Schweizer Züge für die NEAT Stadler Rail gewinnt Ausschreibung für NEAT-Züge

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Für Stadler Rail ist der Gewinn der Ausschreibung für die NEAT-Züge (Neue Eisenbahn-Alpentransversale) ein Meilenstein. Das Unternehmen stösst damit in das Segment des Fernverkehrs bis 250 km/h vor. Auch für Schweizer Zulieferer ist dieser Auftrag ein Anlass zu Freude, denn wichtige Komponenten sollen in der Schweiz gefertigt werden, sodass die Schweizer Wertschöpfung rund 80 % erreicht.

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Mit dem Highspeed-Zug EC250 hat Stadler Rail die Ausschreibung für 29 NEAT-Züge gewonnen.
Mit dem Highspeed-Zug EC250 hat Stadler Rail die Ausschreibung für 29 NEAT-Züge gewonnen.
(Bild: Stadler Rail)

Die SBB haben den Auftrag für die künftigen internationalen NEAT-Züge an Stadler Rail vergeben. Nach einer hart umkämpften Ausschreibung gewann das Schweizer Unternehmen das Rennen um 29 Eurocity-Züge. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für Stadler Rail. Das Unternehmen stösst mit diesem Auftrag ins Highspeed-Segment bis 250 km/h vor. Die Mehrsystemzüge werden Zulassungen für die Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich erhalten. Es handelt sich weltweit um den ersten einstöckigen Niederflur-Hochgeschwindigkeitszug. Damit wird das Behindertengleichstellungsgesetz vollumfänglich erfüllt. Das Auftragsvolumen beträgt rund CHF 980 Mio.

Freude bei Peter Spuhler

Die Freude bei Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group, ist gross: «Wir sind sehr stolz, dass wir die hohen Anforderungen des Fahrzeugpflichtenheftes mit unserem Konzept optimal erfüllen konnten. Ich danke an dieser Stelle den SBB für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen. Sicher haben auch die Referenzen unserer Kunden bezüglich Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sowie insbesondere auch beim Bau und der Zulassung von grenzüberschreitenden Mehrsystemzügen für Italien, Österreich und Deutschland einen positiven Einfluss gehabt.»

Bewährte Züge und Innovation

Der neu entwickelte EC250 ist ein 200 m langer 11-teiliger Gliederzug. Die Wagen sind mit sogenannten Jakobsdrehgestellen verbunden. Stadler Rail konnte bei der Entwicklung des Zuges auf viele bewährte Komponenten der bisherigen Fahrzeugfamilien zurückgreifen. Das Unternehmen hat auch viel Erfahrung mit Zügen für den grenzüberschreitenden Verkehr Schweiz–Italien, bereits 40 Züge haben sich seit mehreren Jahren bestens bewährt. Weitere 18 Mehrsystemzüge haben eine Zulassung für Italien und Österreich. Stadler Rail verfügt grundsätzlich über sehr viel Erfahrung mit Zügen für Italien. So sind bereits über 100 Stadler-Züge erfolgreich in Italien im Einsatz.

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