esslinger Innenstadt, am so genannten alten Boley-Areal und organisiert von dort aus den Vertrieb und Service der Cincom Landreh- und Miyano Kurzdrehmaschinen im deutschsprachigen Raum, den Benelux-Staaten und Osteuropa. Darüber hinaus «veredeln» die Drehmaschinenspezialisten die Drehautomaten nach den spezifischen Kundenanforderungen wie etwa mit Be- und Entladeoptionen, Softwareanpassungen oder Automationslösungen aus dem kürzlich neu gegründeten Geschäftsfeld «Automation».
Markus Reissig, Geschäftsführer der Citizen Machinery Europe GmbH, unterstrich während der Feierlichkeiten des Spatenstichs: «Mit der Investition in unsere neue Europazentrale stellen wir die Weichen für unsere weitere Entwicklung und die künftigen Herausforderungen an Effizienz, Nachhaltigkeit und absolute Kundenorientierung. Wir alle sind gespannt auf das Ergebnis und freuen uns schon auf den Umzug Ende 2026.»
(Bild: Citizen Machinery Europe GmbH)
Aufgrund wachsender Anforderungen an Produktionskapazität und Nachhaltigkeit entschied sich CME für den Umzug nach Ostfildern. Der Grundstücksvertrag wurde im Februar 2025 unterzeichnet. Markus Reissig, Geschäftsführer der Citizen Machinery Europe GmbH: «Das alte Firmengelände nahe der Esslinger Innenstadt war für uns und für unsere Zulieferer aufgrund der topografischen Hanglage eine Herausforderung für die Logistik. Diverse Umbauphasen fanden statt, um unseren Bedürfnissen gerechter zu werden. Zu hundert Prozent gelang dies nie. Mit der Entwicklung grösserer und damit schwererer Maschinentypen kamen auch Statikprobleme im bestehenden Gebäude hinzu: So können diese neuen Tonnagen am bisherigen Hauptsitz Esslingen nicht gestellt und somit auch dem Kunden nicht adäquat vorgestellt werden.»
Citizen setzt beim Neubau auf Unternehmen, die mit ihrem Handeln und Tun mit der eigenen Firmenphilosophie übereinstimmen: So ist die Vollack Gruppe mit Hauptsitz in Karlsruhe (D) verantwortlich für Generalplanung und Bauausführung ein bundesweit tätiger Spezialist für die methodische Planung, den Bau und die Revitalisierung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude in den Bereichen Büro, Industrie und Gesundheit.
Die Thost Projektmanagement GmbH mit Hauptsitz in Pforzheim (D) als weiterer Partner zählt zu den führenden deutschen Unternehmen im Projektmanagement. Thost bietet neben klassischem Projektmanagement auch ESG-Beratung, Nachhaltigkeitsstrategien und die Umsetzung zukunftsweisender Technologien wie Wasserstoff und E-Mobilität.
Auf rund 8000 Quadratmetern entstehen Büro-, Schulungs- und Ausstellungsflächen, ein Technologiekompetenzzentrum mit Montagehalle sowie Werkstatt- und Lagerbereich. Kurzum: Ein innovativer, mit modernster Technologie ausgestatteter und auf Nachhaltigkeit ausgelegter Vertriebs- und Produktionsstandort für künftig rund 70 Beschäftigte.
(Bild: Vollack GmbH & Co. KG)
Der Firmenstandort in Ostfildern wird dem hohen Anspruch von Citizen Machinery Europe an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht: Der Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 8000 Quadratmetern umfasst ein Bürogebäude mit Ausstellungsbereich und Produktionsflächen. Das Material- und Farbkonzept der identitätsstarken Architektur wird der weltweiten Citizen Corporate Identity mit weissen Metallfassaden sowie dunklen Fensterbändern und -flächen, welche die Baukörper strukturieren, folgen. Sämtliche Büro- und Verwaltungsfunktionen sind auf einer Ebene angeordnet. Die neu gestalteten Grossraumbüros sorgen für kürzere interne Abläufe und Kommunikation auf schnellstem Wege untereinander. Im Erdgeschoss wird der öffentliche Bereich mit Ausstellung und Cafeteria bis in den für Kunden zugänglichen Versuchsraum im Hallenbereich reichen. Das grosse Technologiekompetenzzentrum mit Montagehalle sowie ein Engineering-Bereich für neu angedachte Geschäftsfelder, wie zum Beispiel Lösungen zur Automation, vervollständigen das Konzept.
