Swissmechanic Quartalsumfrage Stabilität bei den Margen und hohe Nachfrage an Fachkräften

Redakteur: Lya Bartholet

>> Eine öffentlich wirksame Dienstleistung von Swissmechanic ist der Wirtschaftsbarometer. Mit einer repräsentativen Umfrage zu Themen wie Ertrags­lage, Umsatz, Produktion oder Personalbestand beleuchtet Swissmechanic die Situation der KMU in der MEM-Branche. Swissmechanic stellt die ausgewerteten Quartalsumfragen Medien und Mitgliedern zur Verfügung. Die aktuelle Umfrage zum 4. Quartal 2013 zeigt eine leichte Entspannung beim Druck auf die Margen und einen hohen Bedarf an Fachkräften.

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( © olly - Fotolia)

FME. «Wir sind froh, wenn so viele Mitglieder wie möglich an den Umfragen teilnehmen. Sie sind wichtig, um der breiten Öffentlichkeit und vor allem der Politik aufzuzeigen, welche Bedürfnisse unsere Branchen haben», beschreibt der zuständige Swissmechanic Vize-Direktor Roland Frick die Wichtigkeit des Wirtschaftsbarometers. Dafür brauche es einen möglichst hohen Rücklauf.

Leichte Entspannung

Die aktuelle Umfrage zum 4. Quartal 2013 bringt grundsätzlich positive Nachrichten ans Tageslicht. Die KMU in der MEM-Branche können einen versöhnlichen Jahresabschluss verzeichnen. Der Druck auf die Margen hat im 4. Quartal im Vergleich zum Vorquartal leicht abgenommen. Ein Drittel der befragten Unternehmen beurteilt die Ertragslage jedoch weiterhin als nicht befriedigend. 23 % der befragten Unternehmen sprechen von einer guten und 43 % von einer befriedigenden Ertragslage. Rund ein Drittel beurteilt die Ertragslage weiterhin als nicht befriedigend. Man kann also nicht von einer generellen Erholung der Ertragslage sprechen. Die neuesten Zahlen widerspiegeln eine Stabilität, deren Nachhaltigkeit in den kommenden zwei Quartalen bestätigt werden muss. Die Vorzeichen stimmen jedoch zuversichtlich. Für das kommende Quartal beurteilen 28 % der Unternehmen die erwartete Geschäftsentwicklung im Inlandgeschäft als eher günstig, was den Spitzenwert im 2013 darstellt. Ein internationales Umfeld mit grosser Konkurrenz, der allgemeine Kostendruck und der starke Schweizer Franken bleiben vorherrschende Themen für die KMU in der MEM-Branche. Zudem mussten etliche Unternehmen aufgrund der unsicheren Ertragslage in den ersten drei Quartalen 2013 ihr Investitionsvolumen reduzieren. Positiv ist die Entwicklung der Umsätze. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen bewerten den Umsatz im 4. Quartal als gut, was einen Anstieg von 12 % im Vergleich zum Vorquartal bedeutet. Grund dafür ist eine leicht gestiegene Nachfrage im Binnenmarkt.

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Fachkräftemangel dauert an

Die MEM-Branche verfügt weiterhin über einen hohen Bedarf an Fachkräften. 29 % der befragten Unternehmen haben im vergangenen Quartal auf dem Werkplatz Schweiz Personal eingestellt. Der Mangel an Fachkräften dauert an, dies zeigt der Blick auf die Planungen für das kommende Quartal. Rund ein Viertel will Personal einstellen. Swissmechanic unterstützt ihre Mitglieder dabei aktiv. Die europäische Job-Plattform «Q4Europe» (www.q4europe.eu) bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, Fachkräfte im Inland und über die Grenzen hinaus zu rekrutieren. Die Webseite kann zudem von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als Bewertungs- und Bewerbungsplattform genutzt werden. Ebenso können sich Branchenverbände präsentieren. Durch das Präsidium bei Q4Europe in Person des Swissmechanic-Direktors Oliver Müller ist der Verband intensiv am Betrieb und der Weiterentwicklung der Job-Plattform beteiligt.

Der starke Schweizer Franken beschäftigt die Swissmechanic-Mitglieder nach wie vor, auch wenn sich die Situation etwas beruhigt hat. Waren es im 3. Quartal 2013 noch 51 % der befragten Unternehmen, welche die Auswirkungen als stark bezeichneten, sind es im 4. Quartal 2013 immer noch 39 %. Die Mehrheit geht jedoch davon aus, dass sich die negativen Auswirkungen weiter abschwächen werden. <<

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