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ANT: Wasser und Abrasivmittel als Suspension mischen Suspensionswasserstrahl ist effizienter

| Redakteur: Konrad Mücke

Wasser und Abrasivmittel als Suspension gemischt bieten beim Wasserstrahlschneiden zahlreiche Vorteile. Die Anlagen benötigen weniger Druck und arbeiten leiser. Sie schneiden schwierige, harte Werkstoffe genau. Eine geeignete Zumischeinheit bietet nun der Lübecker Spezialist ANT AG.

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Robust und zuverlässig: der Aufbau des Mischsystems
Robust und zuverlässig: der Aufbau des Mischsystems
(Bild: ANT AG)

Mit der Zumischeinheit ConSus für Abrasivmittel steht nunmehr eine innovative Lösung für das kontinuierliche Suspensionsverfahren zur Verfügung. Damit können auch industrielle Bearbeiter beim Wasserstrahlschneiden von den Vorteilen einer Wasser-Abrasiv-Suspension (WAS) profitieren. Der Suspensionsstrahl sorgt für effizientes Schneiden. Er arbeitet leiser als die üblichen Strahlver­fahren, die den Wasserstrahl mit einem Wasser-Abrasiv-­Injektions-System (WAIS) erzeugen. Somit entlastet er die Maschinenbediener von Lärm. Im Unterschied zu dreiphasigen WAIS-Systemen mit Wasser, Abrasivmittel und Luft arbeiten WAS-Systeme zweiphasig. Der Schneidstrahl besteht nur aus Wasser und Abrasivmittel. Die Suspension entsteht durch das Zusammenspiel eines Haupt- und eines Bypass-Stroms. Die Fliessrate lässt sich exakt einstellen.

Wirkungsgrad höher

Bereits vor dem Eintritt in die Düse wird die Suspension unter hohen Druck gesetzt. Wegen des hohen Energiegehalts entsteht in der Düse ein Schneidstrahl, der mit nahezu zweifacher Schallgeschwindigkeit austritt. Der Wirkungsgrad ist wesentlich höher als beim Injektionsverfahren. Bei diesem verursachen Luftanteile im Strahl turbulente Mischungsverluste. Der Strahl ist beim Suspensionsmischverfahren besser fokussiert. Er durchtrennt selbst härteste Werkstoffe präzise. Das Mischsystem ConSus (Continuous Suspension) von ANT arbeitet bei 500 bis 1500 bar Arbeitsdruck. Das ist etwa die Hälfte des bei konventionellen Wasserstrahlschneidverfahren üblichen Drucks. Je nach eingestellter Schneidleistung verfügt der Strahl über die doppelte bis dreifache Geschwindigkeit. So verwirklicht er schmale Schnittfugen ohne Aufhärtungen oder Werkstoffverformungen.

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Leise und schonend

Dank des (weltweit patentierten) Schleusenverfahrens ist das Suspensionsverfahren hinsichtlich des Arbeitsschutzes vorteilhaft. Es verursacht selbst
bei maximalem Arbeitsdruck (1500 bar) nur etwa 30 Prozent des bisher beim Injektionsverfahren entstehenden Lärms. Wegen des niedrigen Drucks im System und der hochgradigen Beladung des Wasserstrahls mit Abrasivmittel emittiert der Strahl nur wenig Partikel, bei gleicher Schneidleistung nur etwa die Hälfte verglichen mit Injektionssystemen, die bei wesentlich höherem Arbeitsdruck arbeiten.

Nachträglich integrierbar

Das Suspensionssystem ConSus von ANT lässt sich in jedes bestehende Wasserstrahlschneidsystem integrieren. Lediglich die Pumpe und die Steuerung müssen angepasst werden. Ohne Luft- und Wärmeeinfluss kann das Strahlsystem über und unter Wasser betrieben werden. Damit erfüllt es die Forderungen der bearbeitenden Industrie, der Off­shore- und der Kernenergiebranche sowie der Kampfmittelbeseitigung (EOD/IEDD). Wegen der umfassenden Vorteile erhielt der Hersteller für das innovative Mischsystem die Auszeichnung Best of Industry Award 2018 in der Kategorie Umformtechnik und Blechbearbeitung. - kmu - SMM

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