Bildergalerie
Markus Reissig: «Mit dem symbolischen Spatenstich für die neue Europazentrale setzt Citizen Machinery Europe nicht nur ein starkes Zeichen für Wachstum und Kundennähe – auch architektonisch setzt Vollack ein besonderes Statement.» Die Gestaltung des Neubaus nimmt danach direkten Bezug auf die traditionsreichen Wurzeln des Mutterkonzerns in der Uhren- und Feinmechanik. So zitiert das Architekturkonzept Elemente eines Uhrwerks – etwa das Zifferblatt, die Zeiger oder Stundenindizes – und übersetzt sie in markante bauliche Details. Schrägstehende Stützen am Bürogebäude, gezielt positionierte Fensterpfosten und charakteristische Strukturen der Pfosten-Riegel-Fassade greifen diese Gestaltungsidee auf und machen sie konstruktiv sichtbar. Der Neubau wird damit nicht nur ein funktionaler Standort, sondern auch ein sichtbares Zeichen für Präzision, Innovation und Herkunft.
Ein zentrales Thema ist die nachhaltige Energieversorgung über ein Nahwärmenetz, welches in Kombination mit Solewärmepumpen und Luftwasserwärmepumpen den Heiz- und Kältebedarf der Gebäude decken wird. Abgerundet wird das Konzept durch Photovoltaik-Flächen auf Dächern und an den Fassaden. Weitere Fassadenflächen werden zudem teilweise begrünt.
Markus Reissig: «Für CME bietet das Gewerbegebiet Scharnhausen-West viele Vorteile: So etwa die ebene Topografie mit schnellem Zugang zur Messe Stuttgart, Autobahn und Flughafen. Darüber hinaus können wir uns als Unternehmen deutlich besser präsentieren. Alle Maschinen passen in den neuen Ausstellungsraum, und durch die gute verkehrstechnische Anbindung, einen grosszügigen Besprechungs- und Kantinenbereich können Events für unsere Geschäftspartner, Kunden und Händler aus In- und Ausland angeboten werden. Die zukunftsorientierte Energiestrategie der Kommune, die u. a. auf Geothermie, Wärmepumpen und erneuerbare Energien sowie einem künftigen Quartierparkhaus setzt, kombiniert mit unserem eigenen Konzept, bestehend aus begrünten Dachflächen, Solaranlagen und Batteriespeichern, waren darüber hinaus gute Argumente, hier zu investieren.»
Stand vom 30.10.2020
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Mit der neuen Adresse wird ebenfalls ein Akzent gesetzt: Die künftige Europazentrale von Citizen Machinery Europe wird in der Mária-Telkes-Strasse liegen – benannt nach der ungarisch-amerikanischen Wissenschaftlerin und Pionierin der Solartechnologie. Mária Telkes, auch als «Sonnenkönigin» bekannt, entwickelte unter anderem das berühmte Dover Sun House, eine Solarheizung sowie einen Solarofen und hielt zum Zeitpunkt ihres Todes im Jahr 1995 über 20 Patente. Die Wahl dieser Adresse unterstreicht nicht nur das klare Bekenntnis der Kommune zur Zukunftstechnologie, sondern symbolisiert auch den Anspruch von CME, ressourcenschonende Energie- und Gebäudekonzepte in den Mittelpunkt zu stellen.
Citizen Machinery Europe GmbH
Die Citizen Machinery Europe GmbH steht für hochpräzise CNC-Drehtechnologie, in der sich japanische und deutsche Innovationskraft sowie Ingenieurskunst auf höchstem Niveau vereinen. Als Teil des weltweit agierenden Konzerns Citizen Watch Co., Ltd., bietet das Unternehmen Drehmaschinen der Marken Cincom und Miyano für ein breites Branchenspektrum an. Das sind Kunden aus Schlüsselindustrien wie etwa den Marktsegmenten Medizin und Elektronik, Feinmechanik, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt sowie Fahrzeugbau. Das Unternehmen ist Weltmarktführer im Bereich Langdrehautomaten. Mit modernsten Technologien wie beispielsweise der patentierten LFV-Zerspanung zur Spanbruchkontrolle, Automatic Tool Changer ATC, Automationskonzepten und innovativen Dreh-Laser-Hybridsystemen setzt Citizen als Pionier und Trendsetter stets Massstäbe in der spanenden Fertigung. Kunden profitieren von der Stärke eines globalen Marktführers und der Nähe eines Partners mit über 100 Jahren Erfahrung im lokalen Markt nach dem Motto «der Weltkonzern von nebenan».