Bereits zum dritten Mal findet die Fertigungsmesse «Swiss Production Forum» vom 7. bis 9. November 2023 in der Messehalle 550 in Zürich Oerlikon statt. Warum sich diese Messeplattform etabliert hat und was am SPF 2023 die Aussteller und Besucher erwarten können, beantworten Abetare Yaves (Head of Marketing & Sales) und Matthias Böhm (Geschäftsleiter, beide Vogel Communications Group AG) im SMM-Interview.
Die Halle 550 am Industriestandort Zürich Oerlikon ist als ehemalige ABB-Industriehalle prädestiniert für die Neuauflage des Swiss Production Forum im November 2023.
(Bild: Thomas Entzeroth)
Sie haben das Swiss Production Forum im 2021 initiiert, was konkret hat die Vogel Communications Group AG ermutigt, diese Messeplattform zu positionieren?
Abetare Yaves: Wir haben den Markt beobachtet, Marktforschung betrieben, Umfragen analysiert und sind auf Grund der Marktbedürfnisse zum Schluss gekommen, das SPF ins Leben zu rufen.
Woher bekommen Sie die Daten?
Matthias Böhm: Da muss ich ein wenig zu der Vogel-Historie ausholen. Sowohl der Schweizer Maschinenmarkt – 2025 wird er 125 Jahre Schweizer Industriegeschichte schreiben – als auch der französische MSM (bereits 90 Jahre im Markt) sind die Kommunikationsplattformen des Werkplatz Schweiz. Mit dem SMM und MSM begleiten wir den Werkplatz seit über zwei Jahrhunderten (125 + 90 Jahre). Wir verfügen aus dieser Tradition heraus über eine enorme Expertise, da wir hautnah erleben können, wie sich die Kommunikationsbedürfnisse der am Werkplatz Schweiz agierenden Unternehmen verändern und entwickeln.
Wie hat sich die Industriekommunikation denn entwickelt?
Abetare Yaves: Die Kommunikation ist sehr vielschichtig geworden, sehr viel komplexer. Digitale Medien sind hinzugekommen. Hier einen Überblick zu behalten, ist äusserst anspruchsvoll. Mit unseren digitalen Plattformen smm.ch und msm.ch gehören wir zu den reichweitenstärksten digitalen Industrieplattformen der Schweiz. Unsere Unternehmensgruppe (900 Mitarbeiter weltweit) hat sich bereits im Jahr 2000 auf digitale B2B-Kommunikationsstrategien fokussiert und ist hier führend. Wir verfügen über ein ausgezeichnetes Tracking im digitalen Kommunikationsbereich, wissen, welche Portale nutzbringend sind, um Zielgruppen zu erreichen, und welche nicht. Eine digitale Industrie-Messe hat bisher keinem Aussteller einen Nutzen generiert. Solche Plattformen sind Stand heute zum Scheitern verurteilt.
Mit dem SPF setzen Sie auf eine klassische Messeplattform.
A. Yaves: Auf den ersten Blick ist das 100 Prozent korrekt. Messeplattformen sind für die Industrie einer der Top-Kommunikationskanäle. Insbesondere im Bereich der Fertigungstechnik ist der persönliche Austausch von grosser Bedeutung. Man kann das nicht vergleichen mit digitalen IT-Veranstaltungen, wo reiner Know-how-Austausch stattfindet und tatsächlich auch per digitaler Kommunikation funktioniert. Das ist im Fertigungsbereich diametral entgegengesetzt.
Können Sie das näher erklären, warum der direkte persönliche Austausch so wichtig ist?
M. Böhm: Nehmen Sie an, ein Zulieferer hat mehrere Aufträge in Aussicht, verschiedene Komponenten in mittelgrossen Serien zu fertigen. Hier kommt die Komplexität der Fertigung ins Spiel. Ein kubisches Bauteil in Faustgrösse kann auf Dreh-Fräszentren oder reinen Fräszentren gefertigt werden. Dann spielen weitere Faktoren eine Rolle: welcher Werkstoff wird verwendet, wie gross sind die Losgrössen, welche Toleranzfelder, integriertes Entgraten der Kanten usw. Hierfür bieten sich unterschiedlichste Fertigungslösungen an. Hinzu kommt: sind die Fertigungslösungen kompatibel mit dem bereits bestehenden Maschinenpark. Fügt sich die Steuerungstechnik in das bestehende Technologieumfeld ein. Das sind komplexeste Entscheidungsfindungen. Auf einer Messe wie dem Swiss Production Forum lassen sich genau solche Themenkomplexe sehr ausführlich vor Ort mit den Experten diskutieren.
Aber es gibt ja bereits Fertigungsmessen in der Schweiz, auch eine Leitmesse, wie die EMO.
M. Böhm: Das ist ein guter Hinweis. Der Werkplatz Schweiz ist sehr diversifiziert. Je nach Region sind spezifische Stärken und Fertigungskompetenzen vorhanden. Die EPHJ, Siams und innoteq decken spezifische Märkte und Regionen ab. In der Westschweiz ist beispielsweise die Mikromechanik und Uhrenindustrie ein starker Markt. Das sieht in der Deutsch- und Ostschweiz komplett anders aus. Entsprechend sind die Ansprüche an Fertigungsanlagen unterschiedlich. Das heisst im Umkehrschluss, mit dem SPF am Standort Zürich decken wir die Region Luzern, Aarau, Ostschweiz und natürlich den Grossraum Zürich ab.
Welchen Mehrwert bietet das SPF, zusätzlich zur Messe?
A. Yaves: Im Vorfeld als auch parallel zur Messe kommen unsere Print- und digitalen Plattformen voll zur Geltung. Jedes Unternehmen, das am SPF ausstellt, erhält automatisch eine Präsenz im Print als auch auf unseren reichweitenstarken digitalen Plattformen. Zusätzlich integrieren wir eine Vortragsreihe und verleihen den SMM-Award. Wir setzen darüber hinaus auf Social-Media-Plattformen. Das gesamte Kommunikationsportfolio ist eine Inhouse-Kompetenz.
Und die Messeorganisation?
A. Yaves: Die Messeplanung und -organisation läuft operativ über unser Marketing, welches von unseren Partnern Sasa Tanasic und Daniel Fritz (CEO, Expomech) in unserem Auftrag unterstützt wird. Gerade bezüglich Standbaukonzept und -logistik fliesst das Know-how der Expomech mit ein. Betreffend des Standbaus arbeiten wir mit einem professionellen Standbauunternehmen, ebenfalls in enger Partnerschaft, zusammen.
Welche Technologien werden am SPF zu entdecken sein?
M. Böhm: Zuallererst die Werkzeugmaschinen. Sie bilden die Basis des SPF. Darüber hinaus alle für die Produktion benötigten Fertigungsmittel, Werkzeuge, Spannmittel, Fertigungsautomation, CAM- und ERP-Systeme. Wir hatten darüber hinaus viele Zulieferer, die ausgestellt hatten und uns ein sehr positives Feedback gaben. Da hatten wir ehrlich gesagt nicht mit gerechnet. Aber bereits das zweite SPF 2022 war ein toller Erfolg. Jetzt kommt das dritte SPF. Anmeldungen zum SPF laufen bereits. Wir freuen uns auf das kommende Swiss Production Forum 2023. SMM
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