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Personalabbau Stellenabbau bei Stadler Rail

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

Die Finanzkrise und die negative Währungssituation lassen den Auftragseingang beim Schienenfahrzeuhersteller schrumpfen. Stadler Rail sieht sich daher gezwungen Stellen abzubauen.

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Stadler Rail baut in Altenrhein 60 Stellen ab.
Stadler Rail baut in Altenrhein 60 Stellen ab.
(Bild: Stadler Rail)

Die Schuldenkrise in Europa und die dadurch ausgelösten Währungsverwerfungen (Euroschwäche/Anstieg des Frankens) haben bei Stadler Rail zu einem nachlassenden Auftragseingang geführt. Aus diesem Grund ist das Unternehmen erstmals gezwungen, Stellen abzubauen. Am Standort Altenrhein wird, verteilt über die nächsten drei Monate, die Zahl der Stellen von etwas über 960 (inkl. ca. 250 Temporärstellen) um rund 60 reduziert. Der Abbau betrifft zu 90% Temporärstellen. Weitere Reduktionen werden über natürliche Abgänge aufgefangen.

Grossaufträge erhalten

Zwar konnte Stadler Rail in den vergangenen Monaten Grossaufträgen an Land ziehen. So baut das Unternehmen beispielsweise für 350 Millionen Euro 24 Doppelstocktriebzüge für einen russischen Bahnbetreiber. Auch aus Ungarn kam eine grössere Bestellung, die aber grösstenteils in den Werken in Ungarn abgewickelt wird., weshalb dort die Mitarbeiterzahl um 200 erhöht wurde. In die Westschweiz liefert Stadler Rail ebenfalls Zugkompositionen für 231,5 Mio. CHF.

Diese Bestellungen genügen aber nicht um die Auftragslage insgesamt zu verbessern. Die Rezession in den wichtigsten Absatzmärkten und der starke Franken sind für das Unternehmen eine ernst zu nehmende Herausforderung.

Um sich in diesen schwierigen Zeiten ganz seinem Unternehmen widmen zu können, ist Firmeninhabern Peter Spuhler nach 13 Jahren als Nationalrat zurückgetreten. <<

